
Oliver Keßler hat im Gießener Anzeiger einen kurzen Kommentar über die Überwachungskamera in Gießen geschrieben, und er nimmt mir das Wort aus dem Munde: Wissen Sie, was ich mich seit ein paar Tagen frage? Ich überlege mir, wen oder was die Überwachungskamera am Marktplatz überwacht, solange die Bauarbeiter den Asphalt vor dem Café Rühl durchpflügen. Dass sie eine Berechtigung hat, dort zu stehen, scheint offensichtlich. Wird das SOS der bürgerlichen Koalition zugrunde gelegt, scheinen alle drei Punkte auf dem Marktplatz nicht zwingend erfüllt. Wenn ich sehe, wie die Bagger die mächtigen Rüttelmaschinen an Ketten hin- und herschwenken, wird mir selbst ganz schwindelig. Also: Sicherheit ist fraglich. Wenn ich sehe, wie sich der Asphaltmüll übereinander türmt, sieht es selbst in dem Zimmer meines zwölfjährigen Sohnes sauberer und ordentlicher aus. Also: Ordnung und Sauberkeit können ebenfalls in Frage gestellt werden. Folglich muss die Kamera bleiben.
Am besten gefällt mir ja der Schluß zu dem er dann noch kommt, da ich mir das auch schon öfters überlegt habe. Den kann man hier nachlesen: Gießener Anzeiger: Guten Morgen Gießen.
