Männliche und weibliche Bezeichner in akademischen Arbeiten?

07. Mai 2005 - 15:03 Uhr - Moe
Ich schreibe hier gerade was für die Uni, und irgendwie stelle ich mir die Frage, wie ich das am besten mit den männlichen bzw. weiblichen Bezeichnern machen sollte. Ich glaube, bislang hab ich das meistens einfach irgendwie gemacht. Wenn nun die Begriffe im Text sehr oft auftauchen, fördert es nicht gerade den Lesefluß, jedesmal wieder von LernerInnen, KundInnen usw zu sprechen - oder ist das doch noch die beste Lösung?

Ziemlich oft liest man ja irgendwo aussschliesslich die männlichen Begriffe, und am Anfang der Arbeit steht dann, dass selbstverständlich auch Frauen damit gemeint seien. Nur ist das eine gute Lösung? Ok, sie ist pragmatisch, aber ich will eine Lösung die gut und pragmatisch zugleich ist.

Momentan denke ich darüber nach, immer nur die weibliche Form, als Kundinnen, Lernerinnen usw zu benutzen und dann am Anfang der Arbeit dazu zu schreiben, dass doch aber selbstverständlich auch Männer damit gemeint sind. :)

Eigentlich find ich die Idee ganz gut, aber ich bin mir nicht sicher ob das so der akademischen Hierarchie gerecht wird, falls ich es so abgeben würde. Wenn mans genau nimmt, müsste ich ja dann eigentlich dazu schreiben, dass ich mit den weiblichen Begriffen selbstverständlich ebenso nicht nur Männer, sondern auch Schwerbehinderte meine. Aber da ginge die Kritik dann wohl wirklich eine Spur zu weit. Und eigentlich gehts mir auch nicht darum hier Kritik zu üben, sondern ich will diese Frage nicht einfach nur ignorieren. Also was tun?

Update:
Freak hat mich im IRC auf folgende Wikipedia-Seiten hingewiesen: Sexus (Sprache), Binnen-I.

30 Kommentare:

  1. Alexander schrieb:
    Eine Lösung habe ich auch nicht, aber ein Experiment zum Ausprobieren. Ohne vorherige Diskussion über obiges Thema fordere man eine Gruppe auf, (a) einen Arzt, (b), einen Lehrer, (c) einen Außerirdischen zu zeichen. Die meisten sind damit beschäftigt, ihre schlechten Zeichenkünste zu entschuldigen, aber am Ende haben die Leute zumeist einen Arzt, einen Lehrer und einen Außerirdischen gezeichnet -- keine Ärztin, keine Lehrerin, nicht einmal eine weiblich anmutende Außerirdische. Das ist schon ziemlich fest verdrahtet.
    # 07. Mai 2005 - 15:16 Uhr
  2. fab1An schrieb:
    Das mit dem großen i mitten im Wort ist nach wie vor eine Zumutung. Ich würde auf die »pragmatische« aber vor allem auch etablierte Variante der »Leser«, »Lerner« und »Kunden« verwenden. Alternativ höchstens Leser und Leserinnen, Kunden und Kundinnen etc. aber dafür legt man sich dann am besten Tastenkürzel an oder füttert irgendeine Autocomplete-Funktion :)
    # 07. Mai 2005 - 15:35 Uhr
  3. banane schrieb:
    kennste das hier zu dem thema?
    http://quick-times.ch/4too/...
    # 07. Mai 2005 - 15:36 Uhr
  4. kiesow schrieb:
    > dass ich mit den weiblichen Begriffen selbstverständlich ebenso nicht nur Männer, sondern auch Schwerbehinderte meine

    also das liest sich ja schon irgendwie etwas seltsam. oder meinst du geschlechtsneutrale schwerbehinderte?
    # 07. Mai 2005 - 15:53 Uhr
  5. Rochus schrieb:
    ich halte allein weibliche formen für nicht die schlechteste variante, mit der entsprechenden notiz am anfang der arbeit, wie von dir vorgeschlagen. damit wird dann auch einmal deutlich, wie sehr unsere wahrnehmung auf grammatisch maskuline formen geeicht ist.

    ein problem bekommt man dann, wenn man einen text schreibt, in dem man frauen und männer jeweils getrennt meint, dann muß man sich eine andere form überlegen.

    persönlich finde ich auch das große i kein problem - beim lesen jedenfalls weniger als beim sprechen.
    # 07. Mai 2005 - 15:53 Uhr
  6. Christian schrieb:
    ... aus eigener Erfahrung beim Schreiben eines Protokolls fuer eine Behörde vor ein paar Jahren:
    Nur die männliche Form geht problemlos durch.
    Nur die männliche Form mit Vorbemerkung, dass natürlich auch die Frauen gemeint... geht problemlos durch.
    Nur die weibliche Form mit Vorbemerkung, dass natürlich auch die Männer gemeint ... gibt einen Riesenskandal. Aufstand, Revolution, Provokation, was soll das? Ihr könnt doch die Männer nicht einfach ausschliessen usw.
    Sehr bemerkenswert.
    Das ganze übrigens im pädagogischen Umfeld, wo man anderes vermutet hätte.

    Letztens dann im Werber-Umfeld gleiches erlebt: Wir haben doch im deutschen da eine Form für: Leser, Teilnehmer usw. Die steh doch für beide Geschlechter, was wollt ihr eigentlich.
    Tja.
    # 07. Mai 2005 - 16:08 Uhr
  7. Marco schrieb:
    Keine Antwort, nur zwei Hinweise:

    1.) Preussler, Annabell (2004): Über die Notwendigkeit des (geschlechter)gerechten Ausdrucks. In: MaDOnna. Zeitschrift der Gleichstellungsbeauftragten der Universität Dortmund. http://bt-mac2.fernuni-hage...

    2.) Hellinger, Marlis; Bierbach, Christine (1993): Eine Sprache für beide Geschlechter. Richtlinien für einen nicht-sexistischen Sprachgebrauch. UNSESCO. Bonn. http://www.unesco.de/pdf/ei...
    # 07. Mai 2005 - 16:22 Uhr
  8. elien schrieb:
    An meinem Fachbereich wird in vielen Schriftstücken nur die weibliche Form benutzt. Das nervt mich. Nicht weil ich mich diskriminiert fühle, sondern weil die weibliche Form (a) meist länger ist und (b) die Lese- und Sprachgewohnheiten meines bisherigen Lebens auf den Kopf stellen. Bei weiblichen Formen habe ich Probleme diese auf beide Geschlechter zu beziehen, bei der männlichen Form geschieht dies automatisch. Immer beide Formen zu verwenden nervt übrigens noch mehr. Deswegen mein Vorschlag: sollte die 'Gleichberechtigung' nicht Thema der Arbeit sein, ist die männliche Form, für den Leser am besten verständlich. Ein entsprechender Hinweis, dass beide Geschlechter gemeint sind, kann am Anfang nie verkehrt sein =)
    # 07. Mai 2005 - 16:23 Uhr
  9. Moe schrieb:
    @Alexander: Ich nehme mal an, das passiert am meisten bei Berufsfeldern, welche von Männern dominiert sind..?

    @kiesow: Das meinte ich so: http://www.google.de/search...
    Das sieht man nicht nur an Unis sehr oft in der einen oder anderen Formulierung.

    @banane: Dass da noch jemand an "den gesunden Menschenverstand" glaubt ist ein beachtlicher Irrtum. ;)
    Also mal abgesehen vom konstruktivistischen Einfluss von Sprache auf die Art und Weise, wie wir unsere (Wahrnehmung der) Welt konstruieren.

    @fab1an: Immer beide Formen mit einem "und" zu nennen scheint mir eigentlich ziemlich "richtig" zu sein, dient aber auch nicht gerade dem Lesefluss.

    @Rochus, Christian: Ich sympathsiere momentan am meisten damit, ausschliesslich die weibliche Form zu benutzen. Die KommilitonInnen mit denen ich darübergesprochen habe fanden das aber ausnahmslos eher mal panne, daher bin ich verunsichert und weiss es wirklich noch nicht.

    Vielleicht nehme ich auch durchgehend die männliche Form und schreibe ne Seite auf der ich das Problem expliziere? Immerhin gehts ja auch um Zertifizierung in einem akademischen System (welches bekanntermassen ebenso von männlichen Profs und Mitarbeitern dominiert wird).

    @Marco: Many thx, ich werd jetzt mal in Annabells Artikel reinschauen.

    @elien: >bei der männlichen Form geschieht dies automatisch.
    Genau darum gehts! Sollte das so sein?
    # 07. Mai 2005 - 16:26 Uhr
  10. Roland schrieb:
    Ich finde das bemühte Suchen nach der passenden weiblichen Form nervend, denn es lenkt mitunter vom eigentlichen Thema. Das Beste, was ich in der Richtung mal gesehen hab, war eine Pressemitteilung, in der von "Mitgliederinnen und Mitgliedern" die Rede war. Und Mitglied ist nun definitiv Neutrum. In Ansprachen etc. finde ich es eine Form der Höflichkeit, Frauen und Männer anzusprechen, wobei nach alter Schule die Frauen zuerst dran kommen. Bei allem anderen halte ich das verkrampfte Verwenden von weiblicher und männlicher Form - oder gar dem Binnen-I - für überflüssig.
    # 07. Mai 2005 - 16:49 Uhr
  11. Annabell schrieb:
    Oh, ich werde schon zitiert ;-)
    Eine andere Möglichkeit ist noch, beide Begriffe mehr oder weniger abwechselnd zu nehmen, aber am Anfang darauf hinzuweisen, aus welchen Gründen du das machst.
    Die fairste Schreibweise (beides auszuschreiben) ist leider auch die unleserlichste. Ich finde das große I nicht so schlecht.
    Vielleicht geht auch viel mit passiven Umschreibungen (wie die Studierenden, statt die Studenten bzw. Studentinnen und Studenten).

    @Roland: nein, das Weglassen finde ich nicht gut. Auch, wenn viele es abstreiten, das Fehlen dieser Formen schließt Frauen aus. So wird oft gar nicht an eine Frau gedacht, wenn irgendwo "der Lehrer" steht (von beiden Geschlechtern). Das ist sogar mal wissenschaftlich nachgewiesen worden. Und was Mitglieder angeht: Ja, das ist Neutrum und da gebe ich dir recht - neutrale Formen feminisieren zu wollen ist Quatsch. Es heißt ja auch nicht Kindinnen oder Kinderinnen.
    # 07. Mai 2005 - 17:59 Uhr
  12. Roland schrieb:
    Annabell: Wobei es einen Unterschied macht, ob da steht "der Lehrer" oder "die Lehrer" (Mehrzahl). Wenn es sich um eine Lehrerin handelt, es es Quatsch, von dem Lehrer zu sprechen. Insofern bin ich keineswegs dafür, die weibliche Form schlichtweg zu ignorieren, aber sofern es sich um die Mehrzahl handelt, ist sie in meinen Augen nicht unbedingt erforderlich. Wenn es zum Beispiel heißt, dass "die Bürger mehr Steuern zahlen müssen" oder "alle Teilnehmer am Wettbewerb einen Pokal erhalten", sind Frauen meinem Sprachempfinden nach nicht ausgegrenzt.
    # 07. Mai 2005 - 18:34 Uhr
  13. Perun schrieb:
    Eure Sorgen möchte ich haben ;-)

    ups, dat war ja politisch unkorrekt:

    "Eure SorgInnen möchte ich haben"
    oder wäre es richtig
    "Eure Sorgen und Sorginnen möchte ich haben"?
    # 07. Mai 2005 - 19:40 Uhr
  14. Jens schrieb:
    Wenn Du etwas für die Uni schreibst, solltest Du Dich an die offizielle deutsche Rechtschreibung halten und in der Form schreiben, die von vielen zu unrecht als männliche Form bezeichnet wird.
    # 07. Mai 2005 - 20:08 Uhr
  15. mikel schrieb:
    Dies ist wirklich ein nerviges Theam, weil es eben tatsächlich immer noch den Nerv trifft. Ich bin gespannt, wie Du Dich entscheidest. Ratschläge für das unversitäre Umfeld kann ich leider nicht mehr erteilen, aber diese Diskussion hier hat mich angeregt analog dem "Streit" um die Geschlechtlichkeit von Weblogs zugunsten von DAS Blog in meinem experimentellen literarischen Umfeld einen Text zu versuchen, der bewußt das sächliche Pronomen "das" benutzt, wenn ein "männliches" Pronomen für beide Geschlechter gelten soll. Wäre einen Versuch wert. Also : Das Lehrer benutzt seine Hand, nicht um ...
    oder: Das Räuber erwartet eine Strafe von mindestens 500 Pronomen..oder so.
    # 07. Mai 2005 - 21:26 Uhr
  16. don schrieb:
    ich habe keine zeit, mir um sowas gedanken zu machen, ich muss jetzt nämlich dringend nach england. ich will dort dagegen protestieren, dass tiere nicht "he" oder "she", sondern einfach "it" sind, obwohl es sich um lebewesen handelt..

    mal ganz im ernst. diese "nicht sexistische" schreibweise, die heute fast überall benutzt wird, stellt für mich die spitze des gutmenschentums dar. es gibt ein biologisches und ein grammatikalisches geschlecht, und wer damit nicht klar kommt, kann mir mal an DIE EICHEL fassen, oder DIE GESCHÄFTSLEITUNG informieren.
    # 07. Mai 2005 - 21:43 Uhr
  17. Alexander schrieb:
    @Moe: Dass bei männlichen Bezeichnungen nur dann an Männer gedacht wird, wenn es um von Männern dominierte Berufe geht, sollen die bei dem Experiment gewählten Berufe ja widerlegen. Bei Ärzten mag das so sein, bei Lehrern schon deutlich weniger -- und bei Außerirdischen? ;-)

    Ich mag Annabells erste Alternative (Hin- und Hergewechsel) ganz gern und hab die auch schon bei Fallbeispielen praktiziert. Aber wenn nun alle gemeint sind, wird es schnell krampfig.
    # 07. Mai 2005 - 22:24 Uhr
  18. Georg schrieb:
    Es ist doch lediglich eine Definitionsfrage, auf was sich die männliche Variante bezieht - auf den Mann oder den Menschen.
    Wenn in den USA ein Satz lautet: "Where no man has gone before", so bezieht sich dieses "man" auf Mensch. Wer definiert bei uns bei den männlichen Varianten, dass es der Mann ist?
    Soviel ich weiß, entstand diese Frage im Zuge des Feminismus in Deutschland der 1970er Jahre - mit Verlaub, objektiv war damals sehr wenig. Also, ich für meinen Teil beziehe alles auf den Menschen. Der Kunde Mensch usw.
    # 08. Mai 2005 - 08:41 Uhr
  19. Georg schrieb:
    Nachtrag ;-)
    Anders ist es natürlich bei Berufsbezeichnungen: Frau Professorin statt Frau Professor, Kauffrau statt Kaufmann (war noch bis in den 1980er Jahren nur der Kaufmann)...
    # 08. Mai 2005 - 08:44 Uhr
  20. Tino schrieb:
    Ähhm .. sind denn Schwerbehinderte nicht weiblich oder männlich?
    # 08. Mai 2005 - 16:42 Uhr
  21. Tim schrieb:
    Mit Meta-Diskussionen dieser Art haben schon die 68er die Weltrevolution versiebt. Solange emanzipierte Männer sich den Kopf darüber zerbrechen, ob sie -innen, -Innen oder doch besser das Neutrum schreiben, haben die hirnlosen Machos dieser Welt weiter gut lachen - und deine Kommilitoninnen greifen sich zu recht an den Kopf, lieber Moe!
    # 09. Mai 2005 - 02:58 Uhr
  22. martin schrieb:
    Ich für meinen Teil finde schon allein den "pragmatischen" Hinweis affig. Wem soll denn damit geholfen sein?
    # 09. Mai 2005 - 09:51 Uhr
  23. praschl schrieb:
    gut gefallen hat mir vor einigen monaten ein amerikanisches fahrrad-trainings-buch (nichts akademisches, zugegeben), in dem das he und das she eher zwanglos abwechselten (nicht manisch, nicht einmal "er", einmal "sie", sondern unerwartbarer). das war ganz organisch & gab einem dennoch zu denken über die üblichen werkseinstellungen & man akzeptierte es beim lesen sofort, weil es die sätze nicht länger machte und ohne worterfindungen auskam. aber im deutschen ist das vermutlich viel schwieriger, alleine der substantive wegen.
    # 09. Mai 2005 - 10:24 Uhr
  24. Pepino schrieb:
    Ich schlage vor, Du setzt überall einen Platzhalter ein und der sicherlich nicht unintelligente Leser (oder auch die sich nun vielleicht diskriminiert fühlende Leserin, die mich gerne sonstwo lecken darf) darf sich bei jedem Platzhalter denken, was immer er (oder die inzwischen vermutlich nicht leckende sie) sich gerade denken mag. Wie wäre es denn z.B. mit einem *es* ?

    Quasi Platzhalter gegen die grammatikalische Geschlechter-Diskriminierung! ;-)
    # 11. Mai 2005 - 13:21 Uhr
  25. Arne schrieb:
    Ich kann don nur zustimmen. Nehmt Euch die Zeit, den von banane oben verlinkten Artikel durchzulesen, dann solltet Ihr mit dem Thema abgeschlossen haben (selbst die lieben Mitmenschinnen *würg*).
    MFG
    # 17. Mai 2005 - 01:30 Uhr
  26. mikel schrieb:
    hab ich gerade im Lockbuch geschrieben:
    Eine Frage der Artikel

    Also gut, wenn sich der deutsche Bundestag im Schillerjahr darauf einigt die Verfassung so zu ändern, dass man sich selbst auflösen kann, DANN werde ich vielleicht doch wählen gehen. Wenn aber das Gekaspere wie bei dem Kohl losgeht mit dem getürkten Misstrauensvotum, einem eindeutigen Verfassungsbruch, dann können sie mich mal gernhaben. Um meinen guten Willen zu Beweisen wollte ich hier auf ein sprachliches Problem hinweissen. Gesetzten Fall der deutsche Bundestag würde eine Frau wählen, ja was sit sie dann? Ich meine vielleicht Ute Vogt oder Frau Roth oder so. Gott schütze uns vor Frau Merkel, also was wäre sie dann? Kanzler oder Kanzlerin? Ich meine im Artikel 63 steht eindeutig 1) Der Bundeskanzler wird auf Vorschlag des Bundespräsidenten vom Bundestage ohne Aussprache gewählt. Also, wie werden wir damit umgehen, wenn Ute Vogt na ja halt Kanzler wird. DAS wäre endlich eine Aufgabe für den deutschen Sprachrat. Ganz unabhänig von dem Wahlkram. Wie gehen wir mit den Artiklen um. Der die das, wenn sowohl männliche als auch weibliche Personen (der Mensch, die Person, ich winde mich jetzt bereits) gemeint sein können. Das Bundeskanzler klingt einfach zu doof. Ich bin dafür einfach ein -in anzuhängen, wenn denn das Amt oder so weiblich besetzt ist und es im Plural beim männlichen Artikel zu belassen, rein vom Sprachgefühl her und aber per Definition von einem geschlechtsneutralen pluralistsichem Artikel DER zu sprechen. Klingt das blöd? Aber mir fällt wirklich nichts besseres ein. Sorry. Gerade fällt mir auch ein, dass die Franzosen wohl le Blog sagen.Moe.
    # 23. Mai 2005 - 13:13 Uhr
  27. Markus schrieb:
    Hi Moe,
    spät, aber hier noch, wie ich das gelöst habe:

    "Aus Gründen der semantischen Vereinfachung und um den Lesefluss nicht
    unangemessen zu stören, wurde auf die Doppelung männl./weibl. bei Substantiven verzichtet."

    Gruß,
    Markus
    # 09. Juni 2005 - 13:04 Uhr
  28. Andreas schrieb:
    Es gibt in den Wirtschaftswissenschaften ein Standardwerk, in dem oder besser in seiner Übersetzung grundsätzlich nur die weibliche Form verwendet wird.

    Hal R. Varian
    Grundzüge der Mikroökonomie
    5. Auflage, R. Oldenbourg Verlag München 2001

    aus dem Amerikanischen von Prof. Dr. Reiner Buchegger

    ist wohl doch nicht so unüblich. Nervt aber ungemeint.

    Grüße Andreas
    # 20. Juli 2005 - 23:15 Uhr
  29. Prof. Dr. Karl Heinz Petersen schrieb:
    Ich bin dafür, dass zu den Doppelnennungen noch einige andere Änderungen an der Sprache gemacht werden:

    - Alle Doppelnennung sollen in immer abwechselnder Ordnung
    genannt werden. Einmal also z.B. "Kundinnen und Kunden",
    beim zweiten mal z.B. "Leser und Leserinnen"

    - zu Krankenschwester, Putzfrau, Klofrau, Müllmann, Eismann,
    Gasmann, etc. wird jeweils auch die andere Form gebildet.

    - Hebamme wird zu "Hebamminnen und Hebammen"

    Schönen Tag noch.
    # 31. Januar 2006 - 00:05 Uhr
  30. Christian schrieb:
    Im amerikanischen sind einige neue Berufe immer weiblich.
    Vom "evaluator" wird in wissenschaftlichen Publikationen immer mit "she" gesprochen.

    Das ist doch mal was.
    # 20. März 2006 - 14:00 Uhr

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