500 Euro pro Semester in Bayern?

27. Januar 2005 - 12:49 Uhr - Moe
Auch ärmeren Studenten ist es laut Bayerns Wissenschaftsminister Goppel zuzumuten, 500 Euro pro Semester zu berappen. Sein Tipp: sparen und Nachhilfestunden.
Die Chancengleichheit der Kommilitonen werde durch die Einführung von Studiengebühren nicht gefährdet, sagte Thomas Goppel (CSU) der Münchner "Abendzeitung“ vom Donnerstag. Die Betroffenen müssten lediglich "jeden Monat für 100 Euro auf etwas verzichten oder zwei Nachhilfestunden geben“.
[via Focus.de: Spar-Tipps vom Minister]

Das ist in seiner Arroganz den Vorstellungen [1, 2, 3] unseres hessischen Wissenschaftsministers Udo Corts natürlich ebenbürtig. Ich frage mich, ob das Amt das wohl so mit sich bringt, oder ob es doch an der politischen Ausrichtung liegt.

Und wem geb ich nun Nachhilfe (?!) für 50€ die Stunde?
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2 Kommentare:

  1. René schrieb:
    Ah ja ne ist klar. Ich hab 400 Euro im Monat, davon gehen allein 160 Euro für Miete ab. Bleiben noch 240 Euro fürs Leben. Also für Kleidung, Essen, Bücher etc. Und davon sollte ich dann auch noch 100 Euro für die Studiengebühren sparen? Hat der sie eigentlich noch alle?
    # 27. Januar 2005 - 14:50 Uhr
  2. marlowe schrieb:
    Diese schwache Argumentation unterstellt, dass die weniger begüterten Studenten sich zur Zeit noch nicht in Verzicht üben oder Nachhilfestunden geben müssen. Es ist jedoch realistisch anzunehmen, dass viele Studenten zur Finanzierung ihres Lebensunterhalts bereits jetzt arbeiten und wenig luxuriös leben. 1.000? Kosten mehr pro Jahr sind jedenfalls kein Pappenstiel, der sich so leicht abtun ließe.

    Diesem Deppen traut man auch nicht zu über andere Finanzierungslösungen nachzudenken. Es könnte doch auch ein Modell geben, die Studenten nach Eintritt ins Berufsleben einen Teil ihres Studiums zahlen zu lassen.
    # 27. Januar 2005 - 16:44 Uhr

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