Journalisten sollten doch eigentlich leise und bescheidene Individuen sein, Leute, die zuhören können», sagt Auletta. «Stattdessen kann man Vertreter unseres Berufs vermehrt im Fernsehen dabei beobachten, wie sie subjektive Ansichten verbreiten und sich in vermeintlichem Expertentum ergehen., soll Ken Auletta, Reporter beim Wochenmagazin "New Yorker" gesagt haben.
Die Netzeitung berichtet, daß nur noch ein Drittel der Amerikaner dem Irrglauben anhängt, daß (etablierte) Medien korrekt über Fakten berichten würde. Immerhin glauben 38% nach wie vor, daß Reporter tatsächlich objektiv und unbeeinflusst von eigenen Ansichten berichten. Und anscheinend gibts nun Leute, die glauben daß dieser Effekt etwas mit Weblogs zu tun hätte?
Mir scheint es weniger so, daß Weblogs da nun einen Einfluß auf Journalismus hätten. Höchstens in dem Sinne, daß mehr Menschen merken wie einfach es ist etwas aufzuschreiben und zu kommunizieren, ohne daß es dadurch wahrer wird. Allerdings scheint einiges an Sensations-Fernsehen durchaus einen Einfluss auf Weblogs zu haben. Wenn ein Skandal nach dem anderen aufgedeckt oder gleich selbst produziert wird, um die "Macht von Weblogs" zu nutzen und es dabei gar nicht mehr um die eigentlichen Inhalte (so es mal welche gab) dabei geht, dann hat sich die Sache ziemlich verselbstständigt.
