... und der Deutsche an sich: Lumma, der sich für das Unternehmen Orangemedia um die Weblogs-Platform Blogg.de kümmert, beklagt sich darüber, dass die deutsche Blogosphäre einfach nicht so richtig in Schwung kommen will. [...]
Darüber wunderte sich auch Dr. Stefan Glänzer, Chef des Weblog-Dienstleisters 20six: "Frankreich und Holland haben da ein ganz anderes Selbstverständnis, die bloggen direkt los."
Heise News: Blog-Muffel
06. Juli 2004 - 15:31 Uhr - Moe30 Kommentare:
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Kommt neuer Winter, kommen neue Blogger.
Und die, die nicht bloggen, schreiben entweder Bücher übers Bloggen oder bauen sich [alternative] Probleme.
;>
:-)
Wer und wo macht das denn..? Für mich gilt myblog.de insofern als der heimliche Star, dass es der grösste deutschsprachige Weblog-Host ist, komplett werbe- und kostenfrei für den User daher kommt, und ausserdem RSS-Feeds in voller Länge bietet.
Dass gerade Gebildete ihre Selbstdarstellung immer wieder durch vertikale Abgrenzung (Qualitätsniveaus etc.) betreiben, ist zudem wirklich nichts neues, das liest man in jedem Feuilleton, kennt jeder Student aus der Uni, etc. pp. Daher die Frage, wieso sollte es hier anders sein?
Naja so wie Du das beschreibst, scheint das ja eher aus einer bestimmten "Ecke" zu kommen, als ein allgemeines Sentiment in der Blogosphäre zu sein. Wenn dem so sein sollte, könnte man sich ja zB die Frage stellen, ob das nicht eher so eine Art "Programm" ist was manche hier durchziehen wollen und ob man es einfach ignoriert, oder besser noch karrikiert.
um meine frage selbst zu beantworten: ich denke natürlich sind unterschiede festzustellen, abseits schneller und platter kategorisierungen in "gut" und "böse".
und genau da wird es spannend: wieso lassen sich bloggertypen nach blog-hostern kategorisieren?
(ja, es ist eine verallgemeinerung, die natürlich nicht auf ausnahmen eingeht, aber ohne verallgemeinerungen kann überhaupt kein diskurs arbeiten)
So wie die unpolitische Generation Golf, oder die Porschefahrer mit den kleinen Schniedeln..? =)
Klar kann man das machen, aber was will man damit erfahren?
frag mal software-programmierer, ob es die nicht interessieren würde, ob bestimmte software-features bestimmte soziologische strukturen fördern?
frag mal webdesigner, ob es die nicht interessieren würde, wie man mit layouts zielgruppen ansprechen kann.
Das käme dem vom Sonrisa angesprochenen Qualitätsniveau nahe, oder?
Aber gerade das scheint Sonrisa zu negieren, der von "betriebener Selbstdarstellung Gebildeter", also einer *künstlichen* Abgrenzung, schreibt. Zumindest kommt es so rüber.
So wie in Sonrisas Gedächnis einiges durcheinanderpurzelt. Während er hier *vorwurfsvoll* Don zitiert, der tatsächlich drei Teenie-Blogs gelobt hat, die *nicht* von myblog.de sind (perfide!), fand er es auf Blogbar noch "nüchtern-unterhaltsam"
(http://www.blogbar.de/archi...)
Kommentare über myblog die irgendwie in Richtung "sinnlos-blogs" gehen, kann ich blogbar.de nicht erkennen.
Die Feststellung das unterschiedliche Blog-Hoster unterschiedliche Leute ansprechen, die finde ich korrekt und interessant. Für mich, zur Verbesserung meiner Blogs, oder von mir produzierter Websites.
Denn die Gründe und Konsequenzen dürften nicht auf Blogs bechränkt sein, sondern Web-Applikationen, Sites oder andere Produkte der Kommunikationstechnologie betreffen.
das faszinierende: damals wirkte 20six wie ein gigant der mit marketing alles plattmachen würde. monate später hat sich das alles relativiert. 20six wurde von einem "hobbyisten" plattgemacht, obwohl 20six erst jetzt kostenpflichtige angebote einführt und myblog zum jahreswechsel hin eine technische schwierige phase durchmachte.
auch ist es 20six nicht gelungen eine community in gewünschte zu etablieren. versuche in deutschland die community z.B. durch "kolumnisten" zu formen, wurden zum jahreswechsel eingestellt.
das "versagen" von 20six und die offenkundige enttäuschung von nico/blogg.de deuten an, dass die kommerziellen hoster ratlos sind wie sie den "markt" ansprechen sollen.
das ist ein problem, weil sie nicht wissen wie sie neukunden generieren sollen oder sich als kooperationspartner für AOL und konsorten anbieten sollen.
wenn man so will: die "ahnungslosigkeit" ist erfrischend und weist daraufhin wie wenig planbar im internet ist, oder wie wenig verständnis man von den mechanismen hat.
vielleicht ist das web marketing-resistenter als gedacht.
Qualitative Wertungen sind hier selbstverständlich auch im Spiel, die Litaneien sind ja keine Phantasieproduktion.
Aber dass das gleich eine Allergiereaktion auslöst, dachte ich mir schon. Ich erwähnte ja schon einmal, dass es wenig Sinn macht über solche Negativprofilierung zu >diskutieren<, weil sie die Betroffenen in der Regel an sich selbst nicht nachvollziehen wollen, können, was auch immer. Daher auch der Abstand von den Namen, die mich hier wenig interessieren. Leider wird ja sofort nach Quellen und Dokumenten verlangt, um sie dann nicht selten (nicht so seitens Moe, vielen Dank dafür) ebensorasch als mehr oder minder unqualifiziert bzw. falsch interpretiert abzutun. Das ist auch ein Gehabe, nicht Neugier oder Interesse.
Was purzelt denn so alles in meinem Gedächnis durcheinander?
konrontation ohne diskussion, geht das?
sage ich jetzt nicht um nachzukarten, sondern meine reaktion verständlich zu machen.
Dass Konfrontation ohne Diskussionen möglich ist, hoffe ich doch sehr. Ironie, Satire, Persiflage, Affentänze. Ich fühle mich selbst von manchen nicht diskursiven Blogposts konfrontiert, obwohl sie das nicht per Nickname intendieren, und antworte darauf (in meinem Blog: implizite/explizite Anregung), ohne aber diskursiv zu agieren und das per Kommentar und Argumentation im Blog des anderen Bloggers auch deutlich zu machen. Das muss aber auch nicht immer gelingen und man kann es wohl auch nicht immer erkennen.
http://chuzpe.blogger.de/st...
Es gibt da einen Teil in mir, der sagt, dass das nur eine Modeerscheinung ist. Aber mein Mediengewohntes Hirn sieht sowas schon als Online-Format-Community-Tool bei MTV und weiss: Das wird kommen.
So, wie Pr0neaux das Breitband durchgesetzt haben, wird das die Form sein, die Blogs durchsetzt. Fürchte ich, weil ich doch unsere TV-Fritezn kenne.
Ich vermute mal, die 20sixer kotzen ohne Ende, wenn sie die Graphik sehen - und das in ihrem Hauptmarkt.
Also den Link habe ich noch nicht gelesen, aber das "Problem" ist, das Pron eigentlich *jedem* Medium den Weg geöffnet hat, oder? Bei VHS, CD-ROM und epayment war es auch Pron der die Medien marktreif gemacht und entsprechend verbreitet hat, oder?
Fragt sich nur ob 'Blog' ein Medium ist, denn es ist ja nicht der Datenträger sondern die Präsentationsform. Falls es dasselbe sein sollte helfen wirklich nur noch Sex-Blogs
=)
Naja, und 20six hat doch mal eine Werbekampagne bei VIVA gefahren oder nicht?
Ich kann mich an eine case-Study in München erinnern, Anno 1999, von einer Frau, die vom Freudenhaus aus angefangen hat, über Sex und besonders Fussfetischismus zu schreiben, das dann kostenpflichtig gemacht hat und das ganze so gut lief, dass sie das normale Geschäft dagegen aufgegeben hat. Das war zu den Content is King zeiten, und wenn ich sie nicht selbst mal gesprochen hätte, würde ich das für eine Urbam Legend halten.