Dass man die Gebühren nach seinem Studium alle wieder reinholen würde ist einfach unwahr. Bislang kenne ich nur Pädagogen die mit mir studiert haben, mit Bestnoten fertig geworden sind, und dann arbeitslos wurden oder sich mit Gelegenheitsjobs durchschlagen. Nur ist es ja nicht so, dass die finanzielle Situation an den Hochschulen nicht bereits seit Jahren ziemlich desolat wäre und man aus überfüllten Seminaren rausfliegt, oder aber sich mit 100 Leuten in den Seminarraum quetscht.
Ich hoffe mal, jetzt ist der Gipfel des konservativen Populismus erreicht. Oder sollte man nicht vielleicht Studiengebühren erhöhen und Universitäten kürzen, um damit auch Renten zu zahlen, oder vielleicht den Waffenhandel der Bundesrepublik zu subventionieren?
Der schulpolitische Sprecher Robert Heinemann schockierte Studenten jetzt mit einem beherzten Vorstoß: "Langfristig muss ein Teil der Gelder vom Universitäts- in den vorschulischen Bereich umgesteuert werden", sagte der 31-Jährige in der "Hamburger Morgenpost", "es kann nicht richtig sein, dass der Kindergarten mehr kostet als der Besuch einer Universität."Weiterlesen bei Spiegel Online: Studenten sollen für Kindergärten blechen
Also klappert Heinemann vernehmlich mit der Heckenschere und fordert, die städtischen Ausgaben für Hochschulen einzufrieren, damit das Geld an Kindergärten und Vorschulen gehen kann. Für die Unis kein Problem, findet Heinemann - sie könnten ja einfach die Studiengebühren erhöhen und sich also das Geld von den Studenten holen.
