Die nötige Betreuung ist arbeitsaufwendig. "Für jedermann offene Weblogs laden Verrückte geradezu ein. Wir müssen ständig kontrollieren, dass keine Beleidigungen und Beschimpfungen drin stehen", sagt DGB-Sprecher Hilmar Höhn dem Stern zum Lidl-Schwarzbuch-Weblog (ich berichtete). Wer allerdings in knapp einem Monat bei 13.000 Besuchern bereits solche Phänomene feststellen muss, macht vielleicht auch einfach irgendetwas falsch. Ich habe nur nicht die geringste Ahnung was.
Warum offene Systeme per se nun gerade "Verrückte" (wer- oder was-auch-immer mit diesem Psychopathologisierungsversuch gemeint sein mag) einladen, erschliesst sich mir jedenfalls nicht. Warum der Arbeitsaufwand das zu betreuen hoch sein soll verstehe ich auch nicht. Eigentlich kann man innerhalb von 5 Minuten Dutzende Kommentare querlesen, um die Kontrolle über die Inhalte zu behalten.
Wenn man eine so hohe Quote an Beiträgen bekommt von denen man meint sie zensieren zu müssen (da liegt ja schliesslich bei jedem die Meßlatte anders) kann man sich ja mal fragen, ob es wirklich am Thema liegt oder ob man da auch an der Art und Weise wie das Thema behandelt wird etwas ändern kann. Nur mal so ein wirrer Gedanke.
Jedenfalls rechne ich es ver.di grundsäzlich hoch an, daß sie Weblogs zu kontroversen Themen führen, und dennoch Kommentare und Diskussionen zulassen. Oft genug wird irgendwo anders behauptet, das ginge gar nicht.
Aber offene Wikis, die sind nun wirklich sowas von 2004. ;-)
"Offene Weblogs laden Verrückte ein"
18. Februar 2005 - 14:22 Uhr - Moe4 Kommentare:
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100% offene Strukturen können bei Websites also im Prinzip nicht funktionieren, weil es IMMER 'nen Chaoten geben wird, der alles kaputtmachen will. Dann doch lieber ein CMS als ein Wiki, bei einem CMS kann man wenigstens die Redakteure noch auswählen ;)
Davon abgesehen wäre noch zwischen technischer und inhaltlicher Offenheit zu unterscheiden. Wirklich offene Wikis habe ich bisher kaum gesehen.