Die Geister die ich rief

10. Dezember 2003 - 11:52 Uhr - Moe
Wer arbeitet soll auch essen, wer nicht arbeitet soll auch nicht essen und ähnliches muss ich seit gestern verstärkt im Weblog Gegen Studiengebühren in Hessen lesen, da sich dort der erste aktive Gebührenbefürworter eingefunden hat. Dieser Mensch ballert nun das Weblog, auch die Hauptseite, mit Pro-Gebühren-Beiträgen voll die er von der Website der hessischen Landesregierung kopiert, oder führt wilde Vergleiche zu europäischen Ländern die wenigstens sinnvoll eingesetzt Studiengebühren haben (nicht so wie hier in Hessen wo die Gebühren direkt ins von Herrn Koch verursachte Haushaltsloch fliessen sollen) u.ä.. Ach ja, und es ist soweit ich das sehen kann kein Student sondern ein arbeitender Mensch der für sein Studium zahlen musste. Ja nee iss klar.
Langsam ärgere ich mich, dass ich ein offenes Gruppen-Weblog gestartet habe, da es in der Tat längerfristig gegen "Kommunikationsattacken" kaum zu schützen ist. Nur, wie soll man das beurteilen und wie damit umgehen? Ist das überhaupt eine Attacke, oder muss ich in meinem Weblog jeder Stimme einen Raum geben und sie gewähren lassen? Zensieren? Mir scheint beides keine sehr elegante Lösung.

55 Kommentare:

  1. Mama schrieb:
    <i>Wer arbeitet soll auch essen, wer nicht arbeitet soll auch nicht essen</i>

    Da hat jemand die Lösung aller finanziellen Probleme gefunden: Unproduktive Kinder und Rentner abschaffen.
    # 10. Dezember 2003 - 12:40 Uhr
  2. Moe schrieb:
    zu "arbeit macht frei" ist es kein soo langer weg mehr.
    # 10. Dezember 2003 - 13:14 Uhr
  3. Alexander schrieb:
    Hallo Moe,

    ich finde aber, dass Du Dich mit einigen guten Gegenargumenten noch nie richtig auseinandergesetzt hast. Zum Beispiel kann ich nicht nachvollziehen, dass man allenthalben bei Gebührengegnern hört, es sei doch "genug Geld da". In welcher Welt leben diese Leute?
    # 10. Dezember 2003 - 15:15 Uhr
  4. Alexander schrieb:
    Nachtrag:

    Koch hat das Haushaltsloch nicht verursacht, er hat es geerbt und will es jetzt schließen.

    Ihm einerseits vorzuwerfen, dass er spart, um den Haushalt zu konsolidieren, ihm andererseits aber das Haushaltsloch anzulasten, ist schon recht widersprüchlich ...
    # 10. Dezember 2003 - 15:16 Uhr
  5. Moe schrieb:
    naja der punkt ist eben, dass ich mich sehr wohl mit den diversen argumenten auseinandergesetzt hab. zum thema studiengebühren für "langzeitstudenten" kam ich zu dem schluss dass sie eine politische farce sind. das sieht nebenbei, und auch hier wiederhole ich mich zum 1000. mal, ebenso die hochschulrektorenkonferenz des landes hessen so, weiterhin die gesamte politische opposition, ein grossteil der studierendenschaft, das Centrum für Hochschulentwicklung (welches als Interessenvertreter der deutschen WIrtschaft nebenbei sogar für *allgemeine* Studiengebühren ist!), und eigentlich jeder sich fernab von stammtischdiskussionen und rhetorischen phrasen mal damit auseinandergesetzt hat.
    dass genug geld da ist behaupte ich nach wie vor, wenn wir im lande hessen ein haushaltsloch von 1 Mrd.€ haben während die schwerreichen und die Grosskonzerne jährlich 1-2 Mrd.€ Verlust durch Steuerhinterziehung verursachen.
    In welcher Welt wir eigentlich leben? In einer in der der, der sich das grösste Anwaltsheer leisten kann oder die grösste Wirtschaftslobby hat Recht bekommt, anscheinend.
    Und wo wird gespart? Bei allen sozial Schwachen: Studierende, Blinde, Schuldner, Drogenabhängige, Opfer häuslicher Gewalt.
    Weiterhin saftige Zuschüsse gibts für die Frankfurter Pferderennbahn, das Weingut und das Elite-Internat.
    Die Kürzungen stehen in keinerlei Verhältnis zu der angeblichen Armut in Deutschland, einem Land in dem es noch nie mehr Millionäre gab als heutzutage.
    # 10. Dezember 2003 - 16:44 Uhr
  6. Alexander schrieb:
    Moe, ich rede immer nur von allgemeinen Studiengebühren! Und wenn es den Gebührengegnern in den Kram passt, verwenden sie ja - leider - auch häufig Argumente gegen Langzeitstudiengebühren (zB die CHE-Haltung) gegen Gebühren allgemein.

    Steuerhinterziehung ist verboten, sind wir uns da einig? Was soll der Staat denn darüber hinaus machen? Er geht doch auch nachweislich gegen Hinterzieher vor. Willst Du eine "Moralkampagne" gegen Steuerhinterziehung?

    Und was stört Dich an Eliteförderung? Soweit ich informiert bin, steht die jedem - nur abhängig von der Leistung! - offen.

    Im übrigen finde ich interessant, dass das Argument der die Einnahmen übersteigenden Verwaltungskosten bei der Vermögensteuerdiskussion nie zu hören ist (jedenfalls nicht von den Befürwortern einer solchen Steuer) ...
    # 10. Dezember 2003 - 17:52 Uhr
  7. Alexander schrieb:
    Und nein, ich bin kein Millionär und ich müsste keine Vermögensteuer bezahlen. Meine Ablehnung gegen eine solche Substanzsteuer ist grundsätzlicher Natur.

    Wir alle kennen außerdem das Interview des Spiegel mit Hasso Plattner ...
    # 10. Dezember 2003 - 17:55 Uhr
  8. Frank schrieb:
    Also ich denke, zensieren wäre keine Lösung. Ich denke auch, dass man sich mit Gegenstimmen auseinandersetzen sollte (soweit diese ernst gemeint sind und nicht nur Gelaber). Eine Auseinandersetzung kann auch Verstehen bringen, und das wäre ohnehin gut für Euer Anliegen: Verstehen, Verständnis beim Rest der Bevölkerung zu wecken. Ich fürchte fast dass der Großteil der "arbeitenden" (und erst Recht der arbeitslosen) Bevölkerung Euer Problem überhaupt nicht richtig verstehen, geschweige denn nachvollziehen kann. Und so besteht die Gefahr, dass Ihr in Eurem "studentischen Elfenbeinturm" isoliert bleibt und dadurch letzten Endes mit Euren Protesten auch erfolglos bleiben müsst. Manche Aktionen - halbnackte StudentInnen in der Innenstadt - sind sicherlich gut gemeint, amüsieren aber eher als zum Nachdenken anzuregen über den wirklichen Ernst der Lage.
    Aber das ist nur meine private Meinung!
    # 10. Dezember 2003 - 18:03 Uhr
  9. Frank schrieb:
    @ Alexander:
    Nette kleines Märchen von der Eliteförderung, die angeblich allen offensteht, nur abhängig von der Leistung.

    Stimmt so schon lange nicht mehr.

    Schau Dir nur mal an, wieviel Prozent der Scüler in Gymnasien Kinder von Arbeitern oder vergleichbaren Schichten sind ... (hab' im Moment keine belastbaren Angaben bereit, sorry; findet man aber sicher im Netz).

    Schon DA fängt der Siebungsprozess an, ganz unabhängig von den Talenten und Leistungen des jeweiligen Schülers.
    # 10. Dezember 2003 - 18:08 Uhr
  10. Moe schrieb:
    abgesehen sind, so interpretiere ich zumindest PISA, fehlende eliten nun wirklich nicht unser hauptproblem. unser hauptproblem ist die masse.
    und Alexander, ich rede *natürlich* nicht von allgemeinen Studiengebühren die am besten auch noch in die Unis fliessen. Ich rede ganz konkret vom Plan der hessischen Landesregierung: Studiengebühren für Langzeitstudenten die ins Haushaltsloch fliessen! Alles andere ist auch eine andere Debatte. Ich verwende durchaus zb die CHE Position nicht wie es mir passt - wenn ich mich nicht irre habe ich immer dazu gesagt, dass die beim CHE allgemeine Studiengebühren befürworten. Aber sie haben eben nun auch gesagt dass Herr Kochs Pläne in ihren Augen nun mal nicht mehr als dumpfe Stammtisch-Polemik sind, und da teile ich ihre Ansicht.
    Zur Steuerhinterziehung: Die moralische Frage hierbei kann man getrost ignorieren, in einer Gesellschaft in der kapitalistische Ideologien so weit vorgedrungen und schon "normal" sind, dass derjenige der am meisten Steuern bescheisst am Stammtisch als der tollste Hecht gilt.
    Der Verband der Steuerprüfer Hessens rechnete irgendwann mal vor, dass (das sind nicht die echten Zahlen denn ich habe sie gerade nicht im Kopf, aber zumindest grobe Grössenordnungen) ein Steuerprüfer das Land durchschnittlich irgendwie 80000€ oder so pro Jahr kostet aber dafür auch über 400000€ durchschnittlich einfährt.
    Wieso werden die also nicht eingestellt? Vielleicht weil Teile unserer Regierung in denjenigen Firmen im Vorstand sitzen, welche nicht unerhebliche Gewinne in diesem Land erwirtschaften? Man weiss es nicht. Holen will mans jetzt eben bei den sozial Schwachen Gruppen da sie keine wirtschaftliche Macht besitzen die sie dem entgegen setzen könnten. Dabei ist und bleibt unser Kapital doch die Bildung!
    # 10. Dezember 2003 - 18:43 Uhr
  11. Frank schrieb:
    Mo, meiner bescheidenen Meinung nach ist Dein Ansatz *völlig falsch*.
    Einerseits schreibst Du "in einer Gesellschaft, in der kapitalistische Ideologien so weit vorgedrungen sind".
    Andererseits schreibst Du "Dabei ist und bleibt unser Kapital doch die Bildung!"
    Dazu denke ich: vergiss es!

    In dieser sich mehr und mehr kapitalisierenden Gesellschaft interessiert es keinen mehr, ob breite Schichten der Bevölkerung gebildet sind oder nicht.
    Es interessiert nicht, ob die sozial Schwachen studieren können. Und für die Zahnarztsöhnchen, die ein Langzeitstudium brauchen, zahlt Papa!

    Du kannst ein besch... System nicht mit moralischen Aufrufen ("Dabei ist und bleibt unser Kapital doch die Bildung!") an eben dieses System kurieren.

    Denke ich.
    # 10. Dezember 2003 - 18:52 Uhr
  12. Moe schrieb:
    hmm ich sah das weniger als einen moralischen Aufruf, eher als den verzweifelten Versuch in der selben Ideologie zu argumentieren, die ich ablehne. Vielleicht liegt hier der Fehler. Andererseits ist das die Sprache die die meisten Leute nun mal verstehen. Das ist wirklich ein Problem. Nur sehe ich keine Lösung.
    # 10. Dezember 2003 - 18:57 Uhr
  13. Heiko Engelke schrieb:
    Zum "Elite"-Internat Schloss Hansenberg: Ich bin Schüler und hatte die Unterlagen von denen mal in der Hand: Wer am Gymnasium einen Notendurchschnitt besser zwei hat, kann sich bewerben. Dann muss er noch einige Fragen beantworten, zB zu den Büchern, die er zuletzt gelesen hat. Das ist Elitenförderung, und zwar faire. Man hat sich dafür ein Schloss ausgesucht, das leerstand (Stilfrage halt, neue Schule bauen ist auch nicht kostenlos) und muss das nun renovieren. Eine normale Schulrenovierung, wie sie an meiner Schule gerade stattgefunden hat, ist da nicht viel billiger, denn dieses Gymnasium -- ein Internat, was das ganze sicher nicht verbilligt -- befindet sich noch im Aufbau.

    Und das kostet nunmal Geld, so what? Übrigens: Der "Siebungsprozess" findet abhängig von den Talenten und Leistungen des jeweiligen Schülers statt, anhand der Noten, die man bringt. Beim Wechsel zu den weiterführenden Schulen zählt allein der Elternwunsch, sitzen bleibt man mit genügend Fünfen. Zumindest an den Schulen hier im Umkreis ist das Praxis (hab Lehrer als Eltern), ich weiß wirklich nicht, was du meinst.
    # 10. Dezember 2003 - 19:01 Uhr
  14. Frank schrieb:
    Tja, ich sehe auch keine Lösung (und einige werden jetzt wieder keifen: meckern könnense, aber besser machen könnense es auch nicht).

    Aber Demonstrationen und so was, also eher "Kampf" statt "Bitten", das finde ich schon richtig.
    # 10. Dezember 2003 - 19:04 Uhr
  15. Moe schrieb:
    Heiko, hast Du gerade die Zahlen zur Hand, welcher Millionbetrag für wieviele hundert Schüler in diese Schule gepumpt wurde?
    # 10. Dezember 2003 - 19:17 Uhr
  16. Frank schrieb:
    @Heiko:

    Heiko, ich finde, man kann unterscheiden zwischen einer Elite-Förderung für besonders Begabte und einer Elite-Förderung, die sich auf den Geldbeutel bezieht.

    Das hier sind Schweizer Zustände: http://www.brueckenbauer.ch... . Und solcherart "Elite"-Förderung meine ich oben.

    Schloss Hansenberg ist in der Trägerschaft des Landes Hessen und daher eine öffentliche Schule und daher stellt sich das Geldproblem nicht in dem Maße wie an privaten Schulen.
    Trotzdem würde mich mal interessieren, was die Eltern Deiner Mitschüler für Berufe haben. Mach doch mal eine Umfrage ;-).

    Nebenbei: wenn die Kosten für "allgemeine Bildung" runtergefahren werden, ist es nicht richtig, dass die Kosten für Elite-Förderung nicht angetastet werden. Von daher lebt Schloss Hansenberg auf Kosten der anderen ...
    # 10. Dezember 2003 - 19:20 Uhr
  17. Alexander schrieb:
    @Heiko: Danke für den Hintergrundbericht zu diesem Gymnasium. Leider aber führt das Wort "Elite" offenbar zu unwillkürlichen Abwehrreaktionen ...
    # 10. Dezember 2003 - 19:45 Uhr
  18. Frank schrieb:
    Falls "Elite" bedeutet, dass sich eine kleine Gruppe auf Kosten aller anderen mästet: in der Tat!
    ;-)
    Alexander: wie definierst Du "Elite"?
    # 10. Dezember 2003 - 19:58 Uhr
  19. Alexander schrieb:
    Frank: Das ist doch Polemik. Ihr wisst alle, dass es bei diesem "Elite"-Internat um die Förderung derer geht, die sich durch Leistung (!) diesen Platz erworben haben.

    Und ja: Ich habe nichts gegen ein System, in dem Leistung etwas zählt.

    Frank, was würdest Du sagen, wenn ein Großteil der Bevölkerung mit Deinem Elitebegriff zB Langzeitstudenten verbinden würden?
    # 10. Dezember 2003 - 20:07 Uhr
  20. Alexander schrieb:
    Nochmal zum Sinn von Langzeitstudiengebühren:

    Was wäre, wenn die Gebühren wegen des Verwaltungsaufwands in der Tat aufkommensneutral wären, ihr Sinn aber vielmehr darin läge, die Leute zu einem zügigen Abschluss des Studiums zu bewegen?

    Nein, nicht um in den kapitalistischen Knochenmühlen ihre Seelen zu verkaufen, damit "die Reichen" noch mehr goldene Rückenkratzer kaufen können, sondern zum Beispiel um die Sozialsystem ein wenig zu entlasten. Die haben es nämlich nötig.
    # 10. Dezember 2003 - 20:10 Uhr
  21. Frank schrieb:
    Über den Elite-Begriff ist ja vor einiger Zeit heftig diskutiert worden.
    Ich persönlich bin durchaus der Meinung, dass ein Land Eliten braucht und auch besonders fördern sollte.
    Ich hab' nichts gegen Eliten (und auch nicht gegen ein System, in dem Leistung etwas zählt).

    Ich glaube, die Masse der Bevölkerung versteht unter "Elite" jenen Klüngel aus Wirtschaft, Politik und Rampenlicht, der i. A. als "die oberen Zehntausend" bezeichnet wird.

    Und deren Kinder bewegen sich schon von frühauf in bestimmten Kreisen. Und die schicken ihre Kinder gerne auf Elite-Schulen. Unabhängig von der Leistung.

    Und das - und nur das - ist das Problem, das ich meine.

    Nebenbei gesagt: Ich glaube nicht, dass in unserem System Leistung wirklich zählt. Beziehungen, die Zugehörigkeit zu den Filz der "oberen Zehntausend" zählt jedenfalls mehr.

    Aber jetzt genug davon von meiner Seite, wir weichen zu sehr von Moes Thema ab, fürchte ich.
    # 10. Dezember 2003 - 20:16 Uhr
  22. Moe schrieb:
    zum Thema Eliten: Leistung ist ja schön und gut, aber dass Noten keinerlei Vergleich zulassen sobald man einen Klassenraum verlässt ist empirisch erwiesen. Die Elitenförderung zeigt zumindest deutlich, dass hier in dieser Zeit in der wir ja alle aufgrund drastischer Sparmassnahmen den Gürtel enger schnallen müssen, wie man uns glauben machen will, hier aber auch gar nichts gekürzt wird. Geld ist genug da, auch hier wieder. Währenddessen werden etliche soziale Institutionen nicht etwa ein wenig gekürzt, sondern komplett geschlossen. Die eindrucksvolle Liste habe ich hier im Weblog ja schon mal gepostet.
    zum Thema Studiengebühren als Strafe die zu zügigen Abschlüssen führen soll: Wo ist der Sinn, wenn ich jetzt zusätzlich einen weiteren Tag pro Woche arbeiten gehen soll, nur um diese Gebühren zu zahlen? Meine Leistungskapazität bezüglich meines Studiums sinkt dadurch um weitere 20%. Und ich nehme einem Spezialisten einen potentiellen Job weg, wenn ich irgendwo sitze und für 8€ pro Stunde HTML schreibe. Selbstverfreilich ohne Urlaubs- oder Krankengeld. Die Gebühren sollen ja schliesslich nicht im Nachhinein gezahlt werden.
    # 10. Dezember 2003 - 20:22 Uhr
  23. Alexander schrieb:
    @Moe: Kannst Du Dir wirklich nicht vorstellen, dass im Stundenplan der Langzeitstundenten in der Regel noch "Luft" ist?
    # 11. Dezember 2003 - 00:05 Uhr
  24. Moe schrieb:
    nicht wenn sie sich neben dem studium vielleicht noch weiterbilden wollen, arbeiten um ihr studium zu finanzieren, kinder haben,...
    # 11. Dezember 2003 - 00:19 Uhr
  25. Alexander schrieb:
    Reicht der Puffer von 4 Semestern über der Regelstudienzeit als Ausgleich für diese Aspekte, zudem die Härtefallklauseln, denn nicht aus?
    # 11. Dezember 2003 - 02:35 Uhr
  26. Moe schrieb:
    nicht wenn die studienbedingungen so schlecht sind, dass man allein schon deswegen 2 oder mehr semester länger braucht. weil man zb aus relevanten seminaren wegen gnadenloser überfüllung rausfliegt.
    # 11. Dezember 2003 - 03:13 Uhr
  27. ralle schrieb:
    Das mit den bösen teuren asozialen Langzeitstudenten ist doch horrender Quatsch, es belegt niemand ein Seminar 10 mal, sondern nimmt die gleichen Leistungen über einen längeren Zeitraum in Anspruch.

    Fakt ist: Sparen möchte man auf Seiten der Herrschenden da wo der geringste Widerstand zu vermuten ist, darum fängt man bei Bildung und Sozialem, gerade in Hessen, an, spart damit dann für ein paar weitere Planstellen in Kochs Propaganda- und Obstruktionsstab, äh ich meine, in seiner Staatskanzlei. Koch war, ist und wird immer ein skrupelloser Populist sein, das ist das einzige Konzept hinter all diesen Dingen.

    Bildung ist doch in Deutschland zum Kostenfaktor verkommen, es geht doch nicht mehr um irgendwelche Bildungsideale (Ideale sind nicht mehr "zeitgemäß", natürlich), sondern darum in möglichst kurzer Zeit in verschulten Studiengängen (akademische Freiheit ist nicht mehr "zeitgemäß") handlich zurechtgestutzte, von allem überflüssigen kulturellen und geistesgeschichtlichen Quatsch ferngehaltene (das nennt man dann "Entrümpelung" der Inhalte) und Sozialbeiträge zahlende Kretins für die Wirtschaft zu züchten, am besten noch in modischen sechssemestrigen Pseudo-Studiengängen die man dann "Bachelor" nennt (das ist dann "Reform", alles muß so sein wie in Amiland, weil wir "müssen" ja international vergleichbar sein, alles andere ist nicht mehr "zeitgemäß").

    Ich könnte mich schon am frühen Morgen über all das furchtbar aufregen ...
    # 11. Dezember 2003 - 07:19 Uhr
  28. Wolfgang Flamme schrieb:
    Instinktiv denke ich, ein Kreditsystem ist hier die fairste Lösung der Probleme. Einfach, weil es auf der 'Soll-Seite' am treffendsten den Kostenaspekt wiederspiegelt, der auf der 'Haben-Seite' (nur scheinbar) immateriell erworben wird.

    In der Tat, warum sollte man das Potential der Sudierenden und Nicht-Studierenden von unten in Form eines 'sozialen Kahlschlags' beschneiden?

    Nehmen wir also das Geld von den Reichen! Genau von denen, die morgen davon profitieren, daß sie heute studieren uns sich besser qualifizieren können.
    Und die Wirtschaft wird sich ebenso darauf einstellen müssen, daß nicht der kleine Maschinenführer ihr Zugriffsspektrum auf White-Collar-Jobs finanziert, sondern die Gehaltsforderungen der ehemaligen Studenten, die nun ihren Kredit zurückzahlen müssen. Das wäre irgendwie doch nur fair, oder?

    Nur ein Brainstorming.
    # 11. Dezember 2003 - 19:24 Uhr
  29. Alexander schrieb:
    Die Gegner werden sagen, dass Bildung kostenlos sein muss. Basta.

    (Natürlich gilt das nicht für Meisterschulen und Kitas. Basta.)
    # 11. Dezember 2003 - 19:55 Uhr
  30. Moe schrieb:
    Also ich sehe mich momentan erstmal primär als Gegner dessen, was hier ganz konkret in Hessen eingeführt werden soll: Gebühren für Langzeitstudenten fürs Haushaltsloch und Zerstörung des sozialen Netzes. *Das* gilt es zu kritisieren. Basta.
    # 12. Dezember 2003 - 00:08 Uhr
  31. Alexander schrieb:
    http://www.spiegel.de/unisp...

    "Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und das Gütersloher Centrum für Hochschulentwicklung hatten die Meinungsforscher von Forsa beauftragt, Studenten und Nicht-Studenten in Deutschland zu Studiengebühren zu befragen. Eine moderate Studiengebühr von 500 Euro im Semester erscheint demnach immerhin 59 Prozent der befragten Studierenden gerechtfertigt."
    # 12. Dezember 2003 - 01:01 Uhr
  32. Alexander schrieb:
    Moe: wo und inwiefern zerstört Koch "das soziale Netz"? Das sind harte Worte, finde ich, die man sorgsam wählen sollte. Sonst ist es irgendwann wie mit dem Jungen, der immer "hilfe, ein Wolf" schrie und dann nicht beachtet wurde, als wirklich ein Wolf kam ...
    # 12. Dezember 2003 - 10:48 Uhr
  33. Moe schrieb:
    Alexaner, hast Du Dir die Liste der kürzungen mal angesehen?? Auch hier wieder die ca. 1000. Wiederholung: Die Liste der Kürzungen ist massiver als es das jemals in einem deutschen Bundesland gab. Um nur wenige Beispiele zu nennen muss zb die haupstelle von pro familia in ffm dicht machen, die drogenberatung des gesamten landkreises grünberg wird geschlossen, 20% aller frauenhäuser machen dicht. aber all das haben wir auf protest.blogger.de schon zig mal durchgekaut, falls du die fakten zur kenntnis nehmen möchtest.
    mir hier übertreibung zu unterstellen find ich schon fast bizarr.
    # 12. Dezember 2003 - 10:57 Uhr
  34. Alexander schrieb:
    Ich habe das sehr wohl zur Kenntnis genommen! Akzeptierst Du aber, dass ich das nicht für das halte, als das Du es beschreibst?

    Wenn das eine Zerstörung des sozialen Netzes ist, was wäre dann die ersatzlose Streichung der Sozialhilfe?
    # 12. Dezember 2003 - 11:05 Uhr
  35. Alexander schrieb:
    Und nochmal: ich bin kein "Reicher" (ich setze das immer ironisierend in Anführungszeichen, manche übersehen das wohl leider), bin kein Adeliger, bin kein Privilegierter, ich entspreche schlicht in keiner Weise den gepflegten Feindbildern.

    Ich war - wie ich auch schon öfter betonte - 1997 gegen die Mittelkürzen an bayerischen Universitäten "im Streik". Damals aber gab es nicht diese Vermengung mit allgemeinen sozialistischen Revolutionsphrasen wie "Alles für alle - und das umsonst" (so gesehen auf Plakaten hier in Berlin).

    Das ist der Unterschied.

    Und ja, ich habe neben meinem Studium gearbeitet.
    # 12. Dezember 2003 - 11:08 Uhr
  36. Moe schrieb:
    ja, ich habe auch neben meinem studium gearbeitet und werden nun unter anderem genau dafür durch gebühren bestraft.
    zum sozialabbau müssen die leute erst am strassenrand liegen und verhungern, muss die häusliche gewalt erst steigen, muss die zahl von schuldnern erst steigen, müssen erst lernwillige studenten zwangsexmatrikuliert werden, bis du die zahlen und fakten akzeptierst?
    findest du es nicht zumindest nachvollziehbar, dass es zu solchen sprüchen auf transparenten kommt wenn man sich ansieht, wie die politische mehrheitsdiktatur in diesem lande funktioniert? wo, wenn das STUGUG im landtag gelesen wird, gerade mal 8 CDU-ler sich auch nur *anhören*, was da überhaupt drinsteht? Damit dann zur Abtimmung die gesammelte Bande im Saal erscheint und geschlossen mehrheitlich gegen die gesamte opposition dafür stimmt? Was ist das, wenn keine Diktatur?
    Und dass es derart massive Kürzungen, ausnahmslos vorgenommen bei allen sozial schwachen gruppen ohne lobby in einem bundesland seit 1945 nicht gab ist fakt.
    jetzt geraten wir als wieder in verhältnisse *vor* 1945. hut ab.
    und wenn man als anwalt wirklich nur ein armer schlucker ist muss man in seiner profession irgendwas falsch gemacht haben, könnte ein aussenstehender meinen.
    # 12. Dezember 2003 - 11:17 Uhr
  37. Alexander schrieb:
    Du hast von einer Zerstörung (!) des sozialen Netzes gesprochen. Das kann ich - auch nach Deinen "Beispielen" - nicht nachvollziehen.

    (Zu den Beispielen kann ich wenig sagen: wer glaubt, dass es in Deutschland möglich ist oder sein wird, dass Leute verhungern müssen, dem ist nicht mehr zu helfen.)

    Parlamentarische Abläufe mögen für denjenigen, der sich nicht damit beschäftigt, manchmal komisch wirken. Die Abgeordneten haben aber mehr zu tun, als sich Plenardebatten anzuhören. Das heißt nicht, dass sie nicht über die Gesetzentwürfe informiert sind und diese mittragen.

    Im übrigen finde ich interessant, dass Du aus meinem Satz "Ich bin kein 'Reicher'" ein "Ich bin ein armer Schlucker" machst. Woran ich dann - so lese ich bei Dir - selbst schuld wäre, denn wer Jura oder BWL studiert hat, gehört nun mal zu den "Reichen", denen "da oben", basta. Dazu fällt mir wirklich nichts mehr ein.

    Was würdest Du sagen, wenn Dir jemand vorhielte, Du seist eben selbst dran schuld, wenn Du es nicht - wie so viele viele andere - geschafft hast, trotz Nebenjobs Dein Studium in der Regelstudienzeit plus 4 Semestern durchzuziehen?
    # 12. Dezember 2003 - 11:44 Uhr
  38. Moe schrieb:
    genau das wird mir ja eben vorgehalten. ich bin selbst schuld, 4 jahre als hiwi gearbeitet zu haben, ein einser-vordiplom abgeleistet zu haben, aus überfüllten seminaren geflogen zu sein. das ist ja genau der witz dran. neoliberale machtsysteme die diejenigen ausgrenzen, die nicht in ihre zweckrationale verwertungslogik passen?
    und daraus dass ich auf art. 59 der verfassung hessens vertraut habe wird mir nun auch noch ein strick gedreht.
    nebenbei verkommt das "selbst schuld sein" auch zu einer farce in denjenigen studiengängen, in denen die durchschnittliche semesterzahl der absolventen schon höher ist als regelstudienzeit +4.
    genau so funktioniert ja eben die ausgrenzung: die schuldner, die drogenabhängigen, die geschlagenen frauen, die langzeitstudenten sind eben selbst dran schuld. wieso andereleuts steuergelder dafür ausgeben?
    auf genau *dieser* neoliberalen vorstellung von freiheit beruht eben die diktatur des kapitals und die ausgrenzung all dessen, was diese gefährden könnte.
    # 12. Dezember 2003 - 11:59 Uhr
  39. Alexander schrieb:
    Siehst Du: genau diese alles unlauter zu einer Melange des Grauens vermengende sozialistische Klassenkampfromantik geht mir - und mit mir sehr vielen anderen - auf den Geist.

    Es gibt so gute Argumente gegen Langzeitstudiengebühren. Mit solchen Kampfparolen wie

    "ich bin selbst schuld, 4 jahre als hiwi gearbeitet zu haben, ein einser-vordiplom abgeleistet zu haben, aus überfüllten seminaren geflogen zu sein. das ist ja genau der witz dran. neoliberale machtsysteme die diejenigen ausgrenzen, die nicht in ihre zweckrationale verwertungslogik passen?"

    verliert man jede Sympathie beim denkenden Teil der Bevölkerung.

    Tut mir leid, ist so.
    # 12. Dezember 2003 - 12:07 Uhr
  40. Moe schrieb:
    wundert es dich wenn so argumente kommen nachdem du´sämtliche fakten beiseite wischst? dein "argument" beläuft sich auf ein "selbst schuld". wir haben hier beide anscheinend eine feste meinung, und ich glaube wir sind beide der ansicht recht zu haben.
    du stellst es nun mal so dar, als könne der "denkende teil der bevölkerung" zwangsläufig nur zu der ansicht kommen, dass cdu-politik die richtige ist.
    du erklärst mir die verhöhnung der demokratie im landtag durch die cdu sei völlig normal wenn man sich da auskenne, und die schlimmsten kürzungen die es je gab wären doch gar nicht so schlimm. anscheinend sind tausende von studenten, hochschulrektoren, oppositionspolitikern und bildungsexperten einfach zu blöde um hier deiner ansicht zu sein. was erwartest du, was erwarten die anderen was dann passiert? dass der protest sowohl in seiner argumentation wie auch in seinem aktionismus abflaut und man sagt "hey ihr habt recht" und alle brav nach hause gehen? wohl kaum. dass es zwangsläufig zu einer radikalisierung führt? wohl eher.
    # 12. Dezember 2003 - 12:35 Uhr
  41. Alexander schrieb:
    Und nun? Radikalisierung wie weit? Gewalt gegen Sachen, gegen Menschen, die sozialistische Weltrevolution? Alles für alle?
    # 12. Dezember 2003 - 12:39 Uhr
  42. Moe schrieb:
    du bestätigst hier ebenso jedes klassische vorurteil wie ich es, in die andere richtung, wahrscheinlich auch tue ;)
    deswegen auch hier noch ein tausendstes mal zum mitschreiben für die etwas langsamereren unter uns: radikalität ist nicht gleich militanz ist nicht gleich gewalt - http://weblog.plasticthinki... .
    und wenn du mir hier dauernd sozialismus in den mund legen musst zeugt das ja auch von einer gewissen argumentations-armseligkeit. wer nicht für die pläne der cdu ist möchte also den sozialismus ausrufen? all die uni-präsidenten hessens welche studiengebühren fürs haushaltsloch ablehnen sind doch eigentlich auch nur verdammte kommunisten, nicht wahr?
    und dann aber immer so von oben herab "in welcher welt lebst du eigentlich?". keine weiteren fragen, euer ehren.
    # 12. Dezember 2003 - 12:52 Uhr
  43. Moe schrieb:
    und nochmal zum selbst schuld sein; ich bin also "selbst schuld", dass ich bei meiner studienplanung nicht auf eine regelung (bestrafung von langzeitstudenten) eingegangen bin, die es zu diesem zeitpunkt weder gab noch dass sie absehbar gewesen wäre?
    muss man jurist sein, um das rechtens zu finden?
    # 12. Dezember 2003 - 13:01 Uhr
  44. Alexander schrieb:
    Moe!

    Ich habe Dir nicht "Sozialismus in den Mund gelegt", den hast Du schon selbst in den Mund genommen.

    Und damit meine ich nicht eine - mehr oder weniger gut begründete - Ablehnung der Langzeitstudiengebühren.

    Wie oft muss ich noch schreiben, dass sich eine solche Ablehnung gut begründen lässt?

    Es geht mir um Bemerkungen wie die bereits zitierte, die ich gerne nochmal zitiere:

    "ich bin selbst schuld, 4 jahre als hiwi gearbeitet zu haben, ein einser-vordiplom abgeleistet zu haben, aus überfüllten seminaren geflogen zu sein. das ist ja genau der witz dran. neoliberale machtsysteme die diejenigen ausgrenzen, die nicht in ihre zweckrationale verwertungslogik passen?"
    # 12. Dezember 2003 - 13:21 Uhr
  45. Moe schrieb:
    wie gesagt, das war mein ungefähr 42. kommentar zu dem thema. inhaltliche aussagen dazu findest du in den kommentaren weiter oben, in meinem weblog, und im protest weblog. aber auch hier trage ich nochmal nur für dich zum x-ten mal einen link hinterher: http://protest.blogger.de/s...
    das scheint eine regelrechte taktik der gebührenbefürworter zu sein: sich in eine laufende diskussion einklinken, mit den pro-argumenten wieder ganz vorne anzufangen, und sich bestätigt zu fühlen wenn nun nicht alles sofort darauf eingeht und die letzten 20 beiträge nochmals postet.
    # 12. Dezember 2003 - 13:29 Uhr
  46. Frank schrieb:
    Das ist schon lustig, wie sogleich das Schreckgespenst der kommunistischen Weltrevolution hervorgeholt wird, wenn lediglich soziale GERECHTIGKEIT eingefordert wird. Alte Masche.

    Der weitaus größte Teil der Menschen, die von den Sozialkürzungen betroffen sind, ist NICHT Schuld an der Misere, die sie betrifft.
    Oder gibt es etwa genug Arbeitsplätze für alle? Oder gibt es etwa Studienbedingungen, die ein schnelles Studium gewährleisten?
    Das ist das Problem.

    Dieses Volk spaltet sich derzeit auf in eine Gesellschaft der Habenden und der Nichthabenden. Spaltet sich dauerhaft auf. Aber wir sind 80 Millionen Menschen, und nicht 60 Millionen Menschen und 20 Millionen Underdogs (hätte gern ein anderes Wort benutzt, wenn es nicht an die Na*i-Terminologie erinnern würde).

    Ich denke, man kann nicht wirklich beurteilen, was der geplante Sozialabbau bedeutet, wenn man nicht davon betroffen ist. Könntest Du, Alexander, von 345,- Euro zzgl. Krankenversicherung menschenwürdig leben? (Ich rede nicht von Luxus, aber mal Kino, Museum etc. gehört zu "menschenwürdig"). Verhungern ist erst die nächste Stufe, die hier nicht zur Debatte steht.

    Und ich denke weiter, dass parlamentarische Abläufe in der gegenwärtigen Art und Weise einen Dreck wert sind, weil sie nicht die Bevölkerung, sondern nur die Parteien bzw. nur ganz bestimmte Bevölkerungsschichen repräsentieren.
    Die <a href="http://www.spiegel.de/unisp... des Bundestages</a> zum Beispiel spricht Bände. Juristen, Beamte, Selbstständige etc., so gut wie kein Arbeiter, kein Arbeitsloser, niemand aus sozial schwachen Schichten.
    Diese Leute entscheiden über Dinge, die sie nie kennengelernt haben und nie kennenlernen werden.
    # 12. Dezember 2003 - 13:31 Uhr
  47. Moe schrieb:
    p.s.: nebenbei würde es mich freuen wenn meine kommentare in der gratis-kommentarfunktion deines weblogs auch mal erscheinen würden. das ist eben wie mit den gebühren: bezahlte systeme taugen einfach per se mehr, nicht wahr. oder man muss sich eben die zeit nehmen und die kompetenz besitzen sich eine eigene kommentarfunktion einzurichten. aber das wäre ja eine unbezahlte arbeit ohne mehrwert. heutzutage kaum noch zu rechtfertigen.
    # 12. Dezember 2003 - 13:33 Uhr
  48. Frank schrieb:
    Moe, ich bin leider zu dämlich, einen ordentlich Link zu setzen! Sorry!
    # 12. Dezember 2003 - 13:33 Uhr
  49. Moe schrieb:
    frank, die kommentare hier unterstützen leider kein (noch?) html! hier nochmal dein link: http://www.spiegel.de/unisp...
    # 12. Dezember 2003 - 13:34 Uhr
  50. Alexander schrieb:
    @Moe: Ich habe leider keine Möglichkeiten, Skripten zu installieren. Und weil ich kein Bafög bekomme, kann ich meinen eigenen Webspace auch nicht upgraden, tut mir leid.

    Nicht nur die kostenlose Version dieser Kommentarsoftware spinnt, auch die "Vollversion".

    Ich möchte Euch eine Frage stellen:

    Warum bin ich für allgemeine Studiengebühren? Würde mich wirklich interessieren, in welche Lobby/Kaste Ihr mich einordnet.
    # 12. Dezember 2003 - 14:14 Uhr
  51. Alexander schrieb:
    @Frank: Gibt es eigentlich bestimmte "Berufsquoten" bei der Wahl zum Bundestag oder warum denkst Du, ist die Verteilung der vertretenen Berufe so, wie sie ist?
    # 12. Dezember 2003 - 14:15 Uhr
  52. Moe schrieb:
    also die 5€ für webspace konnte ich mir noch ohne bafög leisten.
    wenn du für allgemeine studiengebühren bist dann hat die diskussion wohl gänzlich ihr thema verfehlt denn es geht hier - und ich muss mich schon wieder wiederholen - um die gebühren für langzeitstudenten die ins haushaltsloch fliessen sollen. es geht zunächst weder um allgemeine gebühren, noch um gebühren von denen die unis irgendwie profitieren könnten.
    den vorwurf ich würde dich in irgendwelche schubladen stecken (hier wirds dann wirklich lächerlich) lass ich mal so stehen. ist es nicht eher so: du arbeitest mit latenten unterstellungen zwischen den zeilen (schubladendenken, sozialismus, gewalt) und gehst auf die inhaltlichen argumente die du forderst nicht ein. ob das im gerichtssaal der wahrheitsproduktion dienen mag kann ich nicht beurteilen - hier finde ich es nicht sonderlich konstruktiv.
    warum verfasst du in *deinem* weblog nicht mal einen beitrag in dem du auf fakten basierend erklärst, wieso die gebührenpläne der hesischens landesregierung sinn machen? du würdest da dann etwas leisten, was der regierung selbst nicht gelungen ist.
    eingehen könntest du vielleicht auf die CHE-argumentation die ich genannt habe, auf dem umstand wieso nur 8 von über 50 cdu-politikern sich den inhalt des stugugs bei der lesung anhören und wieso das ganz normal und der sache förderlich ist, und warum durch diese kürzungsliste die produktivkraft der hessischen bevölkerung steigen könnte: http://www.fr-aktuell.de/_i...
    wenn du dann noch erklären würdest wieso die einhellig ablehnende meinung der gesamten politischen opposition sowie aller hochschulrektoren verfehlt ist wäre die argumentation komplett.
    # 12. Dezember 2003 - 14:38 Uhr
  53. Frank schrieb:
    @Alexander:
    Nein, es gibt keine Berufsquoten bei der Wahl zum Bundestag. Und ich weiß auch nicht, warum die Verteilung der Berufe so ist. Aber hatten wir nicht mal die "Elite"-Diskussion? Ich denke, so was gehört zu den Gründen, Gruppierungen, die sich gegenseitig hochhieven, eine Art Lobbyismus, zu dem Lieschen Müller nie wirklich Zugang hat, auch wenn es rein grundgesetzmäßig möglich ist.
    Ich weiß nicht, was die Ursachen sind.
    Aber ich bin mir sicher, dass es ein SYSTEM-Fehler ist.
    # 12. Dezember 2003 - 15:59 Uhr
  54. Alexander schrieb:
    @Frank: Na dann sollten wir diese Quoten doch einführen: nicht nur Berufs-, sondern auch Geschlechterquoten und alle sonstwie notwendigen Quoten, um die Gesellschaft perfekt abzubilden.
    # 13. Dezember 2003 - 04:33 Uhr
  55. Jana schrieb:
    Jeder der auf Hansenberg ist, ist dort durch Leistung hingelangt, Leistung die nicht auf dem Geldbeutelb basiert sondern auf sozialem Engagement, Leistungswillen und Können!
    Die Schüler verdienen die Bezeichnung "Elite" vollends.
    # 21. Dezember 2005 - 19:08 Uhr

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