Unser Verlag ließ mir gestern mitteilen, dass unser Buch zwar "meistzitiert", aber leider aus irgendwelchen Gründen "meist ungekauft" geblieben wäre. [via Generation Blogger]
Schuld sei der Verlag, schreibt die Autorin Astrid Haarland.
Generation Blogger: 'Meist ungekauft'
07. März 2004 - 15:12 Uhr - Moe15 Kommentare:
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@presskopp: naja ich denke das buch richtet sich eher an einsteiger.
Was die Vorwürfe an den Verlag angeht: Mir ist unklar, warum er das herausbringen sollte, wenn er es dann nicht verkaufen will. Kann wohl kaum die Motivation sein. Daß dafür nicht die fette Promotion gemacht wird, liegt wohl eher an der bescheidenen Zielgruppe. So ist das nunmal mit Nischenprodukten. Man müßte eben Frau Heidenreich davon überzeugen... *träum*
Was anderes: Hast Du da drüben bei Jim http://jimmiz.blogg.de/eint... Don Dahlmann mit Don Alphonso verwexelt?
sanníe, ich meinte auch weniger dass der preis unangemessen sei, aber die generation "geiz-ist-geil" will halt immer billig ;)
ansonsten: blogging ist grad mal in der take-off-phase, das wird schon noch umsätze generieren - prinzipiell wird es halt immer schwieriger informationen zu verkaufen die man so oder ähnlich auch im internet finden kann.
Don Alphonso ist der, der fies schreibt.
Und in Berlin wohnen wir laut Blogplan ein paar hundert Meter auseinander. Aber wir sind nicht eins. Wobei eine Dondon-Blog eine witzige Sache sein könnte. Das Dumdum-Geschoss der Blogosphäre, ideal für bewegliche Ziele und verirrte Ziegenbärte...
danke für die Aufklärung. Die "15 besten Blogger" ist nämlich genau das Gegenteil dessen, was beabsichtigt war. Dies steht sogar explizit im Buch drin.
Ohne allzu viel ins Detail zu gehen:
Die anvisierte Zielgruppe und die Politik stimmte nicht so ganz. Das fiel dann später auf. Es gab übrigens auch die Überlegung, zu stoppen. Da hatte ich aber einen kleinen Schutzmechanismus eingebaut dank guter PR-Kenntnisse. Es gab im übrigen auch nette Menschen in dieser für mich beendeten Geschäftsbeziehung. Eine dieser netten Menschen ließ mir über einen anderen netten Menschen ausrichten, dies sei das *erste* Buch des Verlages, dass sie sich auch kaufen würde.
Auch wenn Sie die "15 besten Blogger" in Anführunsgzeichen setzen, wird noch kein Zitat draus.
"Die Listung der Blogs ist eine Frage des Interessengebietes, des eigenen Geschmacks und der Schwerpunkte in diesem Buch. Wenn hier also Namen und Adressen genannt werden und andere suchen vergeblich nach *ihrem* Blog, so ist dies kein Ausschließlichkeitskriterium für Qualität. Erst recht ist dieses Buch kein Szene-Führer mit In-Out-Kategorien in der Blogosphäre."
<i>Die anvisierte Zielgruppe und die Politik stimmte nicht so ganz.</i>
Obviously - aber ein Euphemismus. Buchmachen ist ein verdammt hartes Geschäft und hat vor allem was mit Markt und Marktanalyse zu tun. Wer das nicht hinbekommt, flopt zwangsläufig.
<i>Das fiel dann später auf.</i>
Eigentlich verdient es der Verlag, dafür pleite zu gehen. Es gibt keinen grösseren Fehler. Man macht doch kein Buch zur Egopflege, sondern für Leser.
<i>Es gab übrigens auch die Überlegung, zu stoppen.</i>
Und warum hat das keiner getan? Wenn der Flop absehbar ist, tut sich niemand damit einen Gefallen, ein Buch zu bringen. Der Verlag zahlt drauf, der Autor kriegt einen schlechten Ruf, das Thema wird beschädigt. Wenn man stoppt und mit dem Verlag gut verhandelt, kann man das Buch eventuell nochmal nachfeilen, neu ausrichten, und dann bringen.
<i>Da hatte ich aber einen kleinen Schutzmechanismus eingebaut dank guter PR-Kenntnisse.</i>
Na super. Gute PR. Gratuliere. Im Ernst, wenn ein Verlag kalte Füsse bekommt, sollte man nicht auf Konflikt machen, sondern erst mal nachdenken. Die Verlagswelt ist gerade bei diesem Thema nicht so gross, als dass man damit rechnen kann, dass solche Selbstentleibungen auf offener Bühne unregistriert bleiben. Flops, Frau Haarland, verbindet man immer erst mal mit dem Autor, und erst viel später mit dem Verlag.
Wegen PR, nochwas: Von PR habe ich bei dem Buch nichts gemerkt. Es gab keine Story rund um das Buch, es ist einfach nicht SEXY. Wenn es nur eine der 100.000 Neuerscheinungen ist und optisch nicht reizt, kommt es nicht mal bei den Vertretern in den Koffer. Und der Glaube, sowas über das Internet gross machen zu können, ist in den meisten Fällen nicht berechtigt.
<i>Wenn hier also Namen und Adressen genannt werden und andere suchen vergeblich nach *ihrem* Blog, so ist dies kein Ausschließlichkeitskriterium für Qualität.</i>
1 Runde Lektorat, bitte.
Knapp daneben ist gezielt vorbei ...
Es hätte mich gewundert, wenn es anders gewesen wäre.
Wer mag soll es kaufen - wer nicht, der nicht...
Viel wichtiger und zum Anprangern finde ich das es keine Auszüge zum Testlesen gibt, das ist ein wenig arm...