Strafvollzug wird zum Geschäft, und passend zur Gelegenheit wartet die hessische Landesregierung mit einem noch mieseren Sparplan auf: Der britische Dienstleistungskonzern Serco wird ab 2006 das erste weitgehend privatisierte Gefängnis in Deutschland betreiben. Das Land Hessen und Serco haben heute einen auf fünf Jahre angelegten Vertrag unterzeichnet. Durch den privaten Betreiber erhofft sich das Land deutliche Kosteneinsparungen. [via Spiegel Online: Deutsche Häftlinge hinter britischen Gittern]
Privat-Knast in Hessen
09. November 2004 - 00:08 Uhr - Moe8 Kommentare:
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Ich gehe davon aus, dass es mit dem Knast ähnlich laufen wird. Abgesehen davon werden durch die Privatisierung der Knäste eingekerkerte Menschen schlussendlich zu einer ökonomischen Notwendigkeit, um dei Nachfrage der "Anbieter" zu befriedigen. Das ist mehr als abwegig.
> verbeamtete "Wir erledigen nur unseren
> Job hier"-Mentalität.
Dazu quote ich nur aus einem BBC Artikel:
"... The company was severely criticised for wrongly releasing prisoners during the first few months of its contract. ..."
Nachdem Ihre Arbeit dann jetzt nocheinmal begutachtet wurde duerfen sie auch wieder Ihren Aufgaben nachgehen. Aber von besser wuerde ich hier noch nicht sprechen.
Bei einigen Sachen kann man das ßruhig machen find ich, da gehören sicherlich auch Gefägnisse zu, solange man halt genug staatliche Regulierung hat. Bei manchen Dingen geht es aber imho auch wirklich zu weit, wie das genannte Beispiel Bildung. Da sollte nicht mit dem "Kunden" experimentiert werden, zumindest nicht im Großen Stil. Wer will kann ja immernoch auf Privatunis ausweichen (wobei wollen auch mit dem Geldbeutel zutun hat).
In Spanien wurde jetzt ein extremistisches Rekrutierungsystem in den Gefängnissen entdeckt. Wie groß wäre die Chance, das ein privat geführtes Gefängnis eine solche Entdeckung verschweigen würde, aus Angst den Vertrag zu verlieren? Sehr hoch, würde ich annehmen.
wir sollten doch eher mit dem Fernsehen anfangen!