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Archiv: Mai 2006
31. Mai 2006 - 12:21 Uhr - Moe
Im Vorfeld der
Microlearning 2006
Konferenz in Innsbruck (8./9. Juni), wird es am 7. Juni
Pre-Conference Workshops der
European Academy for Microlearning (EAMIL) auf Deutsch (Einsteiger) und Englisch (Fortgeschrittene) geben.
Dort werde ich von 10:30 bis 12:30 Uhr einen Einsteiger-Workshop zum Thema
Mikrolernen und
Mikro-Lernobjekte veranstalten.
Der Workshop
- macht verständlich, was "Mikroinhalte" und "Mikrolerninhalte" sind, welchen Beschränkungen sie unterliegen und welche didaktischen Möglichkeiten sie eröffnen,
- zeigt anschaulich, worauf es bei der Erstellung von "Mikro-Lerneinheiten" ankommt,
- führt Anwendungseispiele vor und gibt Gelegenheit zu praktischen Übungen.
Weitere Infos zum Programm gibts im
EAMIL Workshops Folder (PDF) und auf der
EAMIL-Website (siehe auch
im BildungsBlog).
Die Workshops sind für LehrerInnen, StudentInnen und SchülerInnen
kostenlos. Für alle anderen TeilnehmerInnen kostet der Workshop-Tag 30€. Anmeldungen sind noch bis 5. Juni mit einer formlosen Email an
organisation@eamil.org möglich.
Tags: Microlearning, eLearning, EAMIL, Workshop, Innsbruck, Lehrer, Studenten, Schüler.
Update:
Der spanische Student Marcos Martinez sucht eine Mitfahrgelegenheit von Deutschland nach Innsbruck zur Microlearning Konferenz 8-9- Juni. Einfach direkt bei ihm melden.
mamama2@googlemail.com
[via
Wolfgang Hagleitner]
2 Kommentare
27. Mai 2006 - 11:07 Uhr - Moe
Da man ja immer wieder diese Sprüche hört, Studiengebühren würden zu einem zügigeren Abschluss des Studiums führen, legen unsere KollegInnen in NRW die Meßlatte nun etwas tiefer:
"Lehrer brauchen ein schärferes Instrument", begrüßte Schulministerin Barbara Sommer (CDU) einen entsprechenden Vorschlag aus ihrer Fraktion. [...]
In Zukunft könnten Schulen ihre Blaumacher bei der Schulaufsicht melden, die dann das Ordnungsgeld von etwa 50 Euro verhängen soll. Wenn ein Schüler nicht zahlt, soll ein Jugendrichter darüber entscheiden, ob er stattdessen soziale Arbeit leisten muss.
Weiterlesen
bei Spiegel Online.
Diese Schulministerin hat anscheinend jegliche pädagogischen Bemühungen bereits abgeschrieben, wenn sie nun auch Schule als Gebühren-Markt begreift. Meiner Ansicht nach sind derartige ideologische Verwirrungen untragbar.
Tags: Schulgeld, Schule, NRW.
3 Kommentare
25. Mai 2006 - 13:01 Uhr - Moe
hr-online berichtet vom gestrigen Tag:
In Gießen waren mehrere Hundert Studenten durch die Stadt gezogen und von der Polizei an der Blockade der Autobahn gehindert worden. Danach hatten nach Angaben der Polizei etwa 30 Studenten einen Bahnübergang blockiert. Der 21-Jährige habe sich auf die Gleise gelegt. Mehrfachen Räumungsanordnungen seien die Demonstranten nicht nachgekommen. Vor einem heranfahrenden Zug hätten sich die meisten in Sicherheit bringen können, nur der 21-Jährige sei ausgerutscht, von der Lok erfasst und am Bein verletzt worden. [...]
In Frankfurt brachen im Anschluss an die außerordentliche Senatssitzung der Universität rund 1.500 Studierende zu einer Demonstration vom Uni-Campus in Richtung Messe auf. Am Messekreisel bildete die Polizei eine Kette aus Mannschaftswagen, um die Studierenden davon abzuhalten, auf die A648 zu laufen. Einige Studenten durchbrachen jedoch die Sperre und rannten zur Autobahn. Dabei kam es zu Rangeleien mit der Polizei, vereinzelt flogen Eier, Flaschen, Stöcke und Steine. Die Polizei setzte Pfefferspray und Wasserwerfer ein und nahm sieben Personen fest.
Weiterlesen
bei hr-online. Der Gießener Student ist ein Bekannter von Mike und mir. Ich werde mich mal erkundigen wies ihm geht und was tatsächlich los war.
Berichte auf Indymedia:
Studentenproteste von Uni und FH in Gießen,
Demo gegen Studiengebühren in Frankfurt.
Tags: Studiengebuehren, Giessen, Frankfurt, Hessen.
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24. Mai 2006 - 14:24 Uhr - Moe
5 Kommentare
22. Mai 2006 - 23:14 Uhr - Moe
Heute am frühen Nachmittag (22. Mai) haben etwa 450 Studierende das Verwaltungsgebäude der Philipps-Universität in Marburg besetzt. Vorausgegangen war dem Ganzen die öffentliche Senatssitzung, in der sich zwar der Senat gegen Studiengebühren in jeglicher Form aussprach, der Uni-Präsident Niehaus aber deutlich machte, dass er diese Meinung nicht vertreten könne, da er sie nicht teile. Daraufhin haben die meisten der anwesenden Studierenden beschlossen, ihren Protest gegen dieses antidemokratische Verhalten zu äußern und sich das Verwaltungsgebäue zu eigen zu machen - in Gegenwart von Polizei und Presse.
...
schreibt Ole Snoeijer auf der Site des AStA Gießen.
Fortlaufende Berichte gibts ausserdem, na wo wohl, im
Weblog gegen Studiengebühren in Hessen:
Tags: Studiengebuehren, UniMarburg, Marburg, Hessen.
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21. Mai 2006 - 18:59 Uhr - Moe
Die in Hessen geplanten Studiengebühren in Höhe von 500€ pro Semester seien
"weniger als ein Bier oder eine Schachtel Zigaretten pro Tag", meint Wissenschaftsminister Udo Corts (CDU). Das muss man sich erstmal mal auf der Zunge zergehen lassen.. Martin Schmitt
schreibt dazu:
Der Minister schließt da vielleicht zu sehr von sich auf andere. Nicht jeder hat diverse kostspielige Suchtkrankheiten, von denen er kurzerhand die eine oder andere wegrationalisieren kann.
Tags: Studiengebuehren, Hessen.
(Dieses Posting gibt es auch im Weblog gegen Studiengebühren in Hessen)
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21. Mai 2006 - 18:33 Uhr - Moe
Gegen Studiengebühren
Originally uploaded by ethiemo.In Frankfurt wurde am Mittwoch die A66 von Studierenden blockiert, um gegen die Einführung von Studiengebühren zu demonstrieren:
Die Studenten in Hessen greifen im Kampf gegen drohende Studiengebühren zu neuen Formen des Protests. An die Stelle von Seminarboykott sind spontane Straßenblockaden getreten. Deutschlandweite Aufmerksamkeit erregten einige tausend Studierende der Frankfurter Universität, als sie am Mittwoch im Berufsverkehr die Auffahrt auf die viel befahrene Autobahn nach Wiesbaden für rund eine Stunde unpassierbar machten. "In Deutschland ist das neu", stellt der Marburger Soziologe Thorsten Bonacker fest. Auch die neue Form des Protestes blieb aber weitgehend friedlich.
Weiterlesen beim
Wiesbadener Tagblatt: Statt Seminarboykott blockieren Studenten Straßen. Siehe auch
Allgemeine Zeitung Mainz: Studenten blockieren A66. Weitere Links zum Tag
im Weblog gegen Studiengebühren in Hessen.
Tags: Studiengebuehren, Hessen, Frankfurt, UniFrankfurt.
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16. Mai 2006 - 16:52 Uhr - Moe
...
können auch die hessischen StudentInnen..? Spiegel Online beschreibt die Proteste der Studierenden in Hessen.
Mittelhessen.de berichtet derweil, wie Studierende in Marburg Kultusministerin Karin Wolff belagert haben. [
Mike via Skype]
Tags: Studiengebuehren, Hessen.
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14. Mai 2006 - 16:42 Uhr - Moe
Die Semesterbeiträge an der Uni Gießen, die man bei jeder Rückmeldung bezahlen muss, betrugen im Jahr 1997 schlappe
171,50 DM. Für das kommende Semester werden - und das ist ja bislang noch ohne die geplanten Studiengebühren -
189,80 € erhoben:
Semesterticket 71,50
Semesterbeitrag für die Studentenschaft 7,41
Semesterbeitrag für das Studentenwerk 60,89
Verwaltungskostenbeitrag 50,00
Gesamtbetrag ohne individuelle Gebühren nach §3 StuGuG (Studienguthaben erschöpft) 189,80
Nur mal, um die Entwicklung der Semesterbeiträge über auch nur die letzten 9 Jahre aufzuzeigen, die haben sich in diesem Zeitraum bereits mehr als verdoppelt. Dazu kommen bereits jetzt schon Gebühren ab mindestens 500 € pro Semester, wenn das Studienguthaben erschöpft ist (sog. "Langzeitstudenten"). Und ab dem kommenden Wintersemester solls in Hessen dann eben Studiengebühren für alle geben. Und ja, es soll auch Leute geben, die zwar ihr Studium beendet und einen Job haben, die das aber dennoch für falsch halten. Und da bin ich nicht der einzige. Für einige Geldverdiener scheint das kaum vorstellbar, wenn man sich so manch dümmliche Polarisierung der letzten Tage anhört. Bildung wird zur Ware, und das vornehmliche "Qualitäts"-Kriterium eines Studiums wird die Geschwindigkeit, in der man durchkommt. Ein neuer "Bildungsbegriff" - wenn man das noch so nennen kann - hält damit Einzug.
6 Kommentare
13. Mai 2006 - 16:31 Uhr - Moe
Nachdem die Landesregierung beschlossen hat, allgemeine Studiengebühren in Hessen einzuführen, kam es zu Protesten in nahezu allen hessischen Uni-Städten:
Am Mittwoch war in Frankfurt bei einer Spontandemonstration von rund 2.000 Studierenden Sachschaden in Höhe von mehreren tausend Euro entstanden. Das berichtete die Polizei am Donnerstag. Demnach seien Blumenkübel, Mülltonnen und Autos beschädigt worden. Vier Demonstranten waren vorübergehend festgenommen worden. Ansonsten verlief der Protest jedoch größtenteils friedlich.
hr online: Studiengebühren: Studenten contra Corts
2.500 Studierende protestierten nach Polizeiangaben am Freitagmittag in der Marburger Innenstadt gegen das geplante Gesetz. Studiengebühren seien unsozial, lautete das Credo der Studenten, die Bildung statt Schulden als Investition in die Zukunft forderten. In den kommenden Tagen sollen die Proteste in ganz Hessen ausgeweitet werden, kündigte der Geschäftsführer des Aktionsbündnisses gegen Studiengebühren, Amin Benaissa, am Freitag in Frankfurt an. Auch in anderen Universitätsstädten wie Wiesbaden und Kassel sind weitere Demonstrationen und Vollversammlungen geplant. In Fulda wollen Studierende von Montag an alle Lehrveranstaltungen boykottieren. [...]
In Marburg waren bereits am Donnerstag mehrere Hundert Studenten auf die Straße gegangen und hatten dabei sogar die Stadtautobahn zeitweise blockiert.
hr online: Autobahnblockade und Uniboykott
Gleich zweimal blockierten Studenten die Marburger Stadtautobahn. Am Donnerstagnachmittag waren es rund 600 Studierende und gestern Nachmittag sogar 2500.
HNA online
Die Polizei ging anscheinend in Frankfurt und Marburg dazu über, vereinzelt Schlagstöcke und Tränengas gegen die StudentInnen einzusetzen.
Weitere Links:
Studenten legen Luisenplatz (Darmstadt) lahm (FR),
"Diese Landesregierung ist unser Feind" (Gießener Anzeiger)
Sommer, Sonne Straßenkampf in Marburg,
Fotos der Grosdemo in Marburg,
Proteste in Marburg gegen Studiengebühren,
Ffm: Randale, Bambule, Frankfurter Schule,
Gegen Studiengebühren in Frankfurt (indymedia)
Viele weitere News-Links und Berichte aus Marburg gibts
bei Mike.
Ich frage mich, wie lange die Studierenden den Protest und Widerstand aufrecht erhalten werden. Unis können eher schlecht Gebühren kassieren, wenn die Hauptgebäude und Präsidien immer wieder blockiert oder besetzt werden. Darüber hinaus könnten Demonstrationen und Verkehrsblockaden gerade zu WM-Zeiten erhebliche Störungen verursachen. Und welcher ausländische WM-Gast möchte schon durch Innenstädte laufen, in denen der Verkehr wegen Demos zum erliegen kommt oder StudentInnen von der Polizei umgeknüppelt werden?
Protest-Sites:
hessen.uebergebuehr.de (
News,
Termine),
indymedia: Bildung,
Udo Corts-Fanclub (mit
Terminkalender seiner öffentlichen Termine).
Tags: Studiengebuehren, Hessen.
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09. Mai 2006 - 11:34 Uhr - Moe
Aufgrund der aktuellen Entwicklungen findet morgen, am Mittwoch dem 10. Mai, eine
Vollversammlung an der Uni Gießen (12 Uhr, Audimax), und am Donnerstag (11.05) um 18:00 Uhr eine an der Uni Marburg im Audimax (HSG) statt.
Tags: UniMarburg, Marburg, UniGiessen, Giessen, Vollversammlung, Hochschule, Studiengebuehren.
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08. Mai 2006 - 10:39 Uhr - Moe
Wie der
ASTA der Uni Marbug schreibt, blockieren StudentInnen seit heute morgen die Verwaltung der Uni Marburg, um Widerstand gegen allgemeine Studiengebühren in Hessen zu leisten.
Update: Mike hat sich das mal aus der Nähe angesehen.
In Marburg wird es am Freitag (12.05.) außerdem eine Demonstration gegen Studiengebühren, Schulgeld und Sozialabbau mit dem Motto "Bildung ist keine Ware!" geben (13:00 Uhr, Erlenring Mensa).
Update 9. Mai: Uebergebuehr: Marburger Uni-Verwaltung ist besetzt (Bericht und Fotos)
Tags: Studiengebuehren, UniMarburg, Marburg, Hessen.
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06. Mai 2006 - 16:45 Uhr - Moe
Der Hessische Minister für
Propaganda Wissenschaft und Kunst informiert in einer Hochglanzbroschüre über
Beiträge für ein erfolgreiches Studium (PDF), meint mit Beiträgen natürlich einfach nur schnödes Geld, und ist sich augenscheinlich auch nicht zu blöde, selbst die plattesten Stammtischargumente aufzunehmen:
Ein Studium ist einen Beitrag wert! Ein Studium eröffnet Aussichten auf einen Arbeitsplatz mit überdurchschnittlichem Gehalt und unterdurchschnittlichem Risiko von Arbeitslosigkeit. Gegenwärtig bezahlt der (überwiegende) Bevölkerungsteil der Nichtakademiker über die Steuern das Studium von Akademikern, die dann ein entsprechendes höheres Gehalt erreichen können. Gleichzeitig finanzieren einkommensschwächere Familien, aus denen immer noch zu wenige Kinder studieren, das Studium der Kinder aus einkommensstärkeren Familien. Unter der Voraussetzung, dass niemand aus finanziellen Gründen auf ein Studium verzichten muss, ist ein Studienbeitrag daher auch eine Frage der sozialen Gerechtigkeit.
Völligst warped, IMHO. Da werden Dinge einfach um 180 Grad
herumgedreht, Fakten pervertiert, dem Volk nach dem Maul geredet, und der Rest wird einfach durch die Abschaffung jeglicher Solidarprinzipien forciert.
Krieg ist Frieden. Unwissenheit ist Stärke. Freiheit ist Sklaverei.
[
Mike via ICQ]
Immerhin hat Herr Corts schon einen
Fanclub. [via
Wikipedia]
Tags: Studiengebuehren, Hessen, UdoCorts.
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06. Mai 2006 - 13:39 Uhr - Moe
Das bloggen die anderen:
Ich muss sagen, ich bin dezent sauer über diese, von mir nicht gewählte, Landesregierung, die ihre absolute Position gnadenlos ausnutzt und (mE, sowie des der anderen im Landtag vertretenen Parteien) unverhohlen die Verfassung bricht um die Bildung zu erdrücken. Was versprechen sich solche Leute von einer solchen Idee? Haben sie den riesengroßen Rattenschwanz an Problemen, die jetzt erst folgen wird, überhaupt ansatzweise bedacht? Ich bin mal ganz besonders auf die weitere Entwicklung auf dem (Jugend-)Arbeitsmarkt gespannt. Einige werden unter Garantie sich eher um eine Ausbildung bemühen, als in ein verschuldetes Studium zu gehen. Andere werden es sich mehrfach überlegen, ob sie geisteswissenschaftliche Studiengänge oder Lehramt wahrnehmen können-die zu erwartende Verschuldung steht doch in keinerlei Relation zum zu erwartenden Einkommen.
[via
bist-du-bloe.de]
Ich war auf der Pressekonferenz des Wissenschaftsminister Udo Corts (CDU). [...] Als der Minister dann allerdings meinte, er hätte von den Präsidenten der hessischen Unis nur Zustimmung für seine Pläne erfahren, habe ich ihn dann darauf hingewiesen dass der Senat der Uni Gießen sich gegen Studiengebühren ausgesprochen hätte. Corts meinte daraufhin nur dass es sich die Unis schon noch überlegen würden. Dies halte ich für eine ziemliche Frechheit. Als wäre der Senat ein bisschen zu dumm um eigene Entschlüsse zu fassen. Wir erinnern uns: Der Senat hat sich gegen jede allgemeine Studiengebühr ausgesprochen. Aus diesem Grund empfinde ich die Aussage des Ministers als grobe Missachtung gewisser demokratischer Grundsätze.
[via
Fachschaft Humanmedizin Gießen]
Tags: Studiengebuehren, Hessen.
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06. Mai 2006 - 13:25 Uhr - Moe
Prof. Dr.-Ing. Jan Wörner, Präsident der TU Darmstadt, legt in einem Interview dar, warum er sich gegen Studiengebühren an hessischen Hochschulen positioniert:
Studiengebühren sollen ja nach den Vorstellungen der verschiedenen Befürworter ganz unterschiedliche Effekte fördern: Vom Kundenbewusstsein der Studierenden über den Dienstleistungsgedanken der Universität bis zur besseren Finanzierung der Universitäten. Gerade diese "Allzweckwirkung" hat viele Haken. Ich möchte nicht, dass die Studierenden sich wie Kunden fühlen, sie sollen Mitglieder der Universität sein und ihr Studium erfolgreich und zügig abschließen. [...]
Aber warten wir erst mal ab, wie der hessische Minister für Wissenschaft und Kunst die Einführung im Detail begründet. Vielleicht spielt ja einfach die Tatsache eine Rolle, dass Hessen bei der Studienplatzfinanzierung im Bundesländervergleich ganz weit hinten liegt. [...]
Studiengebühren sind für die Universitäten ein Minus-Geschäft, weil sie Studieninteressenten abschrecken. Ich erwarte einen deutlichen Rückgang der Studierendenzahlen, was sich eigentlich niemand wünschen kann. Damit schrumpft auch der Landes-Etat für die Universitäten, weil sich die Finanzierung leider im Wesentlichen an der Anzahl der Studierenden festmacht. Die Gebühren-Einnahmen werden nicht das Defizit kompensieren, das sich aufgrund der zurückgehenden Studierendenzahlen auftut. [...]
Wir müssten Studiengebühren erheben und uns landeskonform verhalten: 500 Euro pro Semester und Studiengang, egal welcher. Dieser Zwang erschüttert unsere erarbeitete Position und ist ein Wettbewerbsnachteil.
Weiterlesen
im Weblog des Journalisten Christoph Berger.
Tags: Studiengebuehren, Hessen, TUDarmstadt.
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05. Mai 2006 - 18:19 Uhr - Moe
Die hessische Landesregierung hat die Einführung allgemeiner Studiengebühren beschlossen - bisher die höchsten bundesweit. Ausländer müssen besonders viel zahlen. Die SPD kündigte eine Verfassungsklage an.
Studenten in Hessen müssen künftig allgemeine Studiengebühren in Höhe von 500 bis 1500 Euro pro Semester zahlen.
Netzeitung: Hessen führt teuerste Studiengebühren ein
Shame on you Mr Corts, shame on you Mr Koch. Und die ganzen Hessen die dieses Vorgehen durch ihre Wahl unterstützt haben, sollen sich erst recht was schämen. Eines der letzten Priviliegien Deutschlands bzw Hessens, einer der letzten Gründe der einen in diesem Land tatsächlich mit Stolz erfüllen konnte, einfach weil kostenlose Bildung leider schon lange nichts selbstverständliches mehr ist, hat sich nun damit auch erledigt. Festzuhalten bleibt, dass die hessische Verfassung das Papier nicht wert zu sein scheint, auf dem sie geschrieben ist. Man könnte sich nun fragen, ob sich die BürgerInnen dieses Landes ebensowenig daran zu halten haben, wie die regierende Mehrheitsdiktatur es gegenwärtig tut. Ganz abgesehen davon, dass es zu keinem Zeitpunkt eine Diskussion auf einer sachlichen Ebene gab. Denn die Befürworter hatten und haben es nicht nötig zu diskutieren, denn sie haben ohnehine die Macht. Es ist egal wieviel ich dazu
hier oder im
Protestblog gebloggt habe und was viele andere StudentInnen gemeint haben, ebenso wie jahrelanger Protest auf der Straße nichts gebracht hat.
Meine Güte bin ich gerade sauer. Aber soviel über die Demokratie und das Rechtssystem wie in den letzten Monaten habe ich schon lange nicht mehr gelernt, von Abmahnern hin zu Regierungsparteien mit absoluter Mehrheit. Eine ganze Generation saniert sich auf Kosten der nächsten, nachdem sie schon dafür gesorgt haben, dass der Staat wie das Land - zu ihrem persönlichen Profit - pleite sind. Aber ich schweife ab.
Tags: Studiengebuehren, Hessen, Hochschule.
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