Operation Sichere Zukunft: Autobahnsperrung

18. Oktober 2004 - 15:03 Uhr - Moe
Denn in Hessen iss kein Geld mehr da: Die hessische Polizei hat im Rahmen der Aktion "Interregio" vom 14. auf den 15. Oktober schwerpunktmäßig die A3 und die A66 dicht gemacht und auch auf anderen Straßen Kontrollen durchgeführt. Autofahrer mussten teilweise stundenlang im Stau stehen, während über 1.000 Polizeibeamte rund 3.900 Personen in mehr als 2.800 Fahrzeugen kontrollierten. Es ging wie so oft um Drogen, die Droge Alkohol, Verkehrsverstöße im Allgemeinen und reisende Straftäter. Die Bilanz: 60 Festnahmen (das waren wohl die reisenden Straftäter), 26 Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie 2.500 Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung.
Hessens Innenminister Volker Bouffier (CDU) fand die Aktion so gut, dass er bis Ende des Jahres noch eine weitere durchführen will. Hat jemand eine Idee, wie viel Steuergelder ein hessenweiter Großeinsatz von 1.000 Beamten wohl gekostet haben mag?
[via Bundeskanzlerkandidatin.de]
Dieser Frage kann ich mich nur anschliessen.

8 Kommentare:

  1. KnoedelDealer schrieb:
    Was ja am interessantesten ist: Die machen das immer an den gleichen Stellen *g*
    Wenn die 'reisenden Straftäter' da langkommen und es staut können se sich ja schonmal verdrücken. 60 waren halt von anderswoher...
    # 18. Oktober 2004 - 17:08 Uhr
  2. kiesow schrieb:
    wieso soll der großeinsatz zusätzliche personalkosten verursacht haben?
    da wird in erster linie die bereitschaftspolizei für eingesetzt und dazu aus allen dienststellen polizisten abberufen. dann gilt an dem tag eine allgemeine urlaubssperre und so kommen schon einige "freie" kräfte zusammen.
    dadurch ist dann zwar den tag über die personaldecke vor ort relativ knapp und teilweise müssen streifen ausgesetzt werden, aber kosten entstehen so gut wie keine - jedenfalls nicht auf vollkostenbasis.
    # 18. Oktober 2004 - 17:50 Uhr
  3. ixy schrieb:
    Seh ich genauso.
    Nun machen die Leute in Grün mal ihre Arbeit und gleich wird wieder losgemeckert.

    Von mir aus können sie das ruhig öfter machen.
    # 19. Oktober 2004 - 08:02 Uhr
  4. Clemens schrieb:
    Was mich ja am meisten irritert sind bei 2800 Kontrollierten Fahrzeugen die 2500 Verstoesse gegen die Strassenverkehrsordnung. Natuerlich kann man das nicht auf den kompletten Fahrzeugbestand hochrechnen aber nicht wirklich toll ist das schon.
    # 19. Oktober 2004 - 10:56 Uhr
  5. Moe schrieb:
    Bislang habe ich komplett-Sperrungen von Autobahnen ohne irgendwelchen zielgerichteten Verdacht nicht primär mit "machen die Leute in Grün mal ihre Arbeit" assoziiert.. Sondern eigentlich eher mit Ausweitungen unbegründeter Kontrollen zu Lasten der Freiheit der Allgemeinheit.

    >Von mir aus können sie das ruhig öfter machen.

    gut, wenn es Autofahrer gibt die dann eben die Gelassenheit aufbringen, sich wegen einem künstlich verursachten Problem da mehrere Stunden im Stau zu befinden.
    # 19. Oktober 2004 - 10:59 Uhr
  6. Moe schrieb:
    @Clemens: keine Ahnung, aber vielleicht kann ein einzelnes Fahrzeug mehrere Verstösse gegen die Strassenverkehrsordnung aufweisen?
    # 19. Oktober 2004 - 11:00 Uhr
  7. Thomas schrieb:
    Es ist sicherlich kein Problem ein Fahrzeug zu finden das gegen mehrere Strassenverkehrsordnungen verstösst, soweit mir aber bekannt darf die Polizei immer nur das schwerwiegenste (meist das mit dem höchsten Bußgeld) zum Thema machen. Die alternative ist die Stilllegung des Fahrzeugs...

    An der Stelle eine kleine Geschichte: Ein Freund meiner Person wurde mal Angehalten und es wurden folgende Mängel an seinem Fahrzeug festgestellt: Kein TÜV, abgelaufene AU, abgefahrene Reifen, defekter Tacho usw. plus keine Papiere bis auf einen abgelaufenen Perso! Er hatte Glück das er weiterfahren durfte, aber die 10 €uro Strafe konnte er auch nicht direkt bezahlten ;)

    Es gibt die Jungs in grün auch in freundlich und nett! Vielen machen diese Sonderaktionen auch keinen Spass, aber es ist nun mal hier Job und das ist einer der gemacht werden muss.
    # 19. Oktober 2004 - 11:43 Uhr
  8. jan schrieb:
    Der Großeinsatz hat zusätzliche Kosten verursacht, weil eine Menge Material im Einsatz war und die Beamten nachts gearbeitet haben. Nicht zu vergessen der vokswirtschaftliche Schaden durch die Staus. Ich muss geschäftlich viel fahren und habe schlichtweg nicht die Zeit, für 60 Festnahmen stundenlang im Stau zu stehen. Ich durfte das bereits einmal auf der A5 genießen. Bezahlt hat's mir keiner.
    Die Vollsperrung von Straßen ist eine Methode, die ich als Polizeistaatmethode bezeichne. Hier wird pauschal verdächtigt und ebenso pauschal gehandelt. Nur weil ich in einem Auto sitze, darf man mich in einem freien Land nicht ohne Verdachtsmoment so sehr behindern.
    Was mir wirklich ganz erheblich gegen den Strich geht, ist diese "macht doch nur seinen Job" Mentalität. So lässt sich wirklich alles rechtfertigen: Soldaten, Staatsterror, Mauerschützen, Stasi-Spitzel, Henker usw.
    # 20. Oktober 2004 - 17:38 Uhr

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