Robert schreibt über Blogging, Wissenschaft und Ehrlichkeit, und ich verstehe ehrlich gesagt deutlich weniger als mir lieb ist: Doch ich habe einfach keinen Bock zu sehen, wie selbstdeklarierte Experten erneut bei einem neuen Thema den ramponierten Ruf der IT weiterhin fördern: "kein Ahnung von der Businesspraxis, Labertaschen und Träumer" Ist Theorie unehrlich, wenn sie sich nicht eins-zu-eins über eine wie auch immer geartete Praxis stülpen lässt? Muss sich ein Forschungsinteresse A priori anhand dessen, was doch erst noch als zu erforschen gilt, begründen lassen?
Dass es immer Praktiker gibt, die es schon seit 30 Jahren eben einfach irgendwie machen, und dass manche von ihnen so auch ganz erfolgreich ist, mag sein. Alle anderen werden dann immer gerne vergessen. Ich weiss nicht, ob dieser Sachverhalt in der Wirtschaft zutrifft, in der Erziehungswissenschaft tut er es jedenfalls nur allzu oft.
Ist es ein "klassisches" Theorie-Praxis-Verhältnis? Oder steckt etwas dahinter was ich bisher noch nicht kapiert habe?
Blogging, Wissenschaft, Theorie & Praxis
11. Januar 2004 - 11:19 Uhr - Moe3 Kommentare:
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In jedem Projekt gibt es offene Fragen. In jedem Projekt gibt es Dinge zu "erfinden", die zunächst durch keine Theorie oder Methode eindeutig im vorhinein zu beantworten sind. Ein gewissen Mass an "try & error" gehört dazu. Meine Erfahrung ist etwa 70% "bekannt" und 30% "unbekannt in einem durchschnittlichen Projekt.
meine Rede von vorhin bezog sich übrigens nicht auf ein Weblog-Projekt. Ich denke, dass gesagte gilt für alle Projekte allgemein.