Gebühren für Schulschwänzer in NRW?

27. Mai 2006 - 11:07 Uhr - Moe
Da man ja immer wieder diese Sprüche hört, Studiengebühren würden zu einem zügigeren Abschluss des Studiums führen, legen unsere KollegInnen in NRW die Meßlatte nun etwas tiefer:
"Lehrer brauchen ein schärferes Instrument", begrüßte Schulministerin Barbara Sommer (CDU) einen entsprechenden Vorschlag aus ihrer Fraktion. [...]
In Zukunft könnten Schulen ihre Blaumacher bei der Schulaufsicht melden, die dann das Ordnungsgeld von etwa 50 Euro verhängen soll. Wenn ein Schüler nicht zahlt, soll ein Jugendrichter darüber entscheiden, ob er stattdessen soziale Arbeit leisten muss.
Weiterlesen bei Spiegel Online.

Diese Schulministerin hat anscheinend jegliche pädagogischen Bemühungen bereits abgeschrieben, wenn sie nun auch Schule als Gebühren-Markt begreift. Meiner Ansicht nach sind derartige ideologische Verwirrungen untragbar.

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3 Kommentare:

  1. Jasper schrieb:
    an der uni zahlt man fürs kommen dürfen, hier fürs NICHT kommen wollen.
    ich find das ist ein unterschied.
    # 27. Mai 2006 - 14:31 Uhr
  2. Boris schrieb:
    Das sind so typische Maßnahmen hilfloser und inkompetenter Politiker, Probleme zu lösen. Manch einer nennt das »blinden Aktionismus«. Diese Protagonisten sind unglaublich effektiv darin, irgendwelche Maßnahmen zu erfinden gegen unmaßgebliche Randprobleme, die mit den tatsächlichen Problemen und deren Ursachen nichts, aber auch gar nichts zu tun haben. Die sich aber medienwirksam als angebliche »Reformmaßnahmen« darstellen lassen.

    Da solche Herrschaften in ihrem politischen Handeln meist ursächlich mitschuldig sind an den beklagten Missständen, müssten sie sich im Zweifelsfall mit echten Reformen selbst beseitigen... was nicht passieren wird.
    # 27. Mai 2006 - 22:17 Uhr
  3. Jörg Albrecht schrieb:
    Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang an Delinquenten, die so etwas auf die Spitze und damit ad absurdum trieben:
    So lange defektieren, bis das "Strafenkonto" voll ist und noch mehr Verstöße gegen die Regeln kein Mehr an Strafe mehr ausmachen.

    Oftmals ist vermutlich davon auszugehen, dass die Familien, in denen solche Kinder aufwachsen, nicht in der Lage sind 50 € zu zahlen.
    # 06. Juni 2006 - 12:00 Uhr

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