Niedersachsen will aus der Kultusministerkonferenz aussteigen, und Bayern schafft die Lernmittelfreiheit ab. Bücher sollen zukünftig die Eltern bezahlen, und zwar komplett. Letzteres ist sicher fatal, doch wie sieht es mit dem Ausstieg aus der Kultusministerkonferenz aus? Bemerkenswert erschien mir der Schluss, da viele KMK-Mitarbeiter überfordert seien, könne man sie auch gleich ganz abschaffen.
Macht doch was Ihr wollt
26. September 2004 - 11:52 Uhr - Moe10 Kommentare:
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Ich sage nur: Kurrentschrift...
Erst das System ausnutzen - und hinterher den Nachgeborenen die Mittel streichen, von denen sie einst selbst profitierten!
Aber Sätze wie "Wegen Deinen Büchern kann die ganz Familie nicht in den Urlaub" haben mich sehr geprägt!
Für Bücher wird man aber sicher irgendwann bezahlen müssen.
Wobei ich nicht so ganz verstehe, wie solche Sätze wie "Wegen Deinen Büchern..." zustande kommen können.
Mal angenommen: Neue Bücher werden angeschafft. Dann werden die eben meinetwegen 10-15 Jahre benutzt. Also spricht nichts dagegen, dass die Eltern quasi das Buch nicht ganz bezahlen, sondern einer zentralen Stelle eben 1/10 oder 1/15 des Preises. Notfalls mit Sponsoring auf dem Buch darauf, um den preis zu drücken. Doch da müssten die Beamten ja was tun, wenn die zentrale Buchstelle staatlich wäre.
Ich bin mir aber sicher, dass auf vielen Schulen solche Entlastungen machbar sind!
Das Funktionieren des gesamten Bücher-Sharing-Systems setzt natürlich (leider) voraus, dass es überhaupt zustande kommt. Dass also keine Elternschaft aus falschem Standesdünkel unsolidarisch das ganze System boykottiert, nur um evtl. neue Bücher zu haben.
Generell setzt das eben gesellschaftliche Mitverantwortung voraus, ebenso wie dies bei Schuluniformen ist (für die ich übrigens sehr plädiere!). Also: keine Status- und elitäre Ausgrenzungssymbole mehr wie popelig teure Bücher und Klamotten, sondern reine Funktionalität im/am Arbeitsplatz Schule!
Vorteil: Billig
Nachteil: Erdkundebücher mit DDR auch zur Jahrtausendwende
Ich weiß nicht, was dagegen spricht, das auch ohne Lernmittelfreiheit fortzusetzen, die Eltern müßten halt wie von Moe vorgeschlagen einen Teil des Preises für die Benutzung bezahlen. Und irgendwer müßte das Geld auslegen, z.B. die lokale Sparkasse gegen Werbung.