SixApart kauft LiveJournal

06. Januar 2005 - 11:52 Uhr - Moe
Gestern war es noch ein Gerücht in meinem Linkdump, aber heute bestätigt es sich: Six Apart, die Macher von MovableType, haben Livejournal gekauft.
LiveJournal ist sehr gross, die meisten User dort sind weiblich, 18 Jahre alt, Kalifornierin und führen ihren Journals im Stil eines Tagebuchs (wenig bis gar keine Links, hohe persönliche Bezüge) und weniger im Stil eines "klassischen" Weblogs.
Dies fällt meines Erachtens nach zwar unter die weite Definition von "Personal Publishing" (einfaches Publizieren im Netz ohne redaktionelle Kontrolle), nicht aber unter "Blogging" in einem - zugegebenermassen - normativen, metaphorischen Sinne. Dort würde ich als Kriterium Bezüge zum Netz in Form von Hyperlinks einsortieren.

4 Kommentare:

  1. Thomas Fruetel schrieb:
    Der letzte Punkt scheint gerade der Punkt zu sein, der die Plattform für Six Apart interessant macht. So schreibt Brad Fitzpatrick von Livejournal:

    We have experience with making "inward-facing" community sites, whereas their sites/products tend to be "outward-facing". They want some of that inward-facing action.

    Quelle: http://www.livejournal.com/...
    # 06. Januar 2005 - 13:42 Uhr
  2. Jim schrieb:
    "[...], die meisten User dort sind weiblich, 18 Jahre alt, Kalifornierin und führen ihren Journals im Stil eines Tagebuchs!"

    Blond auch noch? Cool.
    # 06. Januar 2005 - 18:49 Uhr
  3. nico schrieb:
    Steht 'Bloggen' nicht für 'ein Weblog führen' und definiert sich daher über die Publikationsform statt über die Inhalte?
    # 07. Januar 2005 - 16:14 Uhr
  4. Moe schrieb:
    Das habe ich etwas schlampig formuliert: Der Begriff kann sowohl über Publikationsform als auch über Inhalte definiert werden. Dies führt zu verschiedenen Bedeutungen, deswegen schrieb ich auch das letztere eher normativ bzw metaphorisch ist.
    Ich denke, man trifft in Diskussion oft beide Sichtweise an, ohne dass diese expliziert werden.

    Wenn man hingegen Bloggen über die Publikationsform definiert, so kommt man in die Bredoiulle, nicht mehr Online-Diarys von Weblogs differenzieren zu können. Das muss man natürlich auch nicht, doch haben beide nicht so sehr viel gemeinsam.

    Letztendlich hängt es davon ab, wovon man gerade spricht. Also ob man sich eben Auswirkungen der Form oder des Inhalts ansieht, nehme ich an.
    # 07. Januar 2005 - 16:37 Uhr

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