Armut ist notwendig?

25. Januar 2004 - 12:45 Uhr - Moe
In einem liberalen Staat.

7 Kommentare:

  1. tempa schrieb:
    Was ist liberal? liberal=freiheitlich, freigiebig, edel
    Liegt Armut im Unterschied, in der Dirkrepanz der Güter oder ist arm wer nicht das nötigste zu einem gesunden ausgeglichenen Leben hat?

    Wessen freiheit?
    Verantwortung der Freiheit?
    ... gibt es den liberalen Staat oder ist das nicht eigentlich ein Widerspruch in sich ... jemandem Güter vorzuenthalten ist eine Form der Gewalt ... jemanden Güter zu entziehen ist ebenfalls Gewalt. Wo Gewalt im Spiel ist, kann es keine Freiheit geben. ;o)
    # 25. Januar 2004 - 13:56 Uhr
  2. Luise schrieb:
    Klar ist Armut notwendig in einem liberalen Staat. Woher haben denn die Nichtarmen sonst ihre Reichtümer herbekommen? Und wie soll man sonst die Nichtarmen von dem Rest unterscheiden? Ausserdem ist es immer gut, wenn man einen Teil der Bevölkerung in Abhängigkeit halten kann. [Vorsicht, Ironie]
    # 25. Januar 2004 - 18:17 Uhr
  3. Lia schrieb:
    Schon, denn die Freiheit im liberalen Staat muss erst noch geformt werden. Die Freiheit des einzelnen muss durch den Verweis auf die Sicherheit & Freiheit aller eingeschränkt eingeschränkt werden. Und die Frage ist dann eben: Wer bestimmt, wo und wann das Allgemeinwohl in Gefahr ist?
    # 26. Januar 2004 - 00:47 Uhr
  4. beastofsound schrieb:
    Man kann diese Frage wahrheitsgemäß beantworten, nur wenn man auf irgendeinen Staat ohne Armut zeigen kann.
    # 26. Januar 2004 - 05:10 Uhr
  5. Weltentummler schrieb:
    Ich sehe da mal garkeinen Zusammenhang. Kannst du da noch deutlicher werden?
    # 26. Januar 2004 - 10:51 Uhr
  6. Ki schrieb:
    Armut ist in jedem Staat notwendig, um den Staat an sich aufrechtzuerhalten.
    Denn der Sinn eines Staates ist, einer besitzenden Klasse die erwirtschafteten Güter einer besitzlosen Klasse zuzuführen. Dies wird mittels der Staatsorgane ermöglicht ((Finanz-)Beamte, Richter, Polizei, stehendes Heer (auch nötig um die eigenen Pfründe gegen andere Ausbeuter zu verteidigen), etc.)
    Ohne Armut wäre auch kein Staat denkbar, denn dann wäre die besitzende Klasse ja nicht mehr im Vorteil gegenüber der besitzlosen und hätten nicht mehr die Möglichkeit, teile der besitzlosen Klasse in seinen Dienst zu stellen um die besitzlose Klasse weiter auszubeuten. Sprich die Klassen würden verschwinden.
    Bzw. ohne Staat keine Armut, denn dann würden die Instrumente zur Ausbeutung verschwinden.
    Lektüre zum vertiefen: Lenin – Staat und Revolution oder allgemein Marx (fällt mir jetzt auf anhieb kein spezieller Titel ein)
    # 26. Januar 2004 - 14:43 Uhr
  7. Karl-Friedrich D. schrieb:
    Ich denke, dass Armut in keinem Fall gebraucht wird, sondern dass Armut wie schon Luise schrieb nur zum ohlstand der Minderheit gebraucht wird, ICh schließe mich ebenfalls Rosa Luxembourg an, die sagte, dass es keine Armut mehr gäbe, wenn alle Menschen den gleichen wohlstand haben, und den Sozialismus als ihre Staatsform annerkennen.
    # 09. Januar 2006 - 20:47 Uhr

Kommentare werden moderiert und vor der Veröffentlichung manuell geprüft.

Kommentieren:

:

:
: