Der Kontrolleur im Giessener Stadtbus

04. Mai 2004 - 10:10 Uhr - Moe
... hatte eine blaue Jacke an, auf der hinten in grossen, weißen Buchstaben Stadthelfer draufstand. Wie hohl ist das denn?
Die Art und Weise wie Begriffe des Sozialen und der Hilfe in Kontrolle und Disziplinierung umgemünzt werden ist jedenfalls erschreckend. Diese Perversion der Sprache kann Einfluss auf unser Denken nehmen, und wir könnten eventuell in Zukunft andere Konnotationen zu diesen Begriffen haben. So wie manche Politiker versuchen einen assoziativen (Schein-)Zusammenhang zwischen sozialem Handeln und wegfallendem Kündigungschutz zu suggerieren, versucht man hier einen Zusammenhang zwischen Kontrolle und Hilfe aufzubauen.
Vielleicht handelt es sich bei diesen Stadthelfern aber auch einfach nur um Zwangsarbeiter, so genau weiss man das nicht.
Aus der Google-Suche nach Stadthelfer geht eigentlich nur hervor, dass das Thema keine Sau interessiert aber anscheinend recht viel mit Giessen und der CDU zu tun haben scheint.

8 Kommentare:

  1. prisac schrieb:
    google... findet nix
    dann gibts das auch nicht???

    hatte ich hier mal irgendwo gelesen.

    hi moe,

    guck mal bei
    http://noe.orf.at/oesterrei...
    via
    http://warteschlange.twoday...
    ansonsten guck mal beim
    http://wortschatz.informati...
    nach, der wirft ein schönes ergebnis aus...

    fun and sun

    pri and sac
    # 04. Mai 2004 - 10:35 Uhr
  2. Moe schrieb:
    naja ich fand nur dass Google auffallend wenig findet. Und was interessiert mich mein Geschwätz von gestern? (-8
    # 04. Mai 2004 - 10:58 Uhr
  3. martin schrieb:
    "Sparen" ist auch so ein umgemünzter Begriff. Daß das früher auch mal was positives an sich gehaben könnte, ist schon so gut wie in Vergessenheit geraten.
    # 04. Mai 2004 - 13:40 Uhr
  4. Moe schrieb:
    martin: Stimmt, aber die negative Konnotation mit "Sparen" scheint mir eher durch die Art und Weise der Ausführung entstanden zu sein.
    Wenn ein Land beispielsweise sagt "wir alle müssen sparen" und als nächstes durch diese Sparmassnahmen jedoch vornehmlich Studenten, Frauen, Renter, Ausländer usw benachteiligt (da diese nunmal keine Lobby haben), dann könnte dies eben dazu führen, dass "Sparen" ein negativ besetzter Begriff ist.
    Diese negative Besetzung wurde aber durch die Art und Weise der Durchführung hergestellt.
    Das ist in meinen Augen etwas anderes, als wenn gezielt versucht wird Assoziationen zwischen gegensätzlichen Begriffen zu schaffen.
    # 04. Mai 2004 - 13:57 Uhr
  5. martin schrieb:
    Ja, Du hast recht. Gib mir noch einen Versuch: "Arbeitsagentur"
    # 04. Mai 2004 - 14:46 Uhr
  6. martin schrieb:
    Oder heißt das "Bundesagentur"?
    # 04. Mai 2004 - 14:46 Uhr
  7. presskopp schrieb:
    das ganze hat anscheinend nur einen haken: wenn ich morgens zur arbeit fahre, dann werfen diese gestalten blicke umher, die wohl "lasst mich bloß in ruhe" bedeuten sollen.

    aber vielleicht schaffen wir es ja, bald genauso motivierte niedriglohnarbeiter zu haben wie die chinesen... ;o)
    # 04. Mai 2004 - 15:11 Uhr
  8. djo schrieb:
    Bezüglich "sparen": Das Ziel des Sparens sollte doch immer ein grosser Reichtum sein! Oder ein schöner Urlaub! Oder ein Auto - oder ein neuer PC - oder sonstwas. Also: Was bitte bringt uns das Sparen? (ökonomisch gefragt) - Oder sollte ich juristisch fragen: Wem nützt das Sparen? - Oder prozeßorientiert: Wie nützt das Sparen?
    Hmm - wer Antwort hat, bitte posten!!!
    # 05. Mai 2004 - 01:04 Uhr

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