Kritische Wissenschaft, Emanzipation und die Entwicklung der Hochschulen

19. Juni 2005 - 13:01 Uhr - Moe
Kongress zu Reproduktionsbedingungen und Perspektiven kritischer Theorie:
Mit dem Einsetzen der neoliberalen Hochschulreform werden die Arbeitsbedingungen kritischer Wissenschaft an den Hochschulen erheblich erschwert, wenn nicht gar zerstört. [...]
Reaktionäre Wissenschafts- und Personalpolitik wird auch durch Hochschulstrukturmaßnahmen wie bspw. die Streichung gesellschaftswissenschaftlicher Fakultäten und Studiengänge, durch Personalpolitik, durch finanzielle Einschnürung der freien Forschung, durch die Überlastung der WissenschaftlerInnen mit Verwaltungsaufgaben, die wissenschaftliches Arbeiten verhindern, oder durch Leistungsdruck vollzogen. [...] Die zunehmend marktförmige Ausrichtung der Hochschulen bedroht die kritischen Wissenschaften wie ihre Möglichkeiten, demokratisierend und kritisch auf die Gesellschaft einzuwirken.
Mit dem Kongress werden folgende Ziele verfolgt:
  • Eine Einschätzung der Auswirkungen der neoliberalen Hochschulreform auf kritische Theorie und Wissenschaft;
  • eine Bestandsaufnahme der Orte kritischer Theoriebildung außerhalb der Hochschulen;
  • eine Diskussion darüber, wie die Verdrängung kritischer Theorie und Wissenschaft aus den Hochschulen verhindert und durch außerhochschulische Reproduktion kritischer Wissenschaft entgegengetreten werden kann;
  • eine Vernetzung von AkteurInnen aus verschiedenen Bereichen der Produktion kritischer Theorie;
  • ein Anstoß zur weiteren Diskussion über die Perspektiven kritischen Wissens in der neuen Phase des Kapitalismus.
1.-3. Juli 2005, Uni Frankfurt. www.kongress-kritische-wissenschaft.de

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