RSS-Kopierer sind Verbrecher. Und Star-Blogger die Musikindustrie?
Hart aber gerecht
04. Januar 2005 - 10:31 Uhr - Moe16 Kommentare:
Kommentare werden moderiert und vor der Veröffentlichung manuell geprüft.
Kommentare werden moderiert und vor der Veröffentlichung manuell geprüft.
Aber wo kämen wir hin, wenn A mir alle Kopien mit dem Hinweis auf Urheberrecht und so verbietet, während B sich Kopien von meinen Sachen zur kommerziellen Weiterverwertung erlaubt? Wer A sagt, sollte auch B sagen dürfen.
Sonst landen wir irgendwann wirklich an einer Stelle, an der wir Urheberrecht und Patente bis zum letzten reproduzieren. Wie die grossen.
Wenn man ein paar Blogs liest, merkt man das meist aber recht schnell.
schreib denen doch ne rechnung für jeden abruf des feeds.
Eine geniale Idee RSS-Feeds mittels Imap auf jedes beliebige Mailprogramm zu schicken.
Wer nicht möchte, dass sein Zeug gelesen wird, der sollte es besser nicht Veröffentlichen und vorallem nicht mit RSS-Feeds ausstatten.
Newsreader kosten (mit wenigen Ausnahmen) nunmal Geld, dafür lässt sich IzyNews eben auch bezahlen - so what? Darf man IT&W und SWR nicht mit kommerziellen Newsreadern lesen? Nicht das ich bereit wäre für die Dienste von Izynews zu zahlen, aber ich sehe das Problem nicht.
Die RSS-Mails, die ich mir testhalber habe schicken lassen, sahen auch nicht anders aus, als bei bloglines oder in NetNewsWire.
Die verkaufen keine Newfeeds, sondern einen Dienstezugang, zu bereits veröffentlichten Newsfeed mittels Imap.
@jan
Ohne Inhalte auch kein:
google
NetNewsWire
bloglines
shrook
Limewire...
Wer würde behaupten, dass Limewire Musik verkauft, nur weil die sich ihre Pro Version versilbern lassen?
MfG
quox
Die Aufgabe von IzyNews besteht darin, die Funktion eines RSS-Readers in einem beliebigen eMail-Programmen abzubilden, ganz unabhängig von spezifischen Inhalten. Der Mehrwert für den Anwender liegt in der Umsetzung des RSS-Formates in eine lesbare Form, in der Verwaltung der Abonnements und in der Verwendung der gewohnten (eMail-) Umgebung.
Im Ergebnis steht IzyNews also in einer Reihe mit einschlägigen Online- und Offline- Leseprogrammen für RSS-Dateien, ob kommerziell oder auch nicht.
Darüberhinaus dient unser Verzeichnis -wie andere Suchmaschinen und RSS-Verzeichnisse auch- lediglich der Orientierung und vereinfachten Abwicklung.
Als Anbieter einer RSS-Datei gestatten Sie wahrscheinlich Ihren Lesern, die Datei in beliebigen, auch kommerziell vertriebenen RSS-Reader-Programmen oder Online-Diensten zu betrachten. Analog wäre es auch, einem ungeliebten Anbieter eines Webbrowsers das Anzeigen bestimmter HTML-Seiten zu verbieten. Insofern würden wir uns freuen, wenn Sie und wir ohne Sonderregeln für IzyNews auskommen könnten.
Ich hoffe, damit etwas zur Klärung beigetragen zu haben. Über ein Antwort würde ich mich freuen.
Mit freundlichen Grüßen,
Ulrich Schwanitz
für IzyNews http://izynews.de
Leider leider drängt sich tatsächlich der Vergleich mit der Musikindustrie auf, die ja auch solange ruhig ist, wie jemand, im konkreten Fall der potentielle Kunde, sich in ihrem Sinne verhält, im konkreten Fall CDs kauft. Umgemünzt auf die Blogger heisst das: sie sagen solange nix wie ihre Webseiten und RSS-Feeds auf den von ihnen diktierten Vertriebswegen genutzt werden. Kommt jemand daher und tut einen weiteren Vertriebsweg auf, verdient vielleicht sogar Geld damit, dann ist der Aufschrei groß und es wird absolut kopflos gehandelt. Konkret: die Musikindustrie überzieht ihre potentiellen Kunden mit technischen Blockaderien und Prozessen. Und die Blogger handeln ähnlich: sie fangen jetzt auch an mit rechtlichen Schritten. Genau wie die Musikindustrie wird ein neuer möglicher Vertriebsweg für Content völlig ausser Acht gelassen.
Zusammengefasst handeln jetzt also viele Blogger genau so, wie sie es an Anderen immer verteufeln - das ist zumindest mein Eindruck. Das Ganze stinkt nach Doppelmoral im übelsten Sinne. Klar, den Feind mit den eigenen Waffen schlagen tut gut und ist schön demütigend für ihn.
Sollte mein RSS-Feed jedenfalls in der izynews-Liste auftauchen, so sehe ich das eher als (für mich) kostenlose Publicity an denn als Grund für rechtliches Gezicke.