Mehr Repression in der Gießener Innenstadt?

20. September 2005 - 12:27 Uhr - Moe
Wie man im Gießener Anzeiger und im Presseportal nachlesen kann, ist Gießens Shopping-Innenstadt angeblich nicht sicher genug. Eine Gefahr gehe aus von Vandalismus, Graffitis und DrogenkonsumentInnen, so die Polizei und der Bürgermeister. Man sei ja "tolerant", aber
Dennoch müsse die subjektive wie auch tatsächliche Sicherheit der Bürger gewährleistet werden. Diese liegt aber angesichts steigender Zahlen von Vandalismus, Schmierereien und Belästigungen durch Trinkgelage und Drogenkonsum offensichtlich im Argen. Gemeinsam haben Polizei und Stadt ein Konzept erarbeitet, das auf den drei Säulen Präsenz, Repression und soziale Hilfe aufgebaut ist und das nun vorgestellt wurde.
(Gießener Anzeiger)

Also möchte man diese Gelegenheit beim Schopfe greifen, und "die Präsenz von Sicherheitskräften erhöhen, Kontrollen durchführen, öffentliche Wege und Plätze überwachen und Straftaten und Straftäter konsequent verfolgen". Bislang haben wir im Seltersweg in Gießen lediglich Polizei, Zivilpolizei, Wachpolizei, freiwillige Polizei, Stadthelfer und einen privaten Wachdienst. Aber da geht sicher noch was, jetzt wo am Oswaldsgarten gerade noch ein Shopping-Bunker eröffnet wird. Also sollte man doch bitte mit Gewalt dafür sorgen, dass niemand dort auf die Idee kommt etwas anderes im öffentlichen Raum zu tun, als zu shoppen. Und bevor am End' noch jemand die Wand eines Geschäfts besprüht oder sowas, redet man eben schnell von irgendwelchen Gefahren und Sicherheit, dabei gehts hier überhaupt nicht mehr um Menschen. Eher um Geschäfte. Mehr Beobachtung, mehr Verhaltenskontrolle, mehr Repression?

3 Kommentare:

  1. christian schrieb:
    was mich erstaunt hat, war das die Regierungsnasen ganz offen Repression als eine "ihrer" Säulen nennt. da gewinnt man den eindruck, dass die präsenz nur das mittel zum zweck der repression sein soll und die sog. "soziale Hilfe" - und das von der Regierung, die rigoros alles zugemacht hat was sozial war und wo sie ran konnten - nur balsam auf die bürgerliches seele sein soll, damit man immerhin noch behaupten kann "den leuten werde ja auch geholfen". ob die betroffenen das wollen wäre wieder ne andere kiste.
    # 20. September 2005 - 14:09 Uhr
  2. NetReaper schrieb:
    Interessant finde ich ja, dass eine "Gefahr" ausgehen soll von "Vandalismus, Graffitis und DrogenkonsumentInnen". Klar, solche Sachen stellen ja auch eine Gefahr für Leib und Leben dar.

    Aua.
    # 20. September 2005 - 16:05 Uhr
  3. Grobi schrieb:
    Aber sicher stellen die eine Gefahr da.
    # 24. November 2005 - 15:47 Uhr

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