Macht doch was Ihr wollt

26. September 2004 - 11:52 Uhr - Moe
Niedersachsen will aus der Kultusministerkonferenz aussteigen, und Bayern schafft die Lernmittelfreiheit ab. Bücher sollen zukünftig die Eltern bezahlen, und zwar komplett. Letzteres ist sicher fatal, doch wie sieht es mit dem Ausstieg aus der Kultusministerkonferenz aus? Bemerkenswert erschien mir der Schluss, da viele KMK-Mitarbeiter überfordert seien, könne man sie auch gleich ganz abschaffen.

10 Kommentare:

  1. djo schrieb:
    Wenn man die Fehlentscheidungen der Kultusministerkonferenzen mal zusammenzählen würde - ja, dann wüssten wir auch, woher die schlechten Pisa-Ergebnisse kommen.
    Ich sage nur: Kurrentschrift...
    # 26. September 2004 - 21:46 Uhr
  2. djo schrieb:
    PS: Irgendwann in Zukunft werden die Eltern wahrscheinlich auch wieder Schulgeld bezahlen müssen für ihre Kinder...
    Erst das System ausnutzen - und hinterher den Nachgeborenen die Mittel streichen, von denen sie einst selbst profitierten!
    # 26. September 2004 - 21:49 Uhr
  3. rollinger schrieb:
    Hm Schulbücher in Rheinland Pfalz. Wurden schon immer von den Eltern bezahlt. Manchmal gabs einen kleinen Obulus.
    Aber Sätze wie "Wegen Deinen Büchern kann die ganz Familie nicht in den Urlaub" haben mich sehr geprägt!
    # 27. September 2004 - 11:21 Uhr
  4. Fanblock schrieb:
    Niedersachsen überlegt noch. Also ist noch nix genagelt.
    Für Bücher wird man aber sicher irgendwann bezahlen müssen.
    # 27. September 2004 - 11:38 Uhr
  5. djo schrieb:
    Falls die Lehrmittelfreiheit wirklich irgendwann weg sein sollte, dann wäre eine Schulbuch-Börse eine gute Idee! Würde sich rechnen...
    # 27. September 2004 - 21:17 Uhr
  6. djo schrieb:
    PS:
    Wobei ich nicht so ganz verstehe, wie solche Sätze wie "Wegen Deinen Büchern..." zustande kommen können.
    Mal angenommen: Neue Bücher werden angeschafft. Dann werden die eben meinetwegen 10-15 Jahre benutzt. Also spricht nichts dagegen, dass die Eltern quasi das Buch nicht ganz bezahlen, sondern einer zentralen Stelle eben 1/10 oder 1/15 des Preises. Notfalls mit Sponsoring auf dem Buch darauf, um den preis zu drücken. Doch da müssten die Beamten ja was tun, wenn die zentrale Buchstelle staatlich wäre.
    Ich bin mir aber sicher, dass auf vielen Schulen solche Entlastungen machbar sind!
    # 27. September 2004 - 21:21 Uhr
  7. djo schrieb:
    PPS:
    Das Funktionieren des gesamten Bücher-Sharing-Systems setzt natürlich (leider) voraus, dass es überhaupt zustande kommt. Dass also keine Elternschaft aus falschem Standesdünkel unsolidarisch das ganze System boykottiert, nur um evtl. neue Bücher zu haben.
    Generell setzt das eben gesellschaftliche Mitverantwortung voraus, ebenso wie dies bei Schuluniformen ist (für die ich übrigens sehr plädiere!). Also: keine Status- und elitäre Ausgrenzungssymbole mehr wie popelig teure Bücher und Klamotten, sondern reine Funktionalität im/am Arbeitsplatz Schule!
    # 27. September 2004 - 21:31 Uhr
  8. Moe schrieb:
    Vielleicht sollte man die Bücher einfach in der Schule bookcrossen 8-)
    # 27. September 2004 - 21:38 Uhr
  9. djo schrieb:
    Oder so ;)
    # 27. September 2004 - 22:57 Uhr
  10. OnisanT schrieb:
    In unserer Schule (NRW) gab es noch die Lernmittelfreiheit. D.h. die Schule hatte ein Bücherlager, und man mußte pro Schuljahr nur ein oder zwei Bücher selbst kaufen.
    Vorteil: Billig
    Nachteil: Erdkundebücher mit DDR auch zur Jahrtausendwende
    Ich weiß nicht, was dagegen spricht, das auch ohne Lernmittelfreiheit fortzusetzen, die Eltern müßten halt wie von Moe vorgeschlagen einen Teil des Preises für die Benutzung bezahlen. Und irgendwer müßte das Geld auslegen, z.B. die lokale Sparkasse gegen Werbung.
    # 28. September 2004 - 10:08 Uhr

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