Demo gegen Dresdensia-Rugia in Gießen (28. Mai)

15. Mai 2005 - 11:34 Uhr - Moe
Am 28. Mai findet eine Demonstration gegen die Burschenschaft Dresdensia-Rugia in Gießen statt. Diese ist aufgrund ihrer Nähe zur sächsischen NPD des öfteren mal in den Nachrichten und wird/wurde vom Verfassungssschutz beobachtet.

Die Demo beginnt am 28. Mai um 13 Uhr vorm Hiroshima-Platz (das ist vorm Kaufhof, ehemals Horten).

Aufrufende Gruppen: AntiFa R4 Giessen, Gruppe Dissident Marburg, Demokratische Linke Giessen.
Unterstützer: Autonome AntiFa f/Frankfurt, FAU Giessen, AStA der JLU Giessen, AntiFa Wetterau, Infoladen Giessen, Antifa Landau.

Weitere Infos bei antifa.de.

10 Kommentare:

  1. mikel schrieb:
    Sind wir wirklich schon wieder so weit? Diesen Burschen traute ich noch nie.

    Ich arbeite in Weinheim / Bergstrasse. Dort gibt es eine Burg, die erst 1921 fertig wurde. Von Burschenschaftlern erbaut, finanziert meine ich. Jedes Jahr zu Christi Himmelfahrt ist dort Kampfsaufen und die alten Herren geben ihre Seilschaften weiter. Ich ordenete sie immer weit rechts an, aber sooo weit?

    Das macht ihr gut mit der Demo.

    mikel ( ist froh, dass er zu alt ist um im Regen demonstrieren zu müssen lol)
    # 15. Mai 2005 - 22:31 Uhr
  2. Tim schrieb:
    Ich würde gerne mit demonstrieren, aber wenn ich schon "autonom" bei einer der Unterstützergruppen lese, wird mir ganz anders. Auch die anderen Gruppierungen sind eher nicht in der Lage, die Massen auf die Straße zu bringen, die eine Demo gegen rechte Burschis verdient hätte. Viele werden eher schauen, dass sie zu der Uhrzeit nicht in der Nähe der Demonstrationsroute sind ...
    # 16. Mai 2005 - 19:02 Uhr
  3. Stefan schrieb:
    Mikel, da gibt es bei euch eine Burschenschaft, die auf einer Burg zu Himmelfahrt säuft. In einer völlig anderen Stadt gibt es eine völlig andere Burschenschaft, die der NPD nahesteht und vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Das sind deine Infos. Daraus schließt du, daß auch die Himmelfahrtssäufer "sooo weit" rechts sind. Wie platt kann man denken?
    Mann. Ich bin gegen Rechtsradikalismus in jeder Form. Aber diese dümmliche die-sind-ja-alle-so-Gleichsetzerei verstellt den Blick auf die wirklichen Täter und läßt sie in einer beliebigen anonymen Menge untertauchen.
    # 16. Mai 2005 - 23:18 Uhr
  4. XX schrieb:
    Hallo zusammen,
    alles ganz nette Kommentare die Ihr da abgebt und gegen eine Demo ist dann auch nichts zu sagen, wirklich auf keinen Fall.
    Was mich allerdings dann etwas stört, wenn Verbindungshäuser, egal welcher Verbindung mit Farbbomben beworfen werden müssen.
    Grüße,
    ein nicht rechter "Burschi" in einer politisch neutralen Burschenschaft
    # 28. Mai 2005 - 10:30 Uhr
  5. Moe schrieb:
    "Politisch neutral", heisst das es geht lediglich ums Saufen oder lediglich um konservative Traditionen?
    Die Farbbeutel sind erst der Anfang, IMHO.
    # 28. Mai 2005 - 10:53 Uhr
  6. Bjoern schrieb:
    Lieber Mikel,
    in Weinheim treffen sich aber keine Burschenschafter, sondern Corps. Ein himmelweiter Unterschied
    # 28. Mai 2005 - 13:02 Uhr
  7. Moe schrieb:
    Fotos und einen Bericht von der Demo hab ich hier gefunden:
    http://de.indymedia.org/200...
    # 29. Mai 2005 - 13:23 Uhr
  8. Johannes Yong Kyu Vogel schrieb:
    (Fortsetzung)
    Übrigens, Pflege von konservativen Traditionen würde "Moe" auch nichts schaden. Denn mit Farbbeuteln Sachbeschädigung betreiben zu wollen, bei Verbindungen, über die er keinerlei Informationen verfügt, oder gar die Drohung schlimmere Dinge zu tun, ist eindeutig verblendet von linksradikaler Ideologie. Einer Ideologie die, wie die historische Erfahrung (kalter Krieg,ehem. UDSSR) zeigt, nicht besser sondern nur anders ist als die faschistische.
    Der Anstand, eine der wichtigsten "konservativen Traditionen", wären hier eher angebracht. Anstatt blindlings alle Korporationen pauschal zu Verurteilen und zu glauben Selbstjustiz ausüben zu müssen,was klar zeigt, wie hilflos, naiv und reaktionär diese Gedanken sind, sollte man lieber mal darüber nachdenken, zu was man aufruft.

    Wenn man sich überlegt, dass es ungefähr, 5.000 Korporationen in Deutschland gibt, und wie in einem Artikel von Jörg Schindler zu entnehmen ist 50 - 60 davon rechtsextrem sind, dann kommt man vielleicht auch darauf, dass die scheiß rechtsradikalen Bünde und Einflüsse wie ein kleiner, aber verdammt schwerer Klotz am Bein sind.
    Wenn dann noch die Linke ankommt mit "brennt die Verbindungshäuser nieder", dann sind wir wieder auf dem Stand der Nazi-Zeit (!), in der man Andersgläubige, Andersdenkende und Andersaussehende verfolgt, eingesperrt und getötet hat. Ebenso wie jedes "sozialistische" Staatssystem es tat und immer noch praktiziert (China), wie in jeder diktatorischen Staatsform, nenne sie sich kommunistisch, faschistisch oder sonst wie.

    Übrigens, falls es Euch vielleicht doch noch nicht aufgefallen ist (siehe Name), ich bin nicht original deutsch-stämmig, sondern in Südkorea geboren. Ich sehe also nicht aus wie ein "normaler" Deutscher, sondern asiatisch. Ich bin ebenfalls in einer Verbindung in Bayern, die politisch neutral ist. Sie ist auf jeden Fall nicht rechtsradikal, sonst würde ich ja 1. nicht Mitglied werden und 2. würde ich selbstverständlich nicht dazugehören.
    Diese Diffamierungen Seitens der Linken gehen mir trotz meiner eher linksliberalen und gemäßigten Einstellung eindeutig zu weit. Rechtsradikale kritisieren ist absolut notwendig, doch sollte man dabei bedenken, dass man mit Verallgemeinerungen nur den Zorn der unpolitischen Burschenschaften auf sich zieht und den vermeintlichen Gegner, die Rechtsradikalen fast schon außer acht lässt.

    Radikale, rechts und links, schaden der Gesellschaft, indem sie verblendet und unüberlegt auf Hetze setzt.

    Verbindungen im eigentlichen Sinn und Zweck(ohne Rechtsradikalität) sind eigentlich zur Erhaltung von lebenslangen Freundschaften über das Schul-,Studenten-,oder Vereinsleben hinaus da. Außerdem zur Erhaltung demokratischer Werte, Wahrung der Grundgesetze und Kommunikation der Generationen.
    # 27. Juni 2005 - 02:54 Uhr
  9. Moe schrieb:
    Hallo,
    leider ist Dein erster Kommentar verloren gegangen, denn ich habe ihn aus Versehen zusammen mit einer Menge Spam geloescht. :( Dafuer moechte ich mich entschuldigen! Das ist schon sehr aergerlich da Du Dir ganz schoen Muehe gemacht hast.

    Mit dem Satz "Die Farbbeutel sind erst der Anfang" heisse ich das uebrigens nicht notwendigerweise gut, ich denke nur, dass es die radikalen AntifaschistInnen nicht unbedingt dabei belassen werden. Das war uebrigens auch nicht auf Verbindungen allgemein, sondern auf die oben genannte bezogen. Denn der Punkt, dass ich persoenlich generell mit Verbindungen nix anfangen kann, ist dabei ja nun nicht unbedingt ausschlaggebend.
    # 28. Juni 2005 - 18:56 Uhr
  10. Expose schrieb:
    Hallo Leute,

    mich kann man definitiv nicht zur rechten Szene zuordnen, lasst mich nur eines sagen:

    DAS WAS IHR DA VERANSTALTET IST EINE HEXENJAGD. DIESE MENSCHEN HABEN EUCH NICHTS GETAN, WOHER BEZIEHT IHR EURE INFORMATIONEN? DER DA DRÜBEN HAT GESAGT DAS DER MEINTE?

    Oder ist es die Tatsache, dass bei Dresdensia EIN (in Zahlen 1) Mitglied ein NPD-Parteibuch hat?

    Art. 5 I GG normiert das Recht auf freie Meinungsäusserung. Euch autonomen steht es zu sagen was ihr auch immer wollt. Auf der anderen Seite verteufelt und verfolgt ihr eine Studentenverbindung auf Grund von Mutmaßungen und Spekulationen.
    Die einzige Instanz, die in der BRD über die Verfassungswidrigkeit entscheiden kann, ist das Bundesverfassungsgericht. Aber Ihr hetzt Menschen und stellt sie an den Pranger, weil sie (und das wisst ihr ja noch gar nicht sicher) anders denken.
    Vielleicht lasst ihr euch ein Symbol einfallen, das jeder von Dresdensia sich auf die Jacke nähen muss, damit man ihn besser erkennt. Gefährliche Entwicklung sag ich da nur, wenn die Menschenfalle jetzt LINKS steht. Applaus
    # 21. September 2005 - 10:22 Uhr

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