Studiengebühren wurden als sozialverträglich angekündigt. Doch die Befürchtungen der Gebührengegner bewahrheiten sich schneller als gedacht (Von Jan-Martin Wiarda)Weiterlesen bei der ZEIT: Leere Kassen und leere Versprechen.
Was wurde am Anfang nicht alles versprochen: Sozialverträglich sollten Studiengebühren natürlich sein; erst wenn ein vernünftiges System von Studienkrediten installiert sei, würden Gebühren eingeführt. Und selbstredend müsse jeder zusätzliche Euro ausschließlich den Hochschulen zugute kommen.
Doch mittlerweile werden beide Versprechen arg strapaziert.
Die ZEIT bringt also mal ungefähr das auf den Punkt, was die GegnerInnen von Studiengebühren schon die ganze Zeit sagten: Studiengebühren sind reines Abkassieren, und kommen den Unis nicht nur nicht zugute, sondern es werden im Gegenzug auch noch die Mittel weiter gekürzt. Nur "schneller als gedacht" ist hier eigentlich nichts passiert, denn es war ziemlich absehbar. Durch Gebühren werden Unis keinen Deut besser, nur ziehen sich die Länder eben aus der Finanzierung zurück.
(Diesen Beitrag gibt es auch im Weblog Gegen Studiengebühren in Hessen)

Ansonsten wäre ich durchaus dafür Studenten (bin selbst einer) 500 Euro pro Semester abzuknöpfen und VOLL der Uni zukommen zu lassen. Dann können sie mir aus ihre Mittel runterkürzen. Weiter muss sich dann jede Hochschule überlegen, wie sie Studenten lockt und wird somit zu einer Art Dienstleistungsunternehmen, welches bei schlechter Leistung mit Geldentzug zu rechnen hat. Somit werden einige Unis wohl absterben und einige andere erheblich wachsen und auch ihre Qualität verbessern.