Die SPD in Hamburg-Horn führt ein - wie ich meine - sehr vorbildliches Weblog. Den einen oder anderen Versuch, Weblogs in der deutschen Politik zu verwenden gab es ja schon, dies ist jedoch der meiner Ansicht nach bislang mit Abstand am besten gelungenste. Gerne mehr davon!
Ach ja, wer mag kann auch der CDU-Bundestagsabgeordneten Kristina Köhler beim Tagebuchschreiben zusehen: Alle 8 Wochen gibt es auch mal einen Eintrag oder so.
Auffallend ist, dass sich konservative Politik ob ihrer Güte anscheinend keine Kommentarfunktion leisten kann, so jedenfalls auch in diesem Fall. Vielleicht war auch einfach nur jemand so schlau der guten Frau (s)ein Weblog-System zu verkaufen, auch wenn da gar nicht gebloggt wird, wer weiss.
Siehe auch das Weblog von G.W. Bush, welcher im Gegensatz zu seinem demokratischen Gegenkandidaten Howard Dean ebenso die Kommentarfunktion deaktiviert hat. Aber ich schweife ab.
Weblog der SPD Hamburg-Horn
11. Januar 2004 - 10:56 Uhr - Moe10 Kommentare:
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<a href="http://www.kristina-koehler... <a href="http://www.kristina-koehler... <a href="http://www.kristina-koehler... <a href="http://www.kristina-koehler... <a href="http://www.kristina-koehler... <a href="http://www.kristina-koehler...
Alle obigen Links funktionieren über ein Weblog-System. Nur weil irgendwo Tagebuch steht, muss es nicht unbedingt das alleinige Weblog auf einer Website sein. Links und Kommentare sind aus reinem Personalmangel nicht vorhanden.
Mehr Informationen kannst du dir bei <a href=http://www.roell.net>Martin Roell</a> holen, der zu diesem Thema sicherlich mehr Informationen hat.
2. wie hoch ist denn so der personalaufwand, einen link zu setzen?
3. deine unfähigkeit habe ich in dem beitrag gar nicht angesprochen.
4. kann oder mag fr köhler nicht für sich selbst sprechen? oder gehört das zum service?
stimmt! Ist aber bei der Hamburger SPD ähnlich. Ich wollte hauptsaechlich nur meinen Unmut äußern, dass nur das Tagebuch (was wirklich kaum gepflegt wird) als einziges Weblog wahrgenommen wird. Das Tagebuch ist nur ein kleines Gimmick - der Schwerpunkt soll bei KK nicht im privaten Bereich, sondern in ihrer Arbeit liegen.
zu 2:
Wenn du nur eine Art Linkdump über politische Themen betreiben willst, dann ist der Aufwand gering. Möchtest du aber noch deine persönliche Meinung zum Thema verkünden, dann ist der Aufwand wesentlich höher. Das Problem ist wahrscheinlich, dass du keine Ahnung von der Arbeitsweise von Politikern hast. Ob die gut oder schlecht ist, sei natürlich dahingestellt...
zu 3:
Sorry, bin heute morgen etwas schlecht gelaunt.
zu 4:
Wie meinst du das? Jetzt hier im Weblog oder weil sie auf der Homepage manchmal in der dritten Person genannt wird?
Die Leute neigen dazu, bei jemandem, der sich gerade in Reichweite befindet, Dampf abzulassen: Ich habe da schon die unfreundlichsten Dinge gelesen, die mal eben in ein Kontaktformular geschmiert wurden. Als Politiker hätte ich keine Lust, mein Blog nach einigen Tagen Abwesenheit so vorzufinden.
Als kleine Anekdote kann ich dir erzaehlen, dass sich auf der gleichen Website auch ein Gaestebuch befindet. Und allein der Aufwand fuer diesen Bereich ist schon wahnsinnig aufwendig. Gerade bei Personen, die regelmaessig in der Oeffentlichkeit stehen, werden andauern dumme und beleidigende Beitraege hinterlassen. So musste ich an einigen Tagen knapp 100 Beitraege wieder aus dem Gaestebuch entfernen. Bei einigen Beitraegen muss man sich sogar fragen, ob man nicht den Staatsschutz einschalten sollte.
Kommentare in Politiker-Weblogs werden erst dann funktionieren, wenn du ein zentrales Kommentarsystem mit eindeutiger Identifizierung hast. Deswegen meinte ich auch, dass du mal Martin Roell danach fragen solltest. Wir beide haben naemlich darueber schon oft gesprochen und er hat auch so manche gute Idee...
http://www.hebig.com/wahlin...
Ohne Kommentarfunktion übrigens...
Heiko Hebig ist eben ein Profi und kennt sich mit Weblogs aus...
ich frage mich wie es kommt, dass manche "politischen" blogs den aufwand auf sich nehmen kommentare zuzulassen, und somit eben auch übers web in einen dialog mit den wählern zu treten, und andere nicht. meine unterstellung ist, dass es mit dem jeweiligen politischen lager zu tun haben könnte, aber dont' quote me on this one :) könnte ebensogut meine selektive wahrnehmung sein.
kommentare mit "eindeutiger identifizierung" sind so eine sache, ab dem moment wo entweder ein zwang oder ein normativer druck entsteht sie zu benutzen, denke ich. nebenbei: könnte man nicht einfach jeden kommentar mit seinem pgp key signen wenn man denn will, so wie es in einer email möglich ist?