Der Patient hat das Gefühl verfolgt zu werden. Ein paranoider Mensch glaubt oft, dass andere beabsichtigen, ihn zu schädigen, zu betrügen, oder auch zu töten. Oft kann er dafür auch "Beweise" präsentieren, die für ihn völlig überzeugend scheinen, für Außenstehende dagegen überhaupt nichts besagen. Diese Überzeugungen sind wahnhaft. Der Patient ist durch nichts von ihnen abzubringen, rationale Argumente und Überzeugungsversuche von Außenstehenden haben keinen Erfolg. (aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie)
Leider findet sich das natürlich auch immer mal wieder in der Weblog-Szene, meist gepaart mit der Vorstellung, dass so ziemlich alle anderen Weblogger unter einer Decke stecken würden oder aber "in Wirklichkeit" nur eine oder wenige Personen seien, welche dies alles ausschliesslich betreiben um denjenigen der sich verfolgt fühlt zu schädigen. Das kann so weit gehen, dass man in dem Favicon eines Weblogs Hackingversuche wittert.
Oder soweit, dass man glaubt das eigene Weblog sei irgendwie so "wichtig" oder "gefährlich" für irgendwelche Personengruppen, so dass diese ein Ziel hätten, dagegen vorzugehen, egal mit welchen Mitteln.
Wie immer wird es dadurch schwierig, dass für beide Vorgänge natürlich die theoretische Wahrscheinlichkeit besteht, dass sie zutreffen. Daher sind paranoide Personen oft nicht davon zu überzeugen, dass ihre Paranoia und die Handlungen welche sich als Konsequenz daraus ergeben eben nicht gerechtfertigt, gesund und logisch begründet sind.
Blog-Paranoia
23. März 2004 - 11:02 Uhr - Moe6 Kommentare:
Kommentare werden moderiert und vor der Veröffentlichung manuell geprüft.

Btw: Moe = Mann ohne Eigenschaften -> Musil?
(um allen Parannoikern etwas Angst zu machen...)
"Die beste Tarnung ist die Wahrheit. Die glaubt einem keiner!" (Max Frisch)
"Das kann so weit gehen, dass man in dem Favicon eines Weblogs Hackingversuche wittert."
Wenn ich mich richtig erinnere, war das Besondere, dass das FavIcon im Browser auftauchte, ohne dass die Seite besucht wurde.
"Daher sind paranoide Personen oft nicht davon zu überzeugen, ... " Solche Formulierungen, die engagiertes Bemühen suggerieren, werden erfahrungsmäß leider meist von grade den Leuten gewählt, die sich diesbezüglich völlig passiv verhalten.