Denn Privatisierung kann nur gelingen, wenn der Staat gleichzeitig - wie in der Telekommunikation - für Wettbewerb sorgt. Sonst werden - wie bei der Post - nur die Monopolgewinne privatisiert. Und die lassen sich - wie bei vielen Stadtreinigungen - ungeniert in die Höhe schrauben, wenn die öffentliche Kontrolle durch ein Parlament und die Wähler fehlt.Spiegel Online: Wie viel Staat braucht das Land?
Nun stellt sich die Frage, ob das nicht darauf hinweist, dass es dort einfach keinen Markt gibt, und man diesen eben nicht erzwingen kann, indem man allem und jedem mit einer Marktlogik begegnet. Oder war das einfach nicht radikal genug und würde ohne Mindestlöhne für Postboten oder ohne das Schienennetz im Besitz der Bahn eben doch "funktionieren", wenn die Hardliner des "freien" Marktes einfach nur so könnten wie sie wollen?
