Eigentlich nicht so mein Fall, aber diesmal musste ich wirklich laut lachen. 8-)
Folgendes gefaktes Schreiben mit Briefkopf der SPD Gießen wurde anscheinend in Haushalten rund um das Arbeitsamt in die Briefkästen geworfen: "Sehr geehrte Damen und Herren", beginnt das Schreiben, "als Gießener örtliche Gliederung unserer Partei möchten wir die Politik unserer Bundesregierung auch praktisch unterstützen." Zusammen mit dem Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen werde eine Freiwilligengruppe aufgebaut, die mithelfen solle, die "Agenda 2010" sowie die Hartz-Beschlüsse umzusetzen. "Wir suchen Menschen, die in der Nähe der wichtigen Reformeinrichtung 'Bundesagentur für Arbeit' (früher: Arbeitsamt) wohnen und bereit sind, mit ihrer Aufmerksamkeit den Bau zu schützen." Leider sei es zu Anschlägen auf das Arbeitsamt gekommen wie Farbschmierereien oder Glasbruch. Feste Gruppen sollten nun vor allem in den späten Abend- und Nachtstunden das Gebäude bewachen. Umsonst soll das niemand tun: "Alle erhalten aus unserer Parteikasse eine Entlohnung von 1 Euro/Stunde." [via Gießener Anzeiger]
Die SPD fand das natürlich derbe geschmacklos, da sich daraufhin anscheinend einige Leute bereitwillig für diese Aufgabe gemeldet haben. Ohne Worte. Die Hesse komme.
Wer sich generell für das Thema interessiert sollte auf jeden Fall in der BlogChronik der Kommunikationsguerilla reinschauen, welche schon lange zu meinen daily reads gehört. Allerdings nur per RSS, um die Augen zu schonen.
Kommunikationsguerilla in Gießen
22. September 2004 - 17:38 Uhr - Moe2 Kommentare:
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8-)