"Weblogs - die neue Art des Personalmanagaments"

27. April 2003 - 13:57 Uhr - Moe
... oder: Wie man mit einem eintägigen Vortrag über Weblogs 399€(!) pro Teilnehmer verdient. Werbe-PDF des Seminars. [via CyberWriter]
Die Kommerzialiserung der Weblogs ist in vollem Gange. Jetzt sind die Marktschreier und Geschäftemacher dran.
Um nochmal auf das Interview über Kommerzialisierung am Beispiel der Weblogs zurückzukommen: (...) Das scheint der übliche Lebenszyklus im Internet zu sein. Es gibt jedenfalls noch immer einige Leute, die an die mythische Kraft von Technologie glauben. Mythen wären: Demokratisierung, Egalisierung, Fragmentarisierung. Auf der anderen Seite stehen die Realos: die wollen Geld damit machen.Das war ja auch der Grund, warum auch Bildung in diesem Interview primär als Business verstanden wird.
Transparent kommentiert hierzu: Weltfremde Träumer versus Geld scheffelnde Realos? Diese Polarisierung beruht anscheinend auf dem derzeit um sich greifenden Fatalismus, der sich mit der neoliberalen Weltsicht abfindet. Jedenfalls fällt dabei unter den Tisch, daß gerade die Überhöhung der Technologien (die auf eine Zeit zurück geht, als das Web noch weitgehend Männersache war) oft mit einem Ausblenden von gesellschaftlichen Fragen, von unterschiedlichen Zugängen zum Web einher geht. Das ist aber nicht zwingend - es sollte doch noch möglich sein, über das Internet als sozialen Raum nachzudenken. (Gerade wenn man Konferenzen über Weblogs abhält....)Oder sind Weblogs etwa dazu da, um damit Geld zu machen, auf Kosten der Spinner die an Mythen glauben?

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