Wahlen in Gedern

12. Juli 2005 - 11:08 Uhr - Moe
Am Wochenende war ich unter anderem im schönen Gedern, am Rande des Vogelsbergs. Das politische Spektrum fand ich höchst interessant: Zur Bügermeisterwahl traten vier KandidatInnen an, davon waren alle bis auf einen parteilos. Der gehörte der NPD an und bekam dann auch prompt 4,4% der Stimmen. Auf den Spitzenkandidaten hingegen sollen sich CDU und SPD zusammen geeinigt und ihn parteilos ins Rennen geschickt haben, da man ihre Vertreter eh nicht wählen würde. In den Wahlergebnissen hat man dann die Angaben zur Parteizugehörigkeit lieber gleich unterschlagen. Ich frage mich inwieweit derartige Vorgänge auf dem Lande normal sind.

3 Kommentare:

  1. Jörg schrieb:
    Normal. Schon immer. Kommunalwahlen sind Persönlichkeits-Wahlen - besonders in so kleinen Gemeinden wie Gedern. Ist auch gut so. Eigentlich gehört Parteipolitik nicht in den Gemeinderat. Hier bei uns kann man bei Bürgermeisterwahlen als Wahlvorschlg einer Partei antreten oder als unabhängiger Kandidat. Wird in Hessen ähnlich sein. Wenn die Kandidaten nicht als Wahlvorschlag einer Partei angetreten sind, dann hat das Parteikürzel auch nichts auf der Ergebnisliste zu suchen. Im übrigen. Jeder Einwohner in Gedern kennt sicher die Farbe des Parteibuchs der Kandidaten.
    # 13. Juli 2005 - 14:36 Uhr
  2. Bechtold Klaus schrieb:
    Hallo guten Zag, ich komme aus Gedern und kann Jörg nur in allen Punkten Recht geben, hier haben die Parteien sich bewußt mit eigenen Kandidaten zurück gehalten. wobei es anfänglich darum ging die Wiederwahl des noch amtierenden Bürgermeisters zu verhindern.

    Gruß

    Klaus Bechtold
    # 15. Juli 2005 - 11:07 Uhr
  3. Daniel Lachmann schrieb:
    Ich finde es sehr schade, dass nicht alle Kandidaten ihr wahres Gesicht gezeigt haben und unter Ihrem Parteinamen angetreten sind.
    Nur der NPD Kandidat hatte den Mut dazu.
    Dies sollte man ihm hoch anrechnen.
    Wenn er ebenfalls unter Parteilos kandidiert hätte und nicht unter NPD, dann hätte er sicher mehr als 4,4% gerreicht.
    Aber man sollte bedenken, nicht der Parteiname zählt, sondern er sollte sich für das einsetzen das er im Wahlkampf versprochen hat.

    Daniel Lachann, Bürger für Meinungsfreiheit
    # 22. Juli 2005 - 15:55 Uhr

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