Bei nonofollow.net versuchen uns Dirk Olbertz,
Das von der Initiative vorgebrachte Argument "Das Ziel eines Kommentarspammers ist es, dass jemand auf den Link klickt und auf der Zielseite etwas kauft." scheint mir insofern nicht zu stimmen, da zumindest bis zum heutigen Tage ca 99% der hier eingehenden Kommentarspams definitiv nicht auf menschliche User abzielen. Das werden sie auch in Zukunft nicht so sehr (zumindest nicht dort, wo kein rel="nofollow" eingesetzt wird). Der Grund ist ganz einfach: URL-Spam zielt grössenteils nicht auf die aktiven Weblogs auf, sondern auf Blogs in denen gar nicht mehr oder nur sehr wenig gepostet wird und daher keine oder kaum Administration da ist, oder deren Autoren nichts gegen Spam unternehmen wollen oder können. Da geht es sicher nicht darum, dass die Spammer hoffen, irgendein Leser würde sich noch in einem total verlassen Blog verlaufen, um da dann auf einen Phentermine-Link zu klicken. Ziel von URL-Spam wie wir ihn kennen ist also beiliebe nicht, Klicks durch menschliche User auf die Spam-URLs zu genieren.
Zu dem Argument "Es gibt keine Links zweiter Klasse" kann ich nur sagen dass es zwar schon etwas besser ist ;) , aber ich sehe die Gewichtung von Google-Algorhytmen nicht als Qualitätskriterium an. Und ich dachte, wir wären auch aus dem Alter heraus, daß wir meinen diejenigen Websites mit hohen Pageranks würden auch für hohe Qualität bürgen (ich bin das lebende Beispiel =).
Es geht bei diesem Attribut nicht darum, ob ein Link nützlich ist. Auch nicht darum, ob er 1. oder 2. Klasse, "gut" oder "böse", oder was da sonst noch so geschrieben wird ist. Es geht einfach nur darum zu kennzeichnen: Das hier ist ein Link eines Users, welcher keiner vorabgeschalteten redaktionellen Kontrolle unterliegt. Das ist richtig. Und genau darum ergibt sich daraus auch keine Klassifizierung in einem hierarchischen Sinne: Niemand behauptet, das sei ein Link zweiter Klasse.
Warum diese Suchbezogenheit: Wird Qualität plötzlich dadurch definiert, was die Firma Google wichtig findet?
Und Punkt drei: "Blogs werden bestraft". Da musste ich dann wirklich lachen. Alles was ich bislang erlebe, ist dass Blogs von Suchmaschinen absolut überbewertet, man könnte sagen belohnt werden. Das ist ja auch ganz nett so, aber hier nur von "Strafe" zu reden ist nicht nachvollziehbar. Strafe soll ein Verhalten normalerweise sanktionieren und unterdrücken. Ich glaube kaum, dass hier jemand Weblogs einen Knebel reinwürgen oder Leute vom Bloggen abhalten will. Das die Bevorzugung von Weblogs anscheinend nunmehr als einzuforderndes Recht angesehen wird, machen Formulierungen wie "zurecht sehr häufig auf den ersten Plätzen der verschiedensten Suchbegriffe führen" sehr deutlich. Inwieweit ich ein "Recht" habe, zu teilweise völlig bescheuerten Keywords auf Platz eins oder zwei zu stehen da ich ja schliesslich blogge, entzieht sich meiner Vorstellungskraft.
Und als ich den Google-Redirector in mein Blog eingebaut hatte, und zuvor auch schrieb warum, gab es wenig Reaktionen. Nun da ich rel="nofollow" benutze, fragen mich manche "wie kannst Du nur". Soweit mir bekannt ist, wird es in der nächsten Version von Nucleus eh eingebaut sein.
Aber um all das geht es gar nicht. Es geht nicht darum, was in den gut administrierten Blogs, die eh keinen Spam durchlassen passiert.
Es geht darum, dass Livejournal über 5 Mio User hat Blogger.com über 10 Mio (?), und dass der Spam wie gesagt gerade von den Weblogs lebt, die schlecht oder gar nicht von ihren Autoren gepflegt werden.
Hier ist der Einsatz von rel="nofollow" durchaus sinnvoll, da dadurch über Nacht zB komplett Livejournal (die die Kommentare ja auf ihren Servern hosten) für Pagerank-Spammer uninteressant wird. Das ist ein Fakt. Es geht dabei nicht darum, was Bloggernerd XY auf seinem persönlichen Webspace da nun einbaut oder nicht. Denn wir sind auch als Spam-Ziele völlig irrevelant. Wir sind nur die Kollateralschäden der Spammer.
Wer hier bislang wegen seinem Pagerank kommentiert hat, sei hiemit also informiert, daß er das mir und sich in Zukunft sparen kann. rel="nofollow" ist hier eingebaut. [via pixelgraphix.de]
Tags: nofollow

Hummer und Wurst. 19 Versuche über den Tellerrand zu blicken. http://www.annekewolf.de/Ge...
schönes wochenende ;-)
<i>Ich finde es wirklich phänomenal, wieviele Leute anscheinend wegen ihrem PageRank da draussen am Kommentieren sind, und wie wichtig er plötzlich wird.</i>
Ich glaube, wenn Du diese Meinung jetzt ernsthaft mit anderen diskutierst, wirst Du heftiges Contra bekommen. Sorry, aber Deine Argumentation ist mir ehrlich gesagt zu einfach. Glaubst Du wirklich, dass die Leute wegen des PR in Deinem Blog kommentieren? Sorry, aber das kann man auch mit weniger Aufwand erreichen!
Du hast Dich sehr früh für den Einsatz von nofollow entschlossen, auch vorher redirect eingebaut. Das ist doch o.k., wenn Du Dich so entscheidest und Du dafür Argumente hast. Ich habe damit kein Problem.
Ich glaube auch eher, dass viele Blogger sich gegen nofollow wenden, weil sie die Art, in der man ihnen das verkaufen wollte, so billig war und anmaßend war.
Und ich gewinne offen gestanden den Eindruck, wenn ich Deine Meinung lese, dass Du mit Deiner Entscheidung nicht glücklich bist und nun nach Gründen suchen musst, sie zu rechtfertigen. Ich weiss und kann mir vorstellen, dass es sicher schwer ist, eine Entscheidung zu revidieren, aber nicht unmöglich. Du hast ja immer die Wahl, oder?
Ich denke ich habe einige Argumente in diesem Beitrag, wenn der von Dir zitierte Satz, welche in der Tat eine Provokation ist, das einzige Argument ist dass Du finden kannst und es Dir zu einfach ist, dann werden wir da wohl nichts zu diskutieren haben.
Und wenn es einfachere Methode gibt, dann frage ich mich wieso ich immer wieder so Kommentare bekomme.
Jedenfalls wüsste ich erstens nicht wieso ich mich nun anders entscheiden sollte und zweitens nicht, wieso das ein Problem wäre wenn ich es denn tun würde.
Ich sag mal so: Blogger.com hat ja schon seitdem sie überhaupt ne Kommentarfunktion haben diese Google-Redirects eingebaut. Und nun rate mal, wie das *einzige* Blogsystem heisst in dem ich noch keinen einzigen URL-Spam bekommen habe ;)
Also können nicht nur alle zentralisierten Bloghoster, sondern auch alle neuen Weblog-CMS die dies von vorneherein einbauen von dieser Lösung profitieren.
Richtig ist aber, dass man hingegen wohl kaum aufhören wird, zB Nucleus-Blogs zu spammen, weil da ab der Version 3.2 die nofollows drin sind.
> Wer hier bislang wegen seinem Pagerank kommentiert hat, sei hiemit also informiert, daß er das mir und sich in Zukunft sparen kann. rel="nofollow" ist hier eingebaut.
Also wenn du denkst das wir hier wegen PR kommentieren & trackbacken, dann enttäuschst du mich etwas.
Wenn ich, persönlich, auf deinen PR scharf wäre, dann würde ich entweder um einen Linktausch bitten oder, bei einem kommerziellen Projekt, Geld dafür bieten. Und ich würde mir nicht die Mühe machen deine Beiträge zu lesen und etwas passendes zu kommentieren.
Viele Grüße
Du gehst davon aus, daß alle Nutzer eines Systems nofollow einsetzen. Das kann man aber nur via Zwang realisieren. Solange dies optional ist und auch nur 0,01% der Nutzer eines Systems nofollow ausschalten, lohnt es sich für den Spamer dieses System vollzumüllen.
Perun: AFAIK ist das weder bei LJ, noch bei Blogger.com optional. In der Tat sollte es das aus dem von dir genannten Grund auch nicht sein.
Ich möchte noch hinzufügen:
> Es gibt keine Links zweiter Klasse
Was war denn bisher mit Seiten (und den Links die drauf waren) die durch die robots.txt ausgeschlossen waren? War das auch zweite Klasse? Habe ich persönlich häufig genutzt, bei Dingen die zwar jeden Besucher der Webseite interessieren, aber die vielleicht nicht unbedingt die Suchmaschinen(-bots/-benutzer) interessieren.
Das hier überhaupt die Worte gut und böse reingemischt werden, ist ja schon eine erhebliche rhetorische Verzerrung. Die Frage ist lediglich hat der Sitebetreiber ihn bewußt gesetzt oder nicht. Wenn der "Trust" bzw. "Vertrauen" des Sitebetreibers so groß ist, dann kann er ja darauf verzichten dies so zu kennzeichnen, aber das ist doch nicht der Normalfall.
> Und Punkt drei: "Blogs werden bestraft".
Das überrascht mich kein bisschen. Jeder will bessere Suchergebnisse, aber wenn er selber auch nur theroetisch ein kleines bisschen schlechter wegkommen könnte (was nicht erwiesen ist), dann gehört die Maßnahme geblockt. Erinnert mich doch irgendwie an die vielen anderen Reformen in Deutschland...
Das Internet lebt seit eh her von Links. An diesen Grundmauern rüttelt (in letzter Konsequenz) die nofollow-Spam-Bekämpfung ohne echte Wirkung zu zeigen. Die Art, wie das veröffentlicht und argumentell verkauft wurde, ist so schwachsinnig, dass dies logischerweise zu einer Gegenreaktion führen musste.
Wenn ich meine persönliche Wahrnehmung hier notiert habe, dann deswegen, weil für mich dieses Bild aus Deinen Kommentaren (nicht nur hier) entstanden war und mir nicht schlüssig erschien. Es liegt mir fern, Dich zu etwas bewegen zu wollen.
BTW, Rene hat ganz Recht, die Zeit wird es einfach zeigen und uns schlauer machen. Warten wir es ab.
Das ist mir überhaupt nicht klar geworden, Jörg! Denn der *einzige* Effekt den nofollow hat, *ist* doch nun mal, dass der Kommentierende keinen Pagerank dafür bekommt. Genau das soll diese Angabe bewirken.
Das Internet lebt von Links, das ist richtig. Nicht aber von Pagerank.
Gibt es eigentlich schon eine Initiative gegen RDF? Die Auszeichnung von Daten mit Meta-Daten ist ja auch eine Einteilung in Klassen, müßte demnach ja genauso verwerflich sein.
Und FOAF? Ist ja auch eine Bestrafung, früher wurde auf mich verlinkt, jetzt werde ich durch FOAF bestraft, weil ich dort vielleicht nur als flüchtiger Bekannter statt als Blutsbruder und Busenfreund geführt werde.
[/ironie]
Durch die pauschale Maßnahme nimmt man aber eine Reihe von Neben-Wirkung billigend in Kauf. Dazu zähle ich u.a., dass SM die Links nicht weiter verfolgen und spidern. Damit koppelt man (langfristig im großen Maßstab gedacht) praktisch einen Teil des Internets vom anderen ab. Kann das im Sinne der Väter des Internets sein?
Flächendeckend wie gesagt auf manchen zentralen Plattformen schon, und zwar für zweistellige Millionenzahlen.
>u.a. weil es sich keineswegs um eine
>flächendeckende Maßnahme handelt.
D.h. jede Lösung die nicht 100% funktioniert sollte blockiert werden. Das ist defacto entweder eine Kapitulation vor dem Problem, oder der Schrei nach 100% Überwachung und zur Rechenschaftziehung jedes Internetbenutzers. Glaube kaum, dass das ernstgemeint sein kann.
Das was wir heute an Kommentarspam sehen ist lächerlich wenig. Wenn die Anreize nicht drastisch reduziert werden, dann wird sich das Zu-Spammen von Gast-zugänglichen Webseiten immer stärker in den Mainstream verschieben, und das wäre ein großes Problem.
>Damit koppelt man (langfristig im
>großen Maßstab gedacht) praktisch einen
>Teil des Internets vom anderen ab.
Ähem, das dürfte ja dann schon Mitte der 90er passiert sein, als man den robots.txt Exklusion-Standard erfunden hat. Ich finde das Internet hat sich seit '94 trotzdem ganz gut gemausert.
BTW, ich habe nicht von 100% Überwachung und Rechenschaftziehung gesprochen. Wenn Du meinen Artikel liest, wirst Du wissen, wie ich das meine.
@Moe: Wir besitzen denke ich alle keine zentralen Plattformen mit zweistelligen Millionenzahlen. Das PR-Problem darauf hätte man auch mit redirect oder ähnlichen Maßnahmen regeln können. Dafür braucht man kein nofollow.
>Maßnahme als Kampf gegen den Spam
>ausgegeben wird und tatsächlich gegen
>diesen aus diversen Gründen nicht das
>Versprochene bringen kann.
This isn't a negative vote for the site where the comment was posted; it's just a way to make sure that spammers get no benefit from abusing public areas like blog comments, trackbacks, and referrer lists.
Quelle: http://www.google.com/googl...
Das ist das was versprochen wurde, und das hält es auch. Allerdings: Der Titel des Eintrags lautet in der Tat "Preventing comment spam", und das ist durchaus ungeschickt ausgedrückt. Denn mittelfristig mag es den Effekt haben, aber es ist eben keine _direkte_ Maßnahme (dass kann es aber auch nicht sein, da ja die SuMa keine Möglichkeit haben zu verhindern wer oder was auf Webseiten kommentiert). Geschickter und ehrlicher hätte ich es auch gefunden, wenn es in erster Linie vermarktet worden wäre, als a) Entzug der Belohnung für Spammer und b) Beitrag zum Sauberhalten der Ergebnisse von SuMas.
_Aber_: Jeder möchte, dass Weblogs direkte persönliche Äußerungen sind, und nicht erst durch Marketing und PR-Abteilungen durchgehen (die ja u.a. eben solche ungeschickten Äußerungen verhindern). Wenn dann mal durch diese direkte persönliche Ansprache Zweideutigkeiten entstehen, dann muß man sie ja nun nicht unbedingt ausschlachten, denn dann verschwindet es ganz schnell.
Im übrigen gehst du mit keinem Wort auf meine Argumente und Vergleiche ein... Schade.
>Das PR-Problem darauf hätte man auch
>mit redirect oder ähnlichen Maßnahmen
>regeln können.
Welchen positiven Effekt im Vergleich zur aktuellen Maßnahme hätte das gehabt? (Syntax-veränderung alleine ist IMHO Wertneutral, daher keine Verbesserung)
1. Ich glaube nicht an die Effektivität von "nofollow", da ja die robots.txt auch ignoriert wird.
2. Die Spammer hält es eh nicht ab, also _muß_ man gegen die Ursache was tun, nicht solch nachträgliches Flickwerk(Vergleiche mit dem XPSP2 seien hier erlaubt).
3. Ich weiß bis heute nicht welchen PR mein Blog hat und es ist mir auch egal.
4. Wenn jemand "nofollow" einsetzt ist es OK, ich habe keine Angst, daß dadurch mein PR nach unten geht(siehe Pkt. 1-3).
von wem? Google ignoriert die keineswegs.
Den Punkten 3 und 4 kann ich allerdings beipflichten. Wobei Punkt 3 allerdings obsolet wird, denn Dein Blog hat gegenwärtig PR 5. ;)
Oder kann mir jemand erklären, was für Sinn es der Welt bringt, wenn ich irgendein Blog in Google finde? Es bringt dem Betreiber kein Geld nur wertlosen Ruhm und Anerkennung. Naja, und wem das wichtig ist, der soll sich halt an "Suchmaschinenoptimierung" machen, beim SWR Kommentare absetzen (Ein Kommentar zu Planetopia-Seuche hat bei mir ein zwei Tagen rund 400 zusätzliche Visits erzeugt), oder um einen Eintrag in die nichtgeblockte Blogroll bitten (Was bei mir sinnlos ist, weil ich niemand auf Anfrage reinsetze und ich in naher Zukunft eh ein PR von 0 haben werde!)
Ich für meinen Teil bin ganz gerne ab und an informiert wo ich gerade stehe, aber ich finds unspannend dauernd Beiträge zu schreiben in denen ich meine Rankings in Suchmaschinen lobpreise oder ähnliches.
Ich glaube aber nicht, dass diese hammervielen Google-User die hier so landen im Normalfall finden, was sie suchen. Keine Ahnung. Ist zum Glück auch nicht wirklich mein Problem. ;)
Meiner hat mehr Hits als Deiner!
Dafür steht meiner höher!
:-)
>..Wobei Punkt 3 allerdings obsolet wird
Na Super ;). Jetzt laufe ich Gefahr dem PR-Wahn zu verfallen. Toll.
<ironie>
Ich will mit in die h t t p://www.suchmaschinen-optimierung-seo.info/pagerank-january-2004-c.html Liste
</ironie>
@mario
>.. Ja wird aber so nicht der Blog zum Penisersatz?
Tja, das nennt man dann wohl "Wandel der Zeit". Vor dem WWW war es der Porsche, dann mit dem WWW waren es die Visitcounter, jetzt der PR.
Was ist das nächste? Evtl. "Ich habe nur 0,0009% 404er bei allen Hits"
> PR von 0 haben werde!
leider verloren mario, du hast einen PR 4 ;-)
und nun die preisfrage, wie kommt man wieder auf 0?
>..Ich glaube aber nicht, dass diese hammervielen Google-User die hier so landen
Jetzt aber schon. Obwohl es mit Sicherheit die Intention deines Beitrages war. Ich glaube das nennt man dann Schicksal ;)
@Stebu: So hat halt jede Gesellschaftsform ihren Penisneid. Stimmt!
Im Google Blog-Eintrag auf
http://www.google.com/googl...
wird nicht gesagt, dass die Google-Bots die nofollow-Links nicht mehr weiterverfolgen, dort steht nur, dass diese Links nicht in die Pagerank-Ermittlung für die Zielseiten einbezogen werden:
"... links won't get any credit when we rank websites in our search results."
Das verstehe ich so, dass diese Links von den Google-Bots erfasst und die entsprechenden Seiten auch indiziert werden.
Was in dieser Diskussion auch wenig beachtet wird: Blogsoftware-Entwickler können das nofollow-Attribut in ihrer Software natürlich auch gezielt einsetzen, zum Beispiel so, dass es nur bei neuen Kommentierern angewendet und bei einem altbekannten weggelassen wird.
Nur, wer anders als die Mehrzahl der Blog-Entwickler das nofollow rundheraus ablehnt, muss sich dann auch nicht wundern, wenn seine Blogs zugespamt werden.
Ich will ehrlich sein: was juckt es mich, wenn jemand per Google oder anderer Suchmaschine mal eben auf meine Seite findet und doch nach 3 Klicks wieder weg ist? Ich wurde zum Beispiel schon einmal über "Was kostet ein heimlicher Vaterschaftstest" gefunden - ich bin mir sicher, der Besucher gehört seitdem nicht zu meinen Dauerlesern. Ob mich jemand per Suchmaschine findet, ist mir so ziemlich egal - die meisten Blogs, die ich heute lese, habe ich auch nicht bei Google, sondern über andere Blogs oder Blogverzeichnisse gefunden.
Es scheint beim Pagerank wohl tatsächlich um den "Penisersatz" zu gehen - der Google-Pagerank wird als Statussymbol vieler Webseitenbetreiber (nicht nur Blogger) gesehen. Dabei wird vergessen, dass Google schon seit langem als Suchmaschine nicht mehr wirklich relevant ist - ich finde bei Google jedenfalls nur noch selten, was ich suche, alles andere ist mit Linkfarmen und Dialerseiten zugekleistert.
Es bringt mir als Blogbetreiber doch viel mehr, in Blogrolls aufgenommen zu werden oder durch die Comment- und Trackbackfunktionen anderen interessierten Lesern ins Auge zu fallen, als über Suchmaschinen gefunden zu werden, insofern ist mir scheißegal, ob jemand nofollow bei sich einsetzt.
Haken bei der Sache ist allerdings der Fakt, dass sich durch nofollow der Commentspam mit Sicherheit nicht vermindern wird - wer nur auf nofollow setzt, ohne weitere Maßnahmen zu benutzen, der wird wohl weiterhin Spam in seinen Comments erhalten. Allerdings können Blogs nun nicht mehr als billige Linkfarmen missbraucht werden, insofern bringt nofollow tatsächlich etwas. Um Commentspam allerdings wirkungsvoll zu verhindern, ohne die Seiten nur noch eingeschränkt zugänglich zu machen (sei es durch Captchas, Registrierung oder Ähnliches), muss noch lange entwickelt werden - und die Spammer werden den Entwicklern doch irgendwo immer einen Schritt voraus sein.
Ne, ist klar, matze, Google benutzt echt kein Mensch, die sitzen heulend in der Ecke und machen den Laden morgen dicht! ;-)
Lustige Diskussion hier und anderswo. Die no-nofollow-initiative finde ich gut und wichtig! Fast so wichtig wie die Aktion gegen Copy and Paste in Gästebüchern.
Ich werde nofollow übrigens nicht benutzen, ein Schamane hat mir erzählt dass Attribute mit drei "o" in drei Silben Unheil bringen!
> Attribute mit drei "o" in drei Silben
> Unheil bringen!
jawoll, dass kann ich bezeugen, echt!
Es ist nur eine Website, get a life :)
> Attribute mit drei "o" in drei Silben
> Unheil bringen!
*LOL* jetzt fresse ich mich schon seit Tagen durch den Dschungel fieser und mieser Meinungsmache, lese hier und dort über dieses und jenes, alles irgendwie unüberschaubar - doch dann, endlich, ein brauchbares Argument!
Das rettet meinen Tag - endlich kann ich mich wieder um wichtige Dinge kümmern (wie z.B., ob ich jetzt in Zukunft "MSN Desktop Search" oder "blinde-kuh.de" oder "Bi-ba-butzemann-Suche" benutze, wo Google doch nicht mehr brauchbar ist...
>> schon seit langem als Suchmaschine
>> nicht mehr wirklich relevant ist
> Ne, ist klar, matze, Google benutzt
> echt kein Mensch, die sitzen heulend in
> der Ecke und machen den Laden morgen
> dicht! ;-)
Ist es nicht putzig, wie Zitate aus dem Zusammenhang gerissen werden? Hättest du den Nebensatz beachtet, hättest du gewusst, wie ich das gemeint habe. Den schon seit längerem werden die Suchergebnisse bei Google immer schlechter - und ich kenne schon genug Leute, die Google deswegen nicht mehr benutzen. Nur noch Linkfarmen, Dialerseiten und allerlei anderer sinnloser Lötzinn dort - und ich benutze bestimmt NICHT die falschen Suchbegriffe ;)
OK, das mag stimmen
>..ich benutze bestimmt NICHT die falschen Suchbegriffe
Hm, kommt drauf an. Wenn man nach "ani gif free" sucht mag das zutreffen. Da sehe ich auch den Fehler bei Google. Aber sinnvolle Suchanfragen, vorallem in Kombination mit div. Query-Syntax-Änderungen wie hier http://www.google.de/intl/d... beschrieben erhalte ich noch sehr gute Treffer. Und das man sehr genaue Treffer bekommen kann zeigt ja auch http://www.googlewhack.com/ . Sonst würde das ja nicht gehen.
Laut Meldung die ich letztens irgendwo gelesen habe (ok ok, wer weiß wie glaubwürdig die ist) hat bereits jeder fünfte Brite der eine Spammail bekommen hat bei einer solchen Seite etwas gekauft.
Und Spammer die einfach nur in millionen von Blogs und Gästebücher Ihre Seite anpreisen wollen, und garnicht explizit auf PageRank aus sind, wird auch ein rel="nofollow" nicht abhalten.
Imho wird das nicht viel bringen. Zumindest nicht in absehbarer Zeit. Aber we will see ;)
Ich denke 99% sind definitiv übertrieben, ich habe bei mir selbst schon viel Müll entfernen müssen der nicht nach PR Spam aussah. Klar ist der Anteil davon deutlich kleiner, aber solche Kommentare werden eben auch durch rel="nofollow" nicht verhindert. Und ich denke ebenfalls das, sofern nicht wirklich JEDER Weblog mitmacht, die Spammer nicht so schnell aufgeben werden. Aber wie gesagt, warten wir es ab!
> Trollen das Feld hier
danke für die Blumen, moe, ich werde in Zukunft vermeiden, spontane Kommentare in Blogs zu hinterlassen, wenn ich dort noch nie meine Nase reingesteckt habe ;-)
> Spammer die einfach nur in millionen
> von Blogs und Gästebücher Ihre Seite
> anpreisen wollen, und garnicht explizit
> auf PageRank aus sind, wird auch ein
> rel="nofollow" nicht abhalten
klar, aber die Spammer, _die_ auf PR aus sind, hält es ja leider auch nicht ab. Beide Gattungen werden ja besonders dann unangenehm, wenn es sich nicht um einen einzelnen Kommentar handelt, sondern gleich hundert(e) oder tausend(e) (nee, ist keine Übertreibung, gibt's), weil da mit Bots gearbeitet wird, die zwar theoretisch nach dem rel="nofollow" suchen könnten, aber warum sollten sie...
Ehrlich gesagt hielt ich die Idee trotzdem beim ersten Hinsehen für nicht ganz verkehrt, zumindest einfacher zu implementieren, als den Google-redirect (der ja vom Prinzip her auch nix anderes ist). Frei nach dem Motto "wenn schon Spam, dann bitte nicht auch noch PR als Belohnung".
Mittlerweile ist aus der anfänglichen Skepsis allerdings ein deutliches "Nein" geworden, aus vielen Gründen (zu denen hier, dort und anderswo bereits alles gesagt wurde)
Blogpausen und Schreibpausen können übrigens sehr erholsam sein. Jetzt muss ich mir nur noch die paar Comments hie und da abgewöhnen...
Das mit der Schreibpause mag durchaus sein. Kommentieren kann man immer noch wann und wo man möchte.