GMX: Die Gedanken sind frei?

02. Februar 2005 - 12:12 Uhr - Moe
Von der neuen TV-Werbung für GMX war ich etwas irritiert, und Werner vom byteblog geht es da nicht anders.
Siehe auch:

15 Kommentare:

  1. autofab schrieb:
    das ist kein wunder. die geschichte dahinter: der film wurde für eine wettbewerbspräsentation für die deutsche BA geschrieben. ich habe aber leider keine ahnung mehr, was am ende für ein text stand. egal - auf jeden fall war das script/storyboard fertig und wie das so ist wurde nix aus dem film. also hat der geschäftsführer diesen film (der für eine fluglinie erdacht wurde), einfach für gmx genommen. <a href="http://nase.blogger.de/stor...">das lied</a> ist uralt und schwupps - ist da ein gmx-spot fertig. gut gedreht, aber man spürt: das passt nicht. sowas von garnicht.
    jetzt wissen sie auch, warum.
    # 03. Februar 2005 - 18:04 Uhr
  2. Moe schrieb:
    Das ist natürlich interessant. Thx für die Info, fab.
    # 04. Februar 2005 - 11:30 Uhr
  3. oku schrieb:
    Hallo Fab,
    das klingt ja spannend. Woher weißt Du, daß der Film für die DBA geschrieben wurde?
    # 08. Februar 2005 - 14:37 Uhr
  4. Moep Moep schrieb:
    Was noch nicht passt ist das Lied, das wurde in der Zeit des Naziregimes von Sophie Scholl verfasst die von den Nazis hingerichtet wurde und ich finde nicht das GMX es für seine Zwecke missbrauchen sollte.
    # 10. Februar 2005 - 16:01 Uhr
  5. Moeptret schrieb:
    Text und Melodie in "Lieder der Brienzer Mädchen", in Bern zwischen 1810 und 1820 gedruckt; oben ähnlich Hoffmann-Richters "Schlesischen Volksliedern", Leipzig 1842 Text auf süddeutschen Flugblättern aus der Zeit zwischen 1780 und 1800. Der Grundgedanke ist schon in Freidanks mittelhochdeutscher Spruchdichtung "Bescheidenheit" (d. h. Bescheidwissen, Lebensweisheit) vom Jahre 1229 ausgesprochen: "Diu bant mac nieman vinden, diu mine gedanke binden". Walther von der Vogelweide (etwa 1170 bis 1230) singt: "Sind doch Gedanken frei", der österreichische Minnesänger Dietmar von Aist (12. Jahrh.): "Die Gedanken, die sind ledig frei"
    # 10. Februar 2005 - 21:37 Uhr
  6. Heiko schrieb:
    Also ich hab auch noch was dazu gefunden: Das Lied "Die Gedanken sind frei" wurde u.a. in diesem Zusammenhang auch von "Frank Rennicke" gecovert. Dieser Liedermacher schreibt übelst rechte Lieder, und wurde schon mehrmals wegen Volksverhetzung angezeitgt, ich glaub er hatte deswegen sogar schon gesessen.
    # 13. Februar 2005 - 09:36 Uhr
  7. Winfried schrieb:
    Hallo,

    in Wirklichkeit war es vielleicht noch anders. Es ist eigentlich eine Hymne für die freie Software Community. Ein enthusiastischer freier Software-Entwickler hatte den Traum, sowas mal ins Fernsehen zu bringen, hatte nur kein Geld dazu. Er arbeitete gerade beruflich an einen Werbespot für GMX. Also dachte er sich, jubele ich GMX da diese Hymne unter. Die bezahlen den Werbespot und ich habe meine Hymne als Dankeschön an die freie Softwarewelt im Fernsehen. Also, freut euch...
    # 14. Februar 2005 - 01:33 Uhr
  8. Moe schrieb:
    WTF soll das mit freier Software zu tun haben...
    # 14. Februar 2005 - 09:01 Uhr
  9. Elissa schrieb:
    ... lächerlich ... für mich ist es einfach ein phantasievoller Spot mit einem wunderschönen Text, der berührt und zutrifft. Für mich einer der besten Werbespots seit langem, aber wie alles im Leben - Geschmacksache.
    # 19. Februar 2005 - 20:03 Uhr
  10. Moe schrieb:
    Was trifft daran zu, Elissa? Tatsache ist, daß seit Anfang dieses Jahres das Email-Geheimnis nix mehr wert ist, da Vadder Staat nun potentiell jede Mail die über einen deutschen Provider versendet wird liest. Da ist das Timing für einen Spot mit dem Titel "Die Gedanken sind frei" nunmal mehr als zynisch.
    # 20. Februar 2005 - 15:31 Uhr
  11. caroline kousidonis schrieb:
    wer hat regie gefuerht?
    # 07. März 2005 - 05:35 Uhr
  12. Zoey schrieb:
    Also ich finde das Email-Geheimnis, nichts mit dem Spruch "Die Gedanken sind frei" zu tun hat. Die meisten können ja dennoch ihren Gedanken freien Lauf lassen, obwohl sie möglicherweise gelesen werden. Und auch wenn Sophie Sholl das Lied in der Zeit des Naziregimes geschrieben hat, sollte man nicht darüber urteilen ob es missbrauch sei oder nicht! Es ist ein schönes Lied, mit dem ebenfalls wahrscheinlich die Gelegenheit gesucht worden war, den Gedanken freien Lauf zu lassen. Und E-mail zu schreiben ist nun mal eine Art unserer Generation die Gedanken zu übermitteln.
    # 20. März 2005 - 19:51 Uhr
  13. Reinhold schrieb:
    ???
    Hallo? Das Lied ist NICHT von Sophie Scholl!!! Nochmal zum Mitschreiben:

    Um 1780 wurde sie zum ersten Mal auf Flugblättern veröffentlicht.
    Im Zeitraum zwischen 1810 und 1820 wurde zum ersten Mal eine Melodie aufgeschrieben und in dem Buch „Lieder der Brienzer Mädchen“, das in Bern erschienen ist, gedruckt.
    Im Jahr 1842 wird die Weise in dem Buch „Schlesische Volkslieder“ von Hoffmann Richter veröffentlicht.
    Der Grundgedanke des Liedes findet sich jedoch schon im 13. Jahrhundert bei Freidank und Walther von der Vogelweide („Sind doch Gedanken frei“).
    Später wurde zu dem ursprünglich vierstrophigem Lied eine weitere Strophe hinzugefügt.
    Heute variiert jedoch die Reihenfolge der Strophen und ist nicht mehr eindeutig festgelegt. Während der Deutschen Revolution (1848/1849) und der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland wurde das Lied verboten.
    # 22. April 2005 - 16:33 Uhr
  14. FreX schrieb:
    moep moep.. das stimmt nicht das es von der nazizeit stammt. Es wurde schon früher verfasst. 1815. Als die Epoche der Reformation war. Dort durfte man früher nichts über die Adligen sagen, wenn doch wurde man gefangen genommen und gequält und sonstiges, das bis zum tode führte. Deshalb heißt es auch in der 3. Strophe. mit den kerker usw. Also das ist die richtige antwort. Die melodie dazu war schon im 18 jahrhundert. 18 Jahrhundert= (1701- 1800)
    # 28. April 2005 - 13:23 Uhr
  15. Stephanus schrieb:
    Ich finde den Spot als persönlichen Ansporn, das
    Leben zu verstehen. Im Bezug auf die parallelen
    der gültigen Mediengesetze brauch ich es ja nicht sehen......

    ...wenn jeder in der lage wäre,
    jederzeit laut, ohne sich zu schämen,
    zu sagen was er denkt....

    dann ist doch auch so ein geschaffenes
    Gesetz egal, auch wenn man 2 Jahre die E-Mail recherchieren kann
    # 19. Mai 2005 - 15:49 Uhr

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