Videoüberwachung gegen Falschparker und Terroristen

25. September 2004 - 14:28 Uhr - Moe
Was haben Falschparker und Terroristen gemeinsam? In Chicago wird ein neues Überwachungssystem installiert. Ein Netzwerk von 2000 Kameras soll künftig per Software Falschparker und Terroristen identifizieren.
In Chicago sollen künftig 2000 Kameras in der ganzen Stadt Bilder an eine zentrale Leitstelle schicken. Dort werden sie allerdings nicht mehr von Menschen betrachtet – sondern von einer Überwachungssoftware analysiert.
Wichtig finde ich hierbei den Hinweis auf automatische Auswertung der Überwachungskameras. In der Diskussion die wir hier neulich hatten wurde ja am Rande auch bezweifelt, daß eine automatisierte Auswertung der Bilder bis hin zu Gesichtserkennung durchführbar sei.
Ziemlich grotesk erscheint mir auch, daß in den USA angeblich auch die Bürgerrechtler kein Problem damit haben sollen, da man ja lediglich den öffentlichen Raum überwache. Das kann ich überhaupt nicht nachvollziehen: Erstens ist der öffentliche Raum doch gerade der, in dem man es dann nicht mehr verhindern kann sich beobachten zu lassen. Zweitens glaube ich nicht, daß diese Bürgerrechtler Kameraüberwachung im öffentlichen Raum gutheissen, sich dann aber über eine Kamera im Fastfood-Laden oder anderen nicht-öffentlichen Räumen aufregen würden.
Chicago scheint jedenfalls eine Hochburg der Überwachung zu werden, so wird die Stadt ja sogar bereits audioüberwacht.

1 Kommentar:

  1. Peet schrieb:
    Achtung: es ist auch eine neue Definiton von "öffentlichem Raum" im Anmarsch. Es soll alles als solchen gelten, das für jedermann praktisch frei zugänglich ist. Dazu gehören z.B. auch Restaurants. Wenn im öffentlichen Raum alles überwacht werden kann, geht dann das plötzlich auch im Restaurant ganz legal.
    # 25. September 2004 - 17:09 Uhr

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