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29. Mai 2005 - 12:10 Uhr - Moe
Wenn ich tausende von Regeln und/oder Rechnungs-Androhungen unter meine Kommentare schreiben müsste, oder aber täglich Kommentare löschen würde da sie mir inhaltlich nicht passen, oder immer wieder einzelne Beiträge mit deaktivierten Kommentaren veröffentlichen oder aber diese später schließen müsste, dann würde ich über kurz oder lang die Kommentare endgültig abschalten. Denn anders wärs eher so stumpfe Effekthascherei und das Unvermögen, überhaupt noch auf irgendeine vernünftige Art und Weise in Blogs kommunizieren zu können oder wollen. Aber ich nehme an die BloggerInnen die das tun haben da auch andere Interessen als Kommunikation.
Latürnich kann das jeder selbst entscheiden. Aber wenn ich ein Blog sehe, welches immer wieder erhaltene Kommentare löscht, einfach weil sie inhaltlich nicht passen, dann bleibt da eben nicht viel mehr als die Selbstinszenierung der AutorInnen. Das Blog als Bühne der Selbstdarstellung für Rampensäue?

10 Kommentare:

  1. Michael schrieb:
    Wo definiert man die Grenze? Jemand, der einfach nur einen blöden Kommentar schreibt *und* der inhaltlich gar nicht zum Artikel passt, womöglich auch noch anonym (also: kurz vor Spam), muss bei mir schon mit Löschung rechnen. Alles andere lasse ich durchgehen.

    Dagegen nützt aber auch ein Regelwerk nicht, weil es von Personen, die sowas abgeben, nicht gelesen wird. Die Person kontaktieren geht in der Regel auch nicht. Im Gegenteil, die legen es eher darauf an.
    # 29. Mai 2005 - 12:45 Uhr
  2. zenzizenzizenzic schrieb:
    Ich bin der Meinung, wenn man generell Kommentare erlaubt, sollte man nichts löschen außer Spam und doppelte Kommentare.
    Falls Kommentare Links oder Aufforderungen enthalten, durch die der Blogbetreiber sich strafbar machen würde, wenn er sie stehen läßt, darf man diese natürlich entfernen bzw. die zu beanstandenden Teile löschen mit dem Hinweis, daß man etwas geändert hat. Aber ich denke, dies kommt eh sehr selten vor.
    Warum sollte man aber Kommentare für einen Eintrag deaktivieren, selbst wenn man feststellt, daß sich die Diskussion im Kreis dreht und keine neuen Aspekte dazukommen? Zum einem gibt es bei wenigen Blogs Diskussionen, die sich über hunderte von Kommentaren erstrecken und zum anderen sind bei diesen wenigen Blogs die Diskussionen eh nach ein bis zwei Wochen beendet, dann wird sowieso die nächste Sau durchs Dorf getrieben.

    Persönlich reagiere ich seit einiger Zeit allergisch auf alle Zensurbestrebungen. Und wer Kommentare löscht, nur weil die dort vorgetragene Meinung nicht die eigene ist oder weil Kritik an der Sache geübt wird, der sollte die Kommentarfunktion ganz deaktivieren und am besten gar nicht erst anfangen zu bloggen.
    # 29. Mai 2005 - 20:46 Uhr
  3. Wolf schrieb:
    Ich halte eine Löschung von Kommentaren grundsätzlich für legitim, was m.E. absolut nichts mit Zensur zu tun hat (auch wenn dies, zugegeben, vordergründig widersprüchliche Aussagen sind). Aber eine Zensur begründet eine ständige! Unterdrückung einer bestimmten Meinung. Und das trifft in den blogs die ich kenne nicht zu. Aber warum soll man sich mit *Unverschämtheiten* o.ä. auseinandersetzten oder, noch schlimmer, darauf reagieren. Spams landen, wenn ich sie in meinen E-mails entdecke, ungelesen im Papierkorb; und diese Handlungsweise kann man nun wirklich nicht als Zensur bezeichnen.
    # 29. Mai 2005 - 22:54 Uhr
  4. zenzizenzizenzic schrieb:
    @wolf
    Klar gehören Spam-Kommentare gelöscht. Und wenn jemand nur "Dumme Sau" o.ä. schreibt, dann ist das in meinen Augen auch Spam. Manchmal kann der Ton in einer Diskussion je nach Thema schon etwas schärfer sein. Solange aber eine Auseinandersetzung mit dem Thema erkennbar ist, bin ich dafür, den Kommentar stehen zu lassen. Persönliche Beleidigungen kannst du dann ja aus dem Kommentartext löschen mit dem Hinweis, daß diese doch zukünftig unterbleiben sollen, wenn du denn so empfindlich bist. Ich finde, man sollte diese stehenlassen, um zu zeigen, wes Geistes Kind der Kommentator ist.
    Etwas ähnliches zum Thema Zensur/Löschen von Kommentaren ist mir vor kurzem hier ( http://www.nasobem.all.de/b... ) aufgefallen. Das Löschen von Kommentaren ist also auch eine gute Möglichkeit, überwiegende Zustimmung zu seinen Beiträgen vorzutäuschen.
    # 29. Mai 2005 - 23:33 Uhr
  5. Wolf schrieb:
    @ zenzizenzizenzic

    sorry, habe Dich offensichtlich falsch verstanden. Deine Meinung ist meine Meinung, wenn ich das mal so platt sagen darf.
    # 29. Mai 2005 - 23:54 Uhr
  6. Thomas schrieb:
    zum Kommentar von zenzizenzizenzic (29.05. - 23:33):

    Nicht dass der falsche Eindruck entsteht. Bei mir (http://www.nasobem.all.de/blog) ist es zu keiner Zensur von Kommentaren gekommen. Vielmehr ist aus dem Blog von Anke Gröner (http://www.ankegroener.de/) eine Diskussion (http://www.nasobem.all.de/b...) über Zensur durch die dortige Blog-Betreiberin rüber zu mir geschwappt.
    # 30. Mai 2005 - 07:20 Uhr
  7. Bloom schrieb:
    Ich gestehe, ich bin immer noch leicht fassungslos, ob der nahezu perfekt organisierten, für Unbeteiligte völlig unsichtbaren "Zensur" bei Frau Gröner. Mein Kommentar des Inhalts

    “Verehrte Frau Gröner, Sie enttäuschen nie. Nichts lag mir ferner als ihren Teppich zu bekotzen. Doch in meinem Alter lässt sich manchmal ein leichtes Sabbern kaum mehr vermeiden. Ich bitte das höflich zu entschuldigen.”

    stand zunächst in einer Warteschleife mit dem Hinweis "Anke muss diesen Beitrag erst noch freischalten". Für mich auf meinem Rechner einsehbar, später war das weg, mein Kommentar gelöscht. Kann man machen, muss man vielleicht nicht, Frau Gröner selbst hatte ja gelesen, was ich ihr sagen wollte.

    Doch da auch ein Kommentar eines "whitered" mit dessen Inhalt sich ein freigegebener Kommentierer namens "Papermoon" sehr ausführlich beschäftigte, offensichtlich im Nachhinein gelöscht wurde, dämmerte mir was im Blog von Frau Gröner abläuft, denn anschliessend erschienen noch einige "wohlwollende" Kommentare, dann schrieb Frau G. kommentieren sei nicht mehr möglich.

    Ich las dieses Blog seit knapp zwei Jahren (kommentarlos) und bewunderte u.a., wie es Frau Gröner scheinbar sehr gut gelang eine geneigte Leserschaft heranzuziehen. Auf welche Art und Weise das geschieht, ist mir erst durch diesen Vorfall bewusst geworden, obwohl ich schon auch bei anderen Lifestylebloggern sah, dass sich auf den jeweiligen Beitrag eingehende, jedoch mißliebige Kommentare gelöscht wurden.

    Nicht dass Kommentare gelöscht werden, sondern die Art und Weise wie das geschieht, völlig geräuschlos, unauffällig organisiert, lässt nicht nur das Blog von Frau Gröner sondern auch viele andere scheinbar aufrechte Blogger einem ganz anderen Licht erscheinen.

    Mir lag es eigentlich fern, das alles öffentlich zu machen. Als ich jedoch den zweifelnden Beitrag von Thomas Schewe zum Wahrheitsgehalt von Blogs sah, wurde mir bewusst, wie viele Leser offensichtlich dem schönen Schein vertrauen, konnte nicht widerstehen und kommentierte in seinem Blog entsprechend.

    Denn es ist ja so, dass an der Oberfläche viele hehre Ideale gepflegt und verkündet werden, aber stets schön aus der Ferne. Passend dazu, den falschen Eindruck verstärkend, dienen die Kommentare anscheinend vor allem dem Zweck das Gewicht von Beiträgen zu verstärken, dem unbedarften Leser Diskussionen vorzugaukeln, die keine sind.

    Von der Frage Zensur einmal abgesehen, diskreditiert solches Verhalten nicht auch Blogger, die sich mit ihren Lesern in den Kommentaren herumstreiten und sich für eine solche Gartenlaubenidylle zu schade sind?
    # 30. Mai 2005 - 09:48 Uhr
  8. Sanníe schrieb:
    Zensur ist was Anderes.

    Interessant finde ich Ihre Anschuldigungen auch deshalb, weil sie sich alle darauf stützen, sie würden Frau Gröner seit Jahren lesen und sie würde mit den Mitteln ihres Berufes manipulieren.

    Und da liegt das Problem: Frau Gröner gibt eine Menge preis und ist darüber auch angreifbar. Vielleicht ist die Person nicht immer "logisch".

    Aber welche Absicht darf ich Ihnen eigentlich unterstellen? Ich kenne sie nicht, weiß nichts über Sie und Ihre Motivation, kann Ihre Empörung ganz schlecht einordnen.
    # 30. Mai 2005 - 11:59 Uhr
  9. Bloom schrieb:
    Meine Anschuldigungen wie Sie das zu nennen pflegen, Frau Sannie, stützen sich keineswegs darauf, dass ich Frau Gröner jahrelang lese und sie deswegen für mich angreifbar ist. Das geht aus allen meinen Beiträgen klar hervor.

    Wenn Sie schreiben, ich würde Frau Gröner unterstellen, mit den Mitteln ihres Berufs zu manipulieren, dann frage ich Sie, ob Frau Gröner auch ihren google-Rang und die Krebserkrankung einer nahen Verwandten oder einer Freundin zusammen in einem Beitrag untergebracht hätte, selbst wenn es einen Zusammenhang gegeben hätte. Und von Frau Gröner abgesehen, das hätte ich bei jedem anderen als genauso abstrus und absonderlich empfunden.

    Würden Sie meine Beiträge, auf die Sie ja antworten, auch lesen, wüssten Sie um meine Absicht. Aber ich wiederhole das gerne. Ich konnte nicht widerstehen, im Weblog von Thomas Schewe, der seinen Beitrag bei Frau Gröner trackbackte, und meinen ersten Kommentar komplett zitierte, eine Ergänzung anzufügen und meine Meinung zum Verfahren von Frau Gröner kundzutun.

    Ohne diesen Trackback wäre das ganze alleine bei mir geblieben. Ich musste Frau Gröner nicht dringend öffentlich am Zeug flicken. Aber dass nun zwei, drei Leute mehr wissen, was die "Diskussionen" bei ihr in Wirklichkeit sind, kann ebenfalls nicht schaden. Ebensowenig die Tatsache, dass der eine oder andere Berichte in Weblogs nun nicht mehr sofort unkritisch für wahr.
    # 30. Mai 2005 - 12:39 Uhr
  10. Anke schrieb:
    Wie sagte Moe im Eintrag so schön selbst: „Latürnich kann das jeder selbst entscheiden.“

    Genau.
    # 30. Mai 2005 - 14:40 Uhr

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