Die hessische Mehrheitsdiktatur der grossen schwarzen Partei hat entschieden: Die 'freiwilligen Polizeihelfer' welche ich hier in Giessen auch schon getroffen habe sind nun höchstamtlich: Hessen setzt künftig landesweit freiwillige Polizeihelfer ein. Ein entsprechendes Gesetz beschloss die absolute CDU-Mehrheit im Parlament am Donnerstag. SPD und Grüne stimmten dagegen, die FDP enthielt sich. Innenminister Volker Bouffier (CDU) sprach von einem Erfolgkonzept, das schon in 60 Kommunen auf freiwilliger Basis funktioniere. SPD und Grüne sahen «Placebo»- Maßnahmen und eine «Aushöhlung der Profi-Polizei». Die Kosten für die Polizeihelfer müssen die Kommunen tragen.
Sie tragen blaue Jacken mit dem Landeswappen und der Aufschrift «Freiwilliger Polizeidienst». Pistolen haben sie nicht am Gürtel, dafür Pfefferspray in der Tasche: Freiwillige Polizeihelfer sollen Polizisten nicht ersetzen, sondern ihnen nach dem Motto «Präsenz zeigen, sehen, melden» zuarbeiten [Rhein-Main.Net, via Bundeskanzlerkandidatin]
Fassen wir zusammen: Die Typen machen das freiwillig, sie sind schlecht ausgebildet und unterbezahlt, ausserdem haben sie keinerlei tatsächliche Befugnise um die Bürger vor irgendetwas schützen zu können, wohl aber um Strafen zu verteilen, masszuregeln, und für die Stadt irgendwelche Gebühren zu kassieren. Wo da nun genau der Unterschied zum kontrollierenden, gebührenkassierenden und massregelnden 'Stadthelfer' [1, 2] besteht, wüsste ich aber schon gerne. Wieviel verschiedene, zusätzliche Kontroll-Berufe braucht das Land Hessen eigentlich noch, um unter der CDU das zu leisten, was all die Jahre davor die ganz stinknormale Polizei bewältigen konnte?
Freiwilliger Polizeidienst - Polizeihelfer in Hessen
17. Juli 2004 - 10:43 Uhr - Moe13 Kommentare:
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Bürgerpolizei.
Angeworben wurden Arbeitslose, die
im Sommer gezwungen wurden ihre leichte Winter-Jacken-Uniform zu tragen.
Sie haben wie in der Sauna geschwitzt.
Genutzt hat es wenig. Die Verbrechen-Rate
ging nicht runter.
Wundert mich allerdings nicht, dass eine Landesregierung, die an vorderster Front den Sozialkahlschlag durchzieht, jetzt Freiwillige sucht, um repressiv mit den Folgen ihrer eigenen sozialen Sauereien klarzukommen.
mehr kann man dazu echt nicht sagen, wenn sich neo-liberale "Linksaktivisten" über die momentane politische Situation äussern!
Hauptsache erstmal meckern und nieder machen...jedem das Seine...Biddösehr
Aber immer bedenken: die Mitte ist RECHTS von Links
Gruß Andreas
... das scheint mir eine richtige Lachnummer. Wir alle wissen, dass Freiwilligkeit auch mit Ehrenamt gleichzusetzen ist. Ehrenamtsinhaber erhalten natürlich keine Vergütung - so weit so gut. Unsere freiwilligen Polizeihelfer verdienen aber fleißig "Kohle" für die Städte oder Gemeinden in denen sie eingesetzt sind.
Hier ein aktuelles Beispiel aus Rüdesheim im Rheingau. Hier sind der Polizeistation auch sogenannte "Freiwillige" zugeordnet. Nach den Aussagen des hessichen Innenministers sollen diese freiwilligen Helferlein beobachten und der Polizei zuarbeiten. Im Rheingau gehen diese Leute "auf die Pirsch". Letzter Fall war das Lenchenfest in Oestrich. Solche Verantstaltungen sind immer gut besucht, was im Sinne der Veranstalter ist. Es zeigt sich immer wieder, dass auch die zuständigen Ordungsämter bei solchen Großveranstaltungen tolerant sind - prima so! Jetzt kommt aber der Einsatz der freiwilligen Helferlein aus Rüdesheim. Die marschieren in aller Gemütsruhe durch die Orte in denen gefeiert wird und verteilen fleißig Knöllchen - wohl gemerkt auch dort, wo keine akute Behinderung vorliegt.
Die betroffenen Autofahrer sprechen häufig die Bürgermeister der entsprechenden Städte oder Gemeinden an und sind erstaunt, wenn diese mitteilen, dass das örtliche Ordnungsamt hier "keine Aktien" im Spiel hat.
So, jetzt sind wir wieder bei der Freiwilligkeit unser Polizeihelfer. Rüdesheim oder gar das Land Hessen kassieren jetzt fleißig in den Städten oder Gemeinden, für die sie sicherlich keinen Auftrag. Sollte diese Art der "Abzocke" jetzt auch System bekommen???
PS: Bei der Freiwilligen Feuerwehr hat man keine echte Aufgabe, da lernt man nur, wie man kistenweise Bier trinkt und die Schläuche ausrollt. Toller Job!
Bis auf ganz wenige Ausnahmen sind dort alle sehr motiviert und für die Aufgabe geeignet.
Rambos gibt es überall.
Zum Thema "Knöllchen verteilen":
Diese Berechtigung ist gesetzlich vorgesehen, allerdings nur in einem sehr eng gestreckten Rahmen vorgesehen.
Das heißt, es sollen nicht ganze Straßenzüge "geknollt" werden, sondern nur wenn es erforderlich ist, bsp. Behindertenparkplatz zugeparkt, blockierte Feuerwehreinfahrt etc..
Wer nicht selbst für die Allgemeinheit den Kopf hinhält, sollte mit pauschalen Verunglimpfungen vorsichtig sein.