Castor tötet eben doch...

10. November 2004 - 10:48 Uhr - Moe
Da verstirbt ein Demonstrant bei den Castor-Transporten weil er vom Zug überfahren und ihm die Beine abgetrennt werden - und manche Blogger-Kollegen versuchen witzig zu sein: Wenn man sich auf Bahngleise legt, muss man damit rechnen, dass einem ein Zug über den großen Zeh fährt! Das habe ich mit 3 Jahren gelernt. Aber die grünen Öko-Terroristen scheinen in einer anderen Welt zu leben.
Er sollte posthum auf Schmerzensgeld verklagt werden. Für das Leid, dass er dem Zugführer zugefügt hat.
[via Signal77]

Nach einer unruhigen Nacht um 6:15 aufgewacht mit der Reportage über den jungen Herren aus Frankreich, der dachte das er gefunden wird oder das der Zug hält. Er hat selber Schuld ... manchmal... haben Züge Räder - der Zugführer tut mir leid - der Tote nicht. [via dichter und denker]

da kann also dieser demonstrant noch sehr froh sein, dass es nicht kurz "spladder" gemacht hat, sondern er sogar noch seinen vollen körpereinsatz begutachten konnte, den er für einen guten zweck geleistet hat. das er am ende gestorben ist - das ist vielleicht wirklich nicht so toll. aber andererseits hätte man es ihm dann auch nicht gewünscht, dass er als krüppel seinen neffen später mal erzählen muss, dass es nicht am rauchen lag und auch nicht an einem heißen ritt auf einem schnellen motorrad, sondern an einer demo. ich mein - sowas will man seinem neffen doch wirklich nicht erzählen. [via 030 Berlin]

Auch in der Politik findet sich in der gewohnten Ecke bereitwillig ein Fürsprecher für deartigen Zynismus: "Soll man deswegen jetzt Staatstrauer ausrufen?", kommentiert Andreas Schumann, Sprecher des sächsischen Innenministers Horst Rasch (CDU) [via FnlStrw.]

Abgesehen davon finde ich folgendes bedenkenswert: Also da ist man anscheinend der Meinung, wer vom Atommüll-Transport überrollt wird, sei doch selber Schuld. Es ist also für manche Leute ernsthaft und wahrhaftig normal, dass ein Zug mit radioaktivem Gefahrengut einfach über ein Hindernis auf den Schienen drüber fährt? Was da dann im Weg steht, ist eben selbst Schuld, oder wie? Abgesehen davon: Wer einen radioaktiv beladenen Zug mit 100 Sachen in eine Kurve fahren lässt, riskiert unweigerlich, wasauchimmer hinter der nächsten Kurve steht zu rammen. Da könnte genausogut eine Vorrichtung die den Zug entgleisen lässt, eine Bombe oder ein Tanklaster stehen, aber egal, dann fährt der Zug eben da drauf, oder wie stellt Ihr Euch das vor?
Dass der Zug anscheinend weder durch den normalerweise voranfliegenden Helikopter noch durch die üblichen Hundertschaften gesichert war als er den Demonstranten überfuhr, scheint auch keinen zu interessieren. "Selbst schuld" ist eben viel einfacher. Und diejenigen, die tagtäglich eifrig an der fortschreitenden Individualisierung unserer Gesellschaft arbeiten, lachen sich dabei ins Fäustchen.

29 Kommentare:

  1. banane schrieb:
    nein, es ist nicht normal, dass atommüll mit dem zug durch die gegend gekarrt wird, überhaupt ist es nicht normal, dass es atommüll überhaupt gibt.
    aber wenn er schon transportiert werden muss, was ist dann besser? straße, schiene oder flugzeug?
    dass sich jemand auf die gleise legt, aus welchem grund auch immer, ist aber genausowenig normal.
    und dass da auf allen seiten etwas schief gelaufen ist, das sollte auch nicht normal sein.
    wer ist schuld?
    alle zusammen, das unternehmen, welches offensichtlich diverse vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen oder verletzt hat genauso, wie die demonstranten, die sich wissentlich in lebensgefahr begeben.
    wo waren denn die anderen, die sich noch rechtzeitig losmachen konnten?
    # 10. November 2004 - 11:04 Uhr
  2. mas schrieb:
    Jepp, Moe. Hier muß ich voll unterschreiben. Daß sich Demonstranten auf die Gleise oder auf die Straße setzen, gehört bei solchen Events absolut dazu, egal ob man den Transport und die dazu passenden Gegenaktionen nun gut findet oder nicht. Wer da mit einer solchen Geschwindigkeit auf die Blockierer zurast, muß wissen, daß diese nicht wirklich damit rechnen, überrollt zu werden.

    Ich habe als erstes gedacht, "mein lieber Freund, die Franzosen haben echt kein Problem, über Leichen zu gehen." Wenn eine Mülltüte auf den Gleisen gelegen wäre, wäre der Zug stehengeblieben. Könnte ja eine Bombe drin sein. Aber wenn man einen Linksalternativen dran glauben läßt, kann man damit wenigstens mal klarmachen, wie man mit solchen Querulanten umzugehen pflegt.
    # 10. November 2004 - 11:21 Uhr
  3. René schrieb:
    "Also da ist man anscheinend der Meinung, wer vom Atommüll-Transport überrollt wird, sei doch selber Schuld."
    Wenn ich vom Main Tower springe ist natürlich auch der Hausmeister des Gebäudes Schuld und nicht ich?
    "Selbst Schuld" ist in diesem Fall völlig korrekt. Und der Getötete ein Kandidat für den Darwin-Award.
    # 10. November 2004 - 11:25 Uhr
  4. KnoedelDealer schrieb:
    Und wenn man gegen den Flughafen-Ausbau ist, sich auf die Landebahn setzt und von nem Flugzeug überrollt wird ist _natürlich_ auch der Pilot schuld!
    # 10. November 2004 - 12:13 Uhr
  5. Andi schrieb:
    Bewegt sich der Main Tower auf dich zu, bzw. steigt mit hundert Sachen in die Luft?
    Und, richtig mas, sollte doch hinlänglich Bekannt sein, dass der eigentlich schon 'etwas' teure Castortransport noch etwas teurer gemacht wird, weil dort immer protestierende Leute versuchen auf sich und die Situation aufmerksam zu machen.
    Ob der Zugfahrer jetzt eine (Allein-) Schuld trägt, bzw. wie groß die ist, das ist was ganz anderes... Der Zug war zu schnell und 'unbewacht', das ist Fakt. Das Verhalten des Demonstranten hätte Konsequenzen gehabt, klar, aber nicht den Tod, keinesfalls...
    # 10. November 2004 - 12:18 Uhr
  6. René schrieb:
    Wenn sich jemand an ein Bahngleis kettet, muss man davon ausgehen dass er vorhat sich umzubringen. Anders kann man das nicht erklären. Auf Bahngleisen fahren Züge. Übrigens nicht nur Castortransporte. Wenn du dich auf die Autobahn legst um gegen die Nutzung fossiler Brennstoffe zu protestieren, wer ist dann Schuld wenn du überfahren wirst?
    # 10. November 2004 - 12:40 Uhr
  7. xwolf schrieb:
    Das Ketten an die Gleise ist etwas, was in Deutschland gemacht wurde und wird. In Frankreich sind die Proteste in den letzten Jahren nie so wie hier gewesen.
    Wenn man Fernsehaufzeichnungen in den letzten Jahren sah, konnte man den Zug in Frankreich recht schnell über die Schienen fahren sehen und ohne Polizeikonvoi.
    Die deutschen Verhältnisse und Protestformen einfach auf Frankreich zu übertragen ist genau derselbe Fehler, den der Protestant in Frankreich gemacht hat.
    Jedoch ist auch hier niemand so dumm, sich an die Gleise zu ketten, ohne nicht dafür zu sorgen, daß er/sie rechtzeitig vorher gesehen wird.

    Normal ist das ganze wirklich nicht.
    Aber das Schreiben wir hier gerade über Medien, die zu 40% mit Atomstrom laufen.
    # 10. November 2004 - 12:58 Uhr
  8. mas schrieb:
    @xwolf: Das heißt, die Franzosen haben es, weil ja nie etwas passiert ist, mit der Sicherheit (auch) diesmal nicht so ernst genommen und der Zug ist mit tonnenweise strahlendem Atommüll einfach der Nase nach durch die Landschaft gebrettert, ohne vor einem Hindernis anhalten zu können? Mann, ist mir schlecht.

    Das hat mit 40% Atomstrom übrigens nur am Rande zu tun. Meine persönliche Meinung ist, daß wir uns im Moment noch schöngeistige Gedanken über "alternative" und "erneuerbare" Energien leisten können, aber spätestens wenn das Erdöl alle ist, das volle Atomstromprogramm einläuten müssen. Wo soll denn der ganze Wasserstoff für die Brennstoffzellen sonst herkommen?
    # 10. November 2004 - 15:49 Uhr
  9. rtfm schrieb:
    Zustimmung, Moe. Mein erster Gedanke war auch, wie so ein Zug mit 100 Sachen durch die Gegend brettern kann.
    # 10. November 2004 - 16:20 Uhr
  10. Daniel schrieb:
    Erschreckend. Eigentlich erübrigt sich jeder weitere Kommentar hierzu; die Textauszüge wirken für sich. Es geht hier um den Verlust eines Menschen, der sein Leben geopfert hat für eine Sache, an die er offenbar derart glaubte, dass er sich entgegen jeder rationalen Beurteilung auf ein Wagnis einließ, das ein Unbeteiligter als wahnwitzige Dummheit ansehen wird. Dass dabei kein Platz sein kann für rationale Überlegungen oder politische Anschauungen, daran wird kein Gedanke verschwendet. Stattdessen wird der Tod eines Menschen zum Mittel der Selbstdarstellung. In der Sache haben sie sicherlich recht - wäre der Demonstrant nicht auf den Schienen gewesen, wäre das Unglück nicht passiert. Aber muss man das auf diese Weise veröffentlichen? Der Aspekt, dass statt eines Demonstranten auch ein für den Transport an sich gefährliches Hindernis auf den Schienen hätte liegen können, tritt in Anbetracht dessen schon fast in den Hintergrund. Man wünscht selbst den Urhebern nicht, dass sie dabeigewesen wären, als der Zug einen Menschen überfuhr.
    # 10. November 2004 - 16:50 Uhr
  11. Thomas schrieb:
    Ich finde es sehr erschreckend, was für eine menschenverachtende Einstellung einige Blogger an den Tag legen. So eine Meinung würde ich eher bei Lesern von Boulevardblättern vermuten. Die sich noch daüber aufregen, dass Staatsangestellten die von ihren Steuergeldern bezahlt werden, die Reste von den Schienen kratzen. <sarkasmus>Verschwendung von Steuergeldern ohne Ende.</sarkasmus>

    Ob selbst Schuld oder nicht - ist für mich bei dem Tod eines Menschen doch völlig sekundär! Diejenigen die diese Auffassung vertreten, sollen sich doch mal bitte vorstellen eine Person, die ihnen sehr nahe steht kommt bei einem Verkehrsunfall durch unangepasste Fahrweise ums Leben. Zuckt ihr doch immer noch mit den Schultern und sagt "Selber Schuld! Pech!"?
    # 10. November 2004 - 21:54 Uhr
  12. Wolfgang schrieb:
    @mas Die leeren Erdölvorkommen werden wir wohl nicht mehr miterleben. Nicht, das wir uns darum keine Sorgen machen sollten, aber folgen von Erderwärmung werden sich noch zu unserer Zeit bemerkbar machen. Es muss eben über alternative Energien nachgedacht werden. Und Atomstrom ist nunmal erneuerbar und effizient aber gefährlich.

    Erschreckend? Menschenverachtend? Es muss doch jedem klar sein, das man sich nicht auf Schienen legen kann (und darf)? Vollkommen egal, wogegen, wofür oder womit man demonstrieren will. Selbstmordattentäter haben auch einen Grund sich zu "gefährden", und deren Verlust ist weniger minder als des Franzosen, aber bitte... "Jeder ist seines eigenen Glückes schmied" und wenn ich mich auf Schienen lege, kann ich nicht mit der Rücksicht, oder Fürsorge anderer rechnen. Es ist ja nicht so, das dies ein Unfall war. Er ist ja nicht gestolpert, und konnte sich nicht mehr retten... Sondern er hat dort gelegen. Was muss der Mensch gedacht haben? Keine Frage das es so nicht Recht ist, aber muss man beim Demonstrieren immer auf biegen und brechen etwas erreichen wollen?
    # 11. November 2004 - 08:55 Uhr
  13. wils schrieb:
    An der Bahnstrecke, die an meiner Firma vorbeiführt, stirbt mindestens einmal im Vierteljahr ein Mensch, weil er/sie sich vor den Zug wirft. Selbstmord. Sehr tragisch. Die Schuldfrage braucht man nicht stellen, und es ist sicherlich auch ein schwer zu verarbeitendes Trauma für die Zugführer.
    Der Castorvorfall ist etwas anderes, in seiner Tragik sicherlich nicht weniger schlimm. Im Gegenteil. Ich gehe davon aus, dass es sich nicht um einen Selbstmörder gehandelt hat. Es war wahrscheinlich ein junger Mensch, der aufgrund von Idealen oder anderer Motivation sich dieser Sache voll hingegeben hat. Möglicherweise haben ihn andere noch bestärkt, nach dem Motto "der Zug hält sicher, fährt langsam, da ist noch nie etwas passiert" oder ähnliches. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er die Gefahr vollständig eingeschätzt hat. Ganz sicher hat er in seiner Unerfahrenheit auf etwas oder jemanden vertraut, das ihm den Mut gegeben hat, diese Gefahr auf sich zu nehmen. Es handelt sich bei diesem Vorfall aus meiner Sicht um ein sehr dramatisches Schicksal, wo die Schuldfrage völlig irrelevant ist. Das einzigste was zu klären wäre, wie es soweit kommen konnte, dass sich ein junger Mensch solchen Gefahren ausgesetzt hat.
    # 11. November 2004 - 18:19 Uhr
  14. Daniel schrieb:
    Jeder von uns weiß, dass es töricht ist, sich auf Schienen zu legen. Dass es jemand dennoch tut und man sich hinterher darüber Gedanken macht, das ist nicht das Erschreckende daran. Das Erschreckende ist, WIE es einige tun. Dass einige kein Gespür für die Nuancen haben, wann man etwas in die Welt hinausposaunt und wann man seine Meinung lieber mal für sich behält, selbst wenn sic sachlich richtig ist. Dass der Begriff "Selbstmordattentäter" in diesem Zusammenhang fällt, gehört wohl auch in diese Kategorie. Ich denke daran, was wohl der Verstorbene dächte, wenn er lesen müsste, dass er hier mit Kamikaze verglichen wird. "Erschreckend" trifft es da in der Tat nur sehr ungenau.

    @Wolfgang: Interessante Theorie. Selbstgefährdung schließt Unfälle aus. Da wird selbst ein Smiley überflüssig.
    # 11. November 2004 - 20:30 Uhr
  15. lak schrieb:
    Blogger sind Leser von Boulevardblaettern.
    Und bei diesen wie bei jenen darf man ein aehnliches Mass an Menschen-(ver)-achtender Haltung voraussetzen.
    # 12. November 2004 - 10:18 Uhr
  16. djo schrieb:
    @lak: Typischer Fall von Projektion, gell!
    # 12. November 2004 - 13:35 Uhr
  17. djo schrieb:
    PS: Ausserdem scheint ein Hang zur Verallgemeinerung vorzuliegen! Ich muss ja jetzt nicht fragen "Sind Deiner Meinung nach wirklich _alle_ Blogger Leser von Boulevardblättern, ohne Ausnahme?".
    # 12. November 2004 - 13:38 Uhr
  18. Andi schrieb:
    Interessante Meinungen hier, auch wenn ich nur ein paar von ihnen teile.
    Nur der Vollständigkeit halber: Es handelt sich NiCHT um eine unerfahrene, dilettantische Demonstrantengruppe, die ebensowenig AUF den Schienen lag.
    Nachzulesen hier: http://www.heise.de/tp/r4/a...
    # 15. November 2004 - 08:58 Uhr
  19. wurst schrieb:
    man sollte dem lokführer das bundesverdienstkreuz geben!
    # 15. November 2004 - 10:26 Uhr
  20. Moe schrieb:
    nur wen interessiert die Meinung einer wurst?
    # 15. November 2004 - 11:39 Uhr
  21. djo schrieb:
    "Man sollte XY tun" ist auch so eine Formulierung wie "ja aber".
    Moe, Du hast recht, _diese_ Meinung kann uns vollkommen Wurst sein...
    # 15. November 2004 - 14:31 Uhr
  22. Moe schrieb:
    Angeblich war der getötete Demonstrant - entgegen Medienberichten - gar nicht an die Gleise angekettet:
    http://germany.indymedia.or...
    http://de.indymedia.org/200...
    # 15. November 2004 - 15:30 Uhr
  23. Spot schrieb:
    Nein mas, es gehört nicht dazu, daß jemand den Zug gefährdet. Friedliche Demonstrationen am Rande des Transports sind ok, aber niemand hat in einer funktionierenden Demokratie das Recht, sich auf Bahngleise zu legen, schon garnicht, wenn ein Gefahrenguttransport drüberrollt.
    # 22. Juli 2005 - 23:15 Uhr
  24. henne schrieb:
    auch eine zeit danach bleibt für mich klar: jeder mensch ist seines glückes schmied, und muss verantwortung für sein handeln tragen.
    wenn sich pseudo-ökos an ein gleis ketten (und er muss irgendwann fest gewesen sein, sonst wäre es nicht passiert), und dies extra hinter einer kurve tun, sich vorher noch verstcken um den vorausfahrenden sicherheitskräften nicht aufzufallen, dann kann ich für tote kein mitleid haben. hinterher zu reden von wegen absichtlich nicht angehalten, oder nicht genug sicherheit, ist schon ausdruck besonderer naivität. wer rechnet auch schon mit ankommenden zügen auf gleisen? das wär ja als könnte man als fußgänger auf der autobahn überfahren werden! und selbst wenn da ein zug kommt, kann man ja wohl als angeketter gewissens-beruhigungs-demonstrant verlangen, dass die sicherheitskräfte ein auge auf einen werfen, schließlich zwackt man schon extra was von der sozialhilfe (oder dem alg) ab um überhaupt am anti-castor-event teilhaben zu können.
    man sollte den leuten den darwin-award verleihen, wenn die castor-gegner sich nach dem unfall nicht auch noch so affig aufgeführt hätten, und mal berlegt hätten dass sie die einzigen sind de hierfür verantwortung tragen, könnte man sogar mitleid haben.
    mfg, henne.

    ps: als realist muss ich hinzufügen, dass es erst diese gesunde natürliche auslese war die uns menschen überhaupt soweit "nach vorn" gebracht hat.
    # 27. November 2005 - 03:48 Uhr
  25. Moe schrieb:
    Wie schön, wenns noch menschenverachtende, klare Überzeugungen gibt. Du bist Deutschland.
    # 27. November 2005 - 12:21 Uhr
  26. henne schrieb:
    wenn du mir jetzt noch erklärst was an meinem comment menschenverachtend ist, dann fänd ichs klasse. pass auf dass du nicht umkippst, die moralkeule die du schwingst ist reichlich schwer. schon schlimm dass man in dieser gesellschaft einfach keine rücksicht mehr auf menschen nimmt, die verbotenerweise auf schienen liegen. schließlich ist ja auch der staat schuld wenn jmd wo anders vom zug überrollt wird, damit muss man in der heutigen zeit einfach rechnen dass da wer liegt. und wo wären wir denn in dieser gesellschaft, wenn man sogar noch rasenden autofahrern die schuld dafür geben würde dass sie sich um einen baum wickeln? schließlich war der staat dafür verantowrtlich statt des baumes eine freie ausfahrtzone zu garantieren. nein, wahrlich, man sollte keinem menschen verstand abverlangen, es grenzt schon an frevel von mitmenschen zu verlangen, diese sollten sich auf bahnschienen bewusst sein dass ein zug kommen könnte. schliesslich ist ja jeder für jeden verantwortlich, nur nicht für sich selbst.
    denn wir alle sind deutschland.
    mfg, henne.
    # 27. November 2005 - 20:45 Uhr
  27. Moe schrieb:
    Den Tod eines Menschen in einem zynisch-sarkastischen Text als willkommenes Ereignis und biologische Auslese zu bezeichnen, ist in meinem Augen menschenverachtend. Dass Gestalten wie Du das nicht einmal sehen können oder wollen, wundert mich nicht. Auf den Rest muss ich hier nicht eingehen. Deine Anschauungen zu Verantwortung, Gefahrenguttransporten, angeblichen arbeitslosen Demonstranten usw sind abartig und widerlich.
    Du bist Deutschland, nicht ich. Und da bist du nicht allein, also geh woanders hin.
    # 28. November 2005 - 09:42 Uhr
  28. henne schrieb:
    ja, du verstehst es zu argumentieren. wer stirbt ist natürlich automatisch auf immer und ewig frei von schuld, ihm auch noch die verantwortung für seinen tod auf schienen "in die schuhe zu schieben", ist ja wirklich menschenverachtend und widerlich.
    aber danke, du hast mich mit dem erhobenem finger bekehrt. auch ich glaube nun man kann die atomkraft bekämpfen indem man sich vor gefahrguttransporte wirft, und zur not genau das risiko eingeht welches man anprangert. auch sollten wir alle die derzeit als wahrheit angesehenen thesen der auslese und evolution schnellstens vergessen, aus ethischen und moralischen gründen versteht sich.
    wenn du dich jetzt auch noch vor die heuschrecken dieser gesellschaft stellst, und ohne argumente nur mit dem erhobenem finger wackelst, wirst du die auch noch bekehren.

    aber kurz zum thema: wusstest du das ca 1% der strahlenbelastung in unserem deutschland von kraftwerken und atombomben kommen, über die hälfte natürliche strahlung ist, und der rest medizinische strahlung ist? naja, egal, intressiert dich sicherlich auch nicht, hauptsache man tut was fürs gewissen, und kämpft gegen einen bösen feind.

    dir scheint auch eine gewisse fähigkeit zu fehlen, die realität zu sehen. der zyniker sieht die welt wie sie ist. dass du noch dazu provokante oder leicht polemische bemerkungen als menschenverachtend bezeichnest, bestätigt mein bild von dir, nimm doch den stock aus dem arsch und den finger runter, moralapostel. der tote wird auch nicht lebendiger weil du ihn in schutz nimmst .

    gegen demonstration hab ich übrigens überhaupt nichts, solange sie friedlich, nicht geheuchelt, und frei von doppelmoral sind. ich will damit nicht sagen das diese eigenschaften auf die castor-gegner zutreffen, für mich ist es aber nicht friedlich sich auf schienen zu legen. auch ist es alles andere als überlegt, der einzige dem diese demos schaden, sind der gesellschaft und dem staat, denn wir alle kommen für das massive polizeiaufgebot auf, nicht die atomkartelle, aber soweit denken die castor-touristen nicht, hauptsache gegen etwas sein.
    mfg, henne.
    # 30. November 2005 - 20:52 Uhr
  29. Dannenbergerin schrieb:
    Ein Mensch ist gestorben, weil er sich für andere menschen und unsere kindeskinder eingesetzt hat, er hat seine meinung vertreten, wo ist das Problem? Seine angehörigen können ihren kindern sagen, das er sich für die zukunft der kinder eingesetzt hat und das mit stolz!!! (doch leider ist er gescheitert, die besten sterben leider jung)
    # 29. März 2006 - 16:10 Uhr

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