Blogs, Kollaboration und soziale Netzwerke

01. Januar 2005 - 17:03 Uhr - Moe
Zwar bin ich von den Schlüssen, die Ton letztendlich zieht nicht wirklich überzeugt, doch das Statement zu Beginn seines Beitrages Blogs as Personal Presence Portal Revisited ist ein sehr wichtiger Punkt, den ich so erstmal auf jeden Fall unterschreiben würde: I have seen my blogpostings become less frequent, in my mind as a result of spending a lot of time and energy in what Johnnie Moore calls the in-between spaces. In relationships, in collaboration etc. However this has been largely blog-induced. Blogs are great to think out loud and thus to trigger new conversations and relationships. That's why I think Elmine Wijnia's communicative definition of weblogs is hitting the nail on the head. Blogs are far less effective though in feeding and sustaining those relationships and collaboration it helped trigger, except as placeholders at which they are very good again. Grundsätzlich kann es wohl helfen, im eigenen Weblog auch Links zu seinen Flickr-Fotos, Social Bookmark Managers, Social Networking Profilen usw zu setzen. Jedoch glaube ich nicht, dass eine weitere Hierachisierung von Nutzungsrechten für Weblog-Postings letztendlich eine vertrauenswürdigere Kommunikation ermöglicht.
Richtig ist aber der Gedanke, sich bewusster darüber zu werden, welche Infos man expliziert und warum. Manchmal kann es durchaus helfen, nochmals Quellen zu nennen die einem selbst zwar schon längst bekannt sind, anderen aber vielleicht nicht, oder die nur am Rande mit einem Thema zu tun haben.
Hier könnte es vielleicht auch helfen, die Chronologie von Weblogs zumindest ein wenig aufzuweichen. Die Features dafür existieren grösstenteils, werden aber eher selten umgesetzt.
Was ich hier zB hätte ist, dass alle älteren Beitrage meines Blogs auf welche ich einen Link setze automatisch einen Trackback-Ping bekommen. And ausserdem, dass zu jedem Beitrag eine Liste verwandter Beiträge meines Blogs angezeigt wird.
Ansonsten denke ich schon, dass die Form "blogging" hinreichend ausgereift ist. Die Nutzungsmöglichkeiten sind nur noch nicht sehr verbreitet, da die Offenheit, welche Weblogs mit sich bringen, eine andere Art des Schreibens und des Denkens fordert, als man von strukturierteren Communities gewohnt ist. Dies bringt paradoxerweise erstmal einen erhöhten Aufwand mit sich. In Ermangelung einer besseren Formulierung auf die Schnelle: Dafür aber sind und bleiben wir unabhängig von den zentralisierteren Netz- und Gesellschaftsstrukturen. [via Martin Röll]

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