Semesterticket 71,50Nur mal, um die Entwicklung der Semesterbeiträge über auch nur die letzten 9 Jahre aufzuzeigen, die haben sich in diesem Zeitraum bereits mehr als verdoppelt. Dazu kommen bereits jetzt schon Gebühren ab mindestens 500 € pro Semester, wenn das Studienguthaben erschöpft ist (sog. "Langzeitstudenten"). Und ab dem kommenden Wintersemester solls in Hessen dann eben Studiengebühren für alle geben. Und ja, es soll auch Leute geben, die zwar ihr Studium beendet und einen Job haben, die das aber dennoch für falsch halten. Und da bin ich nicht der einzige. Für einige Geldverdiener scheint das kaum vorstellbar, wenn man sich so manch dümmliche Polarisierung der letzten Tage anhört. Bildung wird zur Ware, und das vornehmliche "Qualitäts"-Kriterium eines Studiums wird die Geschwindigkeit, in der man durchkommt. Ein neuer "Bildungsbegriff" - wenn man das noch so nennen kann - hält damit Einzug.
Semesterbeitrag für die Studentenschaft 7,41
Semesterbeitrag für das Studentenwerk 60,89
Verwaltungskostenbeitrag 50,00
Gesamtbetrag ohne individuelle Gebühren nach §3 StuGuG (Studienguthaben erschöpft) 189,80
Semesterbeiträge an der Uni Gießen
14. Mai 2006 - 16:42 Uhr - Moe
Die Semesterbeiträge an der Uni Gießen, die man bei jeder Rückmeldung bezahlen muss, betrugen im Jahr 1997 schlappe 171,50 DM. Für das kommende Semester werden - und das ist ja bislang noch ohne die geplanten Studiengebühren - 189,80 € erhoben:
6 Kommentare:
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Semesterticket ist ja wohl ein Bonus, so billig fährt niemand anderes.
Der Studentenbeitrag finaziert u.a. Verpflegung (essen ab 1,20€) versicherung usw, fliesst also über umwege auch wieder in die tach der studenten.
PS ich studiere selber (und zahle noch mehr)
das hat mich gerade kramen lasse,
1985 habe ich in Frankfurt 60 DM bezahlt.
10 Jahre später waren es 80 DM
Wo es mich regelmäßig erwischt hat, das waren die Säumnisgebühren. Etwa 20-25 DM, nun ja, ich und Rückmeldetermine. :-(
Ich habe Anfang der 80er in Berlin schon gegen Unigebühren demonstriert, damals ging ich noch zur Schule. Aber es war schlichtweg schon damals so, dass fast jede/r StudentIn nebenbei jobben musste, um sein/ihr Studium zu finanzieren. Bildungsabbau hat in Deutschland seit Kohl Tradition. Das scheint den Wenigsten bewusst zu sein. Lieber zeigt man auf die Langzeitstudenten. Dabei brauchen die meist nur so lange, weil sie 1. jobben und 2. nicht immer gleich in das Seminar kommen, wo sie Scheine brauchen. Aber das wird gerne ausgeblendet, passt ja nicht ins Bild.
Ich denke, es reicht wirklich. Bildung ist ein Menschenrecht für jeden!!!.
Liebe Grüße
Claudia Troßmann
aus anderen Gründen Fan von Corts ;-)
PS: Das Protestblog und Uebergebuehr.de sind bei http://www.odenwald-bisz.de verlinkt. Das ist neben regelmäßigen Einträgen zum Studentenprotest das Mindeste an Solidarität, was ich tun kann. Nur nicht aufgeben und ordentlich Sand im Getriebe sein. Wie sagte heute jemand zu mir: "Mehr Frankreich in Feutschland.." :-))