Seminarrausschmiss: In Brandenburg illegal?

30. Oktober 2005 - 00:06 Uhr - Moe
Auch an der Uni Gießen werden zu diesem Semesterbeginn wieder StudentInnen aus überfüllten Seminaren rausgeworfen oder rausgelost. Ob man dies als ordnungsgemäss immatrikulierte(r) StudentIn einfach so hinnehmen muss, scheint mehr als fraglich. Bei der Demokratischen Linken kann man dazu nachlesen:
Der AStA der Uni Potsdam hat ein Gutachten anfertigen lassen, dass sich dem leidigen Thema der TeilnehmerInnenbeschränkungen in und Rausschmissen aus Seminaren annimmt. Das eindeutige Ergebnis: Einfach so raus schmeißen geht nicht. Der Begrenzung der Teilnehmerzahl stehen eindeutigen rechtliche Hürden im Weg und die Teilnahme an Seminaren kann nicht allein mit Hinweisen in Vorlesungsverzeichnissen oder Ankündigungen vor überfüllten Seminarräumen durchgesetzt werden. Obwohl das Gutachten von der Rechtslage in Brandenburg ausgeht, ist anzunehmen, dass die Schlüsse, zu der es kommt, auch in Hessen gelten können
Weiterlesen.

Das komplette Gutachten steht auch als PDF zum Download zur Verfügung:
http://www.stud.uni-potsdam.de/~vefa/gutachten.pdf

4 Kommentare:

  1. DarkMoonWolf schrieb:
    Das ja echt dreist, da lob ich mir doch mal meine kleine gemütliche Uni (Lübeck), da gibts zwar "nur" Informatik & Medizin als Hauptstudienrichtungen, aber nur die Chemie Vorlesung soll überfüllt sein am Anfang des ersten Semesters, dann sitzen halt ein paar auf den Gängen.
    # 30. Oktober 2005 - 09:08 Uhr
  2. René schrieb:
    Interessant. Wäre ich dieses Semester in bestimmte Seminare nicht reingekommen, hätte ich auf jeden Fall vorm Verwaltungsgericht geklagt. Entweder, um mir einen Platz in den Seminaren zu geben oder mein "Studienguthaben" zu streichen.

    Aber mal was anderes. Wer Idiot hat denn dieses PDF zusammengestellt? Sehr clever statt echtem Text nur Bitmaps zu verwenden.
    # 30. Oktober 2005 - 17:04 Uhr
  3. Hendrik schrieb:
    Das liegt wohl daran, dass es gescannte Fax-Seiten sind.
    # 30. Oktober 2005 - 21:59 Uhr
  4. Kossatsch schrieb:
    Weit unangenehmer als das Rauslosen ist die "kalte Tour": wenn der Dozent die erfolgreiche Abgabe der (unverschämt schweren oder umfangreichen) Aufgabe A zur Bedingung macht, nächste Woche wiederzukommen oder wenn er verkündet, nur wer ein Referat mache, der bekomme einen Schein. Letztere Vorgehensweise führt häufig zu tumultartigen Szenen bei der Vergabe, die der Dozent erst richtig auskostet, wenn er breit grinsend erklärt, dass er absolut kein Interesse an Ko-Referaten habe.

    Uni-Alltag eben...
    # 02. November 2005 - 08:08 Uhr

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