'Demokratie-Ranking'

22. September 2005 - 11:20 Uhr - Moe
djo weist auf das Demokratie-Ranking des Mehr Demokratie e.V. hin:
Wieviel Bürgerbeteiligung und Transparenz wollen die Parteien? Mehr Demokratie hat die voraussichtlich im nächsten Bundestag vertretenen Parteien zu vier Themen befragt:
+ Bundesweite Volksabstimmung
+ Referendum zur EU-Verfassung
+ Informationsfreiheitsgesetz
+ Veröffentlichungspflicht für Nebeneinkünfte von Abgeordneten

Weil Wahlversprechen nicht unbedingt gehalten werden, hat Mehr Demokratie auch das Abstimmungsverhalten während der letzten zwei Wahlperioden im Bundestag unter die Lupe genommen.

Das Ergebnis: Siegerin ist die Linkspartei, dicht gefolgt von den Grünen. FDP und SPD teilen sich Rang 3. Die Union landet abgeschlagen auf dem letzten Platz.

7 Kommentare:

  1. virtualreview schrieb:
    Schon wieder ein Ranking

    Pünktlich zum deutschen Wahlkampfendspurt taucht ein "Demokratie-Ranking" der Parteien auf, das aufgrund einer Studie erstellt wurde. CDU/CSU auf der untersten Stufe. Etwas Wahres daran?

    http://www.virtualreview.ch...
    # 22. September 2005 - 16:25 Uhr
  2. fellow passenger schrieb:
    Demokratie in ihrer Idealform ist eine Utopie, wie der Kommunismus. Die praktische Umsetzung ist jeweils an dieses Ideal angelehnt. Beim Kommunismus spricht man von Sozialismus, bei der Demokratie lieber gar nicht darüber. Wenn überhaupt unterscheidet man die ideale Basisdemokratie und das Modell der Volksvertretung, wie es in der Praxis üblich ist. Letzeres ist sinnvoll, weil ein wenig Sachverstand in der Politik notwendig ist. Andererseits eröffnet diese Konstruktion viele Möglichkeiten des Mißbrauchs, was der Idee der Demokratie zuwider läuft. Meiner Ansicht nach, ist das weniger eine Schwäche des Modells, als vielmehr ein Fehler in den Rahmenbedingungen. Für erheblich mehr Demokratie würden bereits marginale Änderungen dieser Bedingungen sorgen. Zufällig habe ich vor etwa 24 Stunden einen <a href="http://www.fellowpassenger....">kurzen Vorschlag</a> erarbeitet, der sich mit einer Schwierigkeit auseinandersetzt, die gemeinhin als "Nebeneinkünfte von Abgeordneten" bezeichnet wird. Ich lehne diesen Begriff ab, weil er die Verhältnisse verzerrt darstellt. Wenn ein Mitarbeiter eines gigantischen Energiekonzerns die Interessen seines Arbeitgebers als Abgeordneter wahrnimmt, wäre es ausgesprochen naiv sein Gehalt als Nebeneinkunft zu betiteln.
    # 23. September 2005 - 02:54 Uhr
  3. fellow passenger schrieb:
    Verzeihung, Herr Moe,

    da habe ich nicht aufgepasst und den Link gewohnheitsmäßig in HTML verfasst. Vielleicht, wenn es Ihre Zeit zulässt, können Sie das Kuddelmuddel was ich unachtsamerweise hinterlassen habe nach Ihrem Ermessen bereinigen.
    # 23. September 2005 - 03:06 Uhr
  4. Balle schrieb:
    Das Ranking dürfte niemanden erschrecken.
    Aber danke für den Hinweis auf den Verein. Der ist mal echt unterstützenswert! :)
    # 24. September 2005 - 10:55 Uhr
  5. Moe schrieb:
    @fellow passenger: Na immerhin funktioniert der Link ja. Ich kann Kommentare hier nur löschen, aber nicht editieren. Also lass ich es einfach so.
    # 24. September 2005 - 12:01 Uhr
  6. Michael schrieb:
    So richtig überraschend ist das Ergebnis eigentlich nicht. Meine persönliche Meinung geht dahin, dass es lohneswert wäre die untersuchten Themen mit dem Föderalismusthema gemeinsam zu behandeln. Denn letztlich verhindern diese überkommenen Strukturen auch den Fortschritt der Demokratie in der Gesellschaft.
    # 24. September 2005 - 12:44 Uhr
  7. Anne schrieb:
    Demokratie-Ranking ist an sich eine gute Idee, aber man fragt sich eben, wieviel Wahrheit steckt dahinter? Und was bringt uns das, angesichts der wachsenden Macht der großen Konzerne?
    Auf jeden Fall ist es ein Weg in die richtige Richtung...
    # 27. September 2005 - 12:24 Uhr

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