VDI nachrichten, "die große Info-Plattform für Ingenieure", wartet mit einem Artikel über Kommentar-Spams in Weblogs auf: "Spam erreicht nun auch Online-Tagebücher".
Der Schockwellenreiter erzählt nochmal nochmal von den Kommentar-Spams für hurra.de (ich berichtete): Jörg Kantel beschwert sich außerdem regelmäßig per E-Mail bei den in den Kommentarspams Beworbenen wie Neckermann oder Technidirect. Teilweise mit Erfolg: Die Firma Technidirect reagierte auf Kantels Beschwerde und fand heraus, dass der von ihm beauftragte "Suchmaschinenoptimierer" Hurra Communications die Kommentarspams in einer Woche etwa vier- bis fünfmal beim Schockwellenreiter abgesetzt hatte - ohne dies abgesprochen zu haben. Daraufhin kündigte Technidirekt die Zusammenarbeit mit dem Stuttgarter Unternehmen. Hurra Communications gab dazu keinen Kommentar.
Doch dann kommt der "Suchmaschinenoptimierer Thomas Bindl" ins Spiel. Und der ist, wie wir unlängst lesen konnten, ein bekennender Suchmaschinenspammer. Da hat man sich ja feine Gesellschaft ausgesucht. Der eklärt uns dann, warum Captchas nichts taugen (hatten wir schon), und im restlichen Artikel stehen dubiöse Mißverständnisse über die Funktion von PageRank & Co, und das Google in der Lage sei, eine Kommentar-Seite als solche zu erkennen. Welch ein Unsinn. Google mag einiges am PageRank-Verfahren geändert haben, aber davon, daß es die Inhalte "versteht", sind wir noch meilenweit entfernt.
Seltsam, ist man doch eigentlich sonst sehr gute Artikel von Christiane Schulzki-Haddouti gewohnt. [via Moving Target]
Die große Info-Plattform für Ingenieure berichtet über "Online-Tagebuch" Spam
14. Januar 2005 - 12:19 Uhr - Moe9 Kommentare:
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Ein paar echte Adressen von den Fritzen und ich würde mich mal gerne revanchieren für den Mist!
Welcher vulgäre Ausdruck? Ich kenne kein Wort, dass der niederträchtigen Lebensform Spammer auch nur einigermaßen gerecht wird.
> niederträchtigen Lebensform Spammer
> auch nur einigermaßen gerecht wird.
es gibt aber eine ebenbürtige lebensform:
volksvertreter
Im übrigen wundert mich so ein Artikel in den VDI Nachrichten, deren Zielgruppe in erster Linie Ingenieure sind, die mit bloggen imho nicht viel am Hut haben.
Falsch ist das sicher nicht. Ich fand es nur interessant, dass neben den integren Bloggern Kantel und Köhntopp dann eben Herr Bindl als "Suchmaschinenoptimierer" ins Feld geführt wird.
Schreibt der gute Mann doch selbst in seinem Blog, er sei ein Suchmaschinenspammer, und schwadroniert über den vermeintlichen Sinn seiner Viagra-Links in Google:
http://tinyurl.com/5x6ty
Soweit mir bekannt ist, distanzieren sich seriöse SEOs energisch von solchen Praktiken. Deswegen fand ich das insfoern lustig, da ich auf Herrn Bindl erst vor wenigen Tagen durch sein Blog-Posting, in welchem er sich zum Spammer bekennt, überhaupt aufmerksam wurde.
Und prompt lese ich einen Artikel, in dem er als "Experte der Bloggerszene für Suchmaschinenoptimierung" (ich übertreibe) ins Feld gefürt wird.
Das war schon alles ;-)
Dieses völlige Ignorieren dieser Leute, was hier ja indirekt gefordert wird, hielte ich für falsch, weil wirklichkeitsverzerrend.
Es gilt zunächst einmal zwischen sauberen SEO Maßnahmen und kurzfristigen Maßnahmen zu unterscheiden.
Bei den sauberen Maßnahmen werden Seiten insofern für Suchmaschinen optimiert, da man sie spiderbar macht und innerhalb der Guidelines der Suchmaschinen (http://www.google.com/webma...) arbeitet. Dies ist definitiv der Bereich, der mein Alltagsgeschäft darstellt.
Bei den unsauberen, kurzfristigen Maßnahmen (Suchmaschinen-Spamming) gibt es verschiedenste Ansatzpunkte, die alle in die selbe Kategorie fallen, jedoch völlig anders ausgeführt werden.
Suchmaschinen sehen es als Suchmaschinen-SPAM an wenn ich eine Linknetzwerk betreibe. Dies ist zum Beispiel dann der Fall wenn ich 10 Webseiten betreibe und diese untereinander verlinke. Inwieiweit dies Suchmaschinen-SPAM ist, wenn man es mit Blog/Guestbook/Referer-Spamming vergleicht kann glaube ich jeder selbst beurteilen. Aber genau diese Differenzierung wurde bei der Diskussion, die ich losgetreten habe, nie gemacht.
Ich weiß von Leuten aus der "dunklen Seite" der Branche, die sich selbst "Button Pusher" nennen, wie deren Vorgehen ist und was der Stand der Technik ist. Ich glaube auch, dass Blog-Spamming alles andere als erfreulich ist und arbeite mit Leuten aus der Community zusammen (zB Jeremy Zawodny) um dieses Problem in den Griff zu kriegen und Leute, die keine Kommentar wollen zu verschonen.
Ich fand es auch erstaunlich zu welchen Mitteln gegriffen wird wenn SPAM-Gegner mit einem vermeintlichen Feind konfrontiert werden. Das Ergebniss kann man hier bewundern: http://www.thomasbindl.com/...
Und ich glaube, dass man bei Suchmaschinen-Spamming genau unterscheiden sollte und das war der Grundgedanke meines Postings, schade nur, dass ihn kaum jemand verstanden hat.