Die Deutsche Umwelthilfe und die IAA

15. September 2005 - 13:36 Uhr - Moe
Da es ja morgen zu BMW auf die IAA geht, lese ich mich gerade etwas ein:

Bundesgeschäftsführer Jürgen Reschvoo von der Deutschen Umwelthilfe e.V. äussert sich in der Märkischen Allgemeinen wie folgt: "Sieben der zehn spritfressendsten Autos auf dem US-Markt sind inzwischen aus deutscher Produktion", so Resch. Gleichzeitig taucht in der Umwelt-Autoliste des Verkehrsclubs Deutschland unter den zehn umweltfreundlichsten Autos nur noch ein in Deutschland gebauter Wagen auf, der Opel Corsa Eco, während an der Spitze unangefochten der mit Hybridtechnik - einer Kombination aus Benzin- und Elektromotor - arbeitende Toyota Prius steht.
Thomas Gigold schreibt im IAA-Blog zum Thema "Hybridmotor": Während also Audi und Porsche einmal ankündigen Ihre SUV-Edelkarossen irgendwann ab 2008 oder 2010 mit Hybridantrieb beim Händler zu parken rennen Toyota und Honda schon einmal voraus. Während BMW und Mercedes derzeit nur herumstottern ob und wann ein Modell vielleich als Hybrid beim Händler stehen wird, haben die japanischen Hersteller bereits rund eine halbe Million Hybrid-Wagen verkauft.
Auf der Website der DUH findet man dann folgenden Boykottaufruf: Berlin, 12.09.2005: Die Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH) fordert die Vorstände von DaimlerChrysler, Volkswagen, Porsche und BMW ultimativ auf, ihre Klage gegen das kalifornische Klimaschutzgesetz noch während der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt zurückzuziehen. Andernfalls werde die DUH mit "kreativen Aktionen" potenzielle Autokäufer auf diesen Skandal hinweisen und empfehlen, auf einen Kauf von Fahrzeugen dieser Marken zu verzichten, bis die Hersteller ihren Widerstand gegen das Inkrafttreten des Klimaschutzgesetzes AB 1493 aufgeben.

Der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger will den Ausstoß von Klimagasen drastisch reduzieren. Zum 1. Januar 2006 soll hierzu ein von Demokraten wie Republikanern unterstütztes Gesetz in Kalifornien in Kraft treten, gegen das US-Präsident Bush und die amerikanische Automobil- und Ölindustrie erbittert ankämpfen. Mit diesem Gesetz sollen ab 2009 Höchstwerte für den Spritverbrauch eingeführt werden, die fortan von Jahr zu gesenkt werden. Ähnliche Regelungen haben bereits China und Japan beschlossen.
Von diesem Vorgang habe ich bislang gar nix mitbekommen, kann da jemand was zu sagen? Was bedeutet dies für den Umweltschutz in Deutschland einerseits, und für deutsche Automobilhersteller andererseits?

1 Kommentar:

  1. mkorsakov schrieb:
    Die Financial Times Deutschland schreibt in einem (kostenpflichtigen) 'Leitartikel' (was mir eher nur wie'n Kommentar vorkommt), dass sich die deutschen Autobauer, da die japanischen technisch Jahre voraus seien, lieber »den nächsten Technologietrend besser nicht verschlafen« sollen. Ebenfalls wird konstatiert, dass dem Hybridauto »im Wirklichkeitstest dasselbe traurige Schicksal wie dem Drei-Liter-Auto« drohe.
    (Kostenpflichtige Adresse des Artikels: http://ftd.de/me/cm/22172.html)
    # 16. September 2005 - 09:44 Uhr

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