Bislang galten Zeitreisen zumindest theoretisch als möglich. Nun scheint die Stringtheorie den Trip ins Gestern zu verbieten
Befreit eine junge Doktorandin die Physiker von einem ihrer schlimmsten Albträume? Die Studentin Lisa Dyson, die zwischen den beiden US-Elite-Universitäten Stanford und MIT hin- und herpendelt, ist zuversichtlich, dass mit den Methoden der Stringtheorie "sich unser üblicher Begriff von Kausalität als Naturgesetz erweisen wird". Oder, weniger wissenschaftlich formuliert: Reisen durch die Zeit sind unmöglich. Der britische New Scientist titelte umgehend: Time’s up for the Time Bandits, zu Deutsch etwa: Die Zeit der Zeitbanditen ist abgelaufen.
Nun ist aufgrund einer studentischen Arbeit, die noch den Gutachterprozess der Zeitschrift Journal of High Energy Physics durchlaufen muss, sicherlich nicht das Geschäft der Science-Fiction-Autoren ruiniert. Auch der Film Timeline nach dem Roman von Michael Crichton, der im November in die Kinos kommen soll, wird seine Gemeinde finden. Viele Physiker dagegen werden aufatmen - wenn Lisa Dyson Recht hat, öffnet ihre Methode der Forschung einen Weg, Schritt für Schritt einige Paradoxien der modernen Physik zu beseitigen. Denn von einigen wenigen Wissenschaftlern abgesehen, die mit Lust solche Gedankenexperimente veranstalten, wäre die Mehrheit der Zunft nichts lieber los als die - theoretisch möglichen - "Zeitmaschinen", die ihnen die Relativitäts- und die Quantentheorie beschert hat. [Weiterlesen bei Die Zeit]
Aus mit den Zeitreisen!
02. Oktober 2003 - 15:33 Uhr - Moe2 Kommentare:
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Das Vatermord-Paradoxon: Töte ich in einem Mulitversum meinen Vater, so werde ich lediglich in einem Paralelluniversum nicht geboren... ist diese Theorie damit auch obsolet?
JM
mama da gascar