Aus der Glosse Politik:
Vor allem die SPD hat die Studienkredite bisher verhindert. Nun hat sie ihre Bedenken aufgegeben, so daß das Programm zum 1. April beginnen kann, aber gleichzeitig zur Bedingung gemacht, daß der Kredit nicht zur Finanzierung von Studiengebühren eingesetzt werden darf. War es nicht die SPD, deren schlagendes Argument gegen Studiengebühren immer war, daß zuerst die nötigen Darlehensmodelle entwickelt werden müßten? Daran gab es auch in anderen Parteien nie Zweifel. Aber die SPD will um keinen Preis mit der Einführung von Studiengebühren in Verbindung gebracht werden. So wird offiziell das Gesicht gewahrt und inoffiziell hingenommen, daß das Geld für Studiengebühren ausgegeben wird, warum auch nicht? [...]FAZ.net: Für die Studenten [via Gegen Studiengebühren und Bildungsabbau in Hessen]
Wenn Studiengebühren ausschließlich der Verbesserung der Lehre in den Hochschulen zukommen und nicht zur Kürzung der Landeszuschüsse führen, werden sie im Sinne der Studenten erhoben.
Nun könne man sagen, dass entweder der Zweck die Mittel heiligt. Oder dass die SPD mal wieder die Leute veräppelt hat. Die Trennung von Studienkrediten und Studiengebühren scheint mir ein rhetorischer Akt zu sein. Der letzte Satz der FAZ ist auch der Hammer: Da entscheidet man eben mal, was im Sinne der Studenten ist und was nicht. Ich glaube, das wissen manche von denen auch selber. Abgesehen davon, dass der Zusammenhang von Studiengebühren und einer wie auch immer gearteten Verbesserung der Lehre gerade hier in Hessen ein Märchen ist.
