Jeena Paradies hat ein Plädoyer für ungekürzte RSS-Feeds veröffentlicht, und dem kann ich mich nur anschliessen. Siehe dazu auch die Diskussion bei einfach-persoenlich.de.
Ich für meinen Teil lese jedenfalls (fast) keine gekürzten Feeds, weil ich damit einfach nicht viel anfangen kann. Das ist natürlich Geschmackssache, aber letztendlich lässt man den LeserInnen nur dann die Wahl, dies selbst zu entscheiden, wenn man einen Volltext-Feed anbietet.
Denn einen gekürzten Feed kann man entweder ganz einfach parallel dazu anbieten, oder wer einen braucht kann sich diesen auch selbst "herstellen", zum Beispiel bei FeedBurner.com mit der Option "Summary Burner" unter "Additional Services".
Andersrum wirds da eher schwierig: Wer nur einen gekürzten Feed anbietet, hat sich mehr oder minder schon dazu entschieden, die Lesemöglichkeiten "künstlich" einzuschränken.
Ein Argument welches gegen Volltext-Feeds immer wieder mal genannt wird, ist die Befürchtung, daß ein solcher Feed sehr einfach auf fremden Websites syndiziert werden kann, auch wenn man das gar nicht will. Das ist zwar schon ein gewisses "Risiko". Aber ich wüsste nicht wieso ich deswegen hunderten von anderen LeserInnen einen Volltext-Feed vorenthalten sollte, nur weil vielleicht irgendwann einmal ein oder zwei Leute damit Schindluder treiben könnten.
Plädoyer für ungekürzte RSS-Feeds
13. Januar 2005 - 22:42 Uhr - Moe19 Kommentare:
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Absolut Richtig - ohne die Möglichkeit sein Blog zu layouten (und damit zu prägen und den Inhalt zu stärken), hätten sich meiner Meinung nach Blogs nicht durchgesetzt. Meine Frau sagt: Das ist wie eine Handtasche, nur weil in eine Plastiktüte auch alles rein geht, benutze ich doch lieber meine Tasche!
Für mich ist das gar kein Widerspruch! Ich besuche Blogs viel lieber über meine Bloggroll und meinen Browser – Fachbloggs (ohne Layout) lese ich hingegen im Feedreader!
@all
Ich bin absolut für einen Full-Feed – Das Layout sehe ich mir gerne Freiwillig(!) an.
Prinzipiell ist ein Feedreader auch nur ein Browser. Feedreader sind übersichtlicher, schlanker und können archivieren. Zumindest sind das für mich die wichtigsten Eigenschaften. Ich habe rund 50 Feeds aboniert und die möchte ich wirklich nicht im "normalen" Browser lesen.
Vielleicht kann mir noch jemand der anderen erklären, warum gekürzte Feeds mich krampfhaft auf eine Seite mit Layout ziehen sollen. Haltet ihr mich für zu dumm zu entscheiden, ob ich mit oder ohne Layout lesen will? Oder bin ich zu dumm zum Lesen und brauche Bildchen?
Im Reader sehe ich bei jedem Feed erst einmal die Überschriften. Ein Klick und ich habe den Text ohne Layoutelemente. Wenn du 50 Webseiten ansurfen und das Material sichten willst, hast du einfach zu viel Zeit.
Ich habe hier ein dreigeteiltes Fenster: Links sind alle Feeds gelistet, rechts oben die Überschriften und rechts unten die (hoffentlich) ungekürzten Artikel. Das bietet mir kein normaler Browser.
Benutzt du eigentlich einen Mailclient oder liest du alles über Webinterface?
warum ist es für einige leute so schwer zu akzeptieren, dass es unterschiedliche technik-nutzertypen gibt?
allerdings mit einer einschränkung:
als ich damals noch in der weiterbildung und später am arbeitsplatz, habe ich die feedreader häufig genutzt.
meist aber auch nur um mir einen kurzen überblick zu verschaffen.
ansonsten bevorzuge ich es die seiten direkt aufzurufen und mir das alles im kontext der seite anzusehen.
und soviele blogs sind es ja nicht, die ich wirklich täglich ansurfe.