Education, Blogging, Business?!

25. April 2003 - 14:25 Uhr - Moe
In dem Interview Weblogs: Leichtgewichtiges Wissensmanagement erklärt uns Thomas Burg (Randgaenge.net), das Feld "Education" sei, zumindest im Bezug aufs Blogging, der Business Welt zuzurechnen. Blogtalk wird vom Verfasser des Interviews allerdings als "akademische Debatte" beschrieben, die das Ziel habe, "...aktive Blogger aus aller Welt mit Leuten aus der Business-Welt zusammenzubringen". Und ich bin gelinde gesagt irgendwie etwas verwirrt..?

6 Kommentare:

  1. Thomas schrieb:
    wieso?!
    # 25. April 2003 - 15:20 Uhr
  2. Moe schrieb:
    Weil ich in der Darstellung eine Gleichsetzung von Education (Bildung?), Business (Vermarktung?) und akademischer Debatte sehe, die den akademischen Sektor der Bildung und des Lernens in meiner Lesart zu einem wirtschaftlichen Absatzmarkt degradiert..
    # 25. April 2003 - 15:35 Uhr
  3. Irene schrieb:
    Alles, was nicht privat ist, ist kommerziell? Dieses Denken macht mir die ganze Wichtigtuerei um Weblogs noch unsympathischer als eh schon....
    # 25. April 2003 - 19:27 Uhr
  4. Thomas N. Burg schrieb:
    Alles was nicht privat ist hat mit eben nicht-privaten Geschäftsprozessen zu tun. Business/Privat ist eine Polarisierung und daher nicht präzise genung. Allerdings: soviel kann ich aus eigener Erfahrung sagen, Asubildung ist Business. Ob man damit Geld verdienen kann, steht auf einem anderen Blatt - ein Absatzmarkt ist es bereits. Allerdings sobald man StudentInnen und SchülerInnen als Kunden sieht, wird Ausbildung zum Business.
    # 27. April 2003 - 12:27 Uhr
  5. tempa schrieb:
    Lernende als Kunden? Na! Die Motive eines Kunden sind dann doch teilweise unvereinbar mit Lernerfolg.

    Die Wirtschaftlichkeit und der Wirtschaftsbetrieb ergibt sich aus der Notwendigkeit, dass die, die die Lehranstalt herstellen, einrichten und unterhalten, von irgendetwas leben müssen. Wo Gelder die Hände wechseln sind die, die damit persönliche Gewinne erzielen nicht weit und schon sind wir mitten im Business, der soziale Interessen hinter die unternehmerischen stellt. Dies stelle ich hierbei ohne den moralischen Zeigefinger fest.

    Unmoral entsteht zwar auch in diesem Schatten, aber das ist eine andere Geschichte.
    # 25. April 2004 - 20:56 Uhr
  6. LexHH schrieb:
    Mit Interesse lese ich, dass "wirtschaftlicher Absatzmarkt" Gegenstand einer Degradierung ist.

    Was erhebt denn die staatliche (angeblich freie) Lehre über die Lehre, die ökonomischen Gesichtpunkten dient?

    Ohne Kommerz und Business gäbe es das Internet in seiner jetzigen Form nicht, damit auch keine Blogs und auch kein Geld, mit dem man sich einwählen kann, um Blogs zu lesen :-)

    Vom Essen mal ganz zu schweigen...
    # 01. April 2005 - 15:51 Uhr

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