Mit dem Einsetzen der neoliberalen Hochschulreform werden die Arbeitsbedingungen kritischer Wissenschaft an den Hochschulen erheblich erschwert, wenn nicht gar zerstört. [...]1.-3. Juli 2005, Uni Frankfurt. www.kongress-kritische-wissenschaft.de
Reaktionäre Wissenschafts- und Personalpolitik wird auch durch Hochschulstrukturmaßnahmen wie bspw. die Streichung gesellschaftswissenschaftlicher Fakultäten und Studiengänge, durch Personalpolitik, durch finanzielle Einschnürung der freien Forschung, durch die Überlastung der WissenschaftlerInnen mit Verwaltungsaufgaben, die wissenschaftliches Arbeiten verhindern, oder durch Leistungsdruck vollzogen. [...] Die zunehmend marktförmige Ausrichtung der Hochschulen bedroht die kritischen Wissenschaften wie ihre Möglichkeiten, demokratisierend und kritisch auf die Gesellschaft einzuwirken.
Mit dem Kongress werden folgende Ziele verfolgt:
- Eine Einschätzung der Auswirkungen der neoliberalen Hochschulreform auf kritische Theorie und Wissenschaft;
- eine Bestandsaufnahme der Orte kritischer Theoriebildung außerhalb der Hochschulen;
- eine Diskussion darüber, wie die Verdrängung kritischer Theorie und Wissenschaft aus den Hochschulen verhindert und durch außerhochschulische Reproduktion kritischer Wissenschaft entgegengetreten werden kann;
- eine Vernetzung von AkteurInnen aus verschiedenen Bereichen der Produktion kritischer Theorie;
- ein Anstoß zur weiteren Diskussion über die Perspektiven kritischen Wissens in der neuen Phase des Kapitalismus.
Archiv: Juni 2005
Kritische Wissenschaft, Emanzipation und die Entwicklung der Hochschulen
19. Juni 2005 - 13:01 Uhr - Moe
Kongress zu Reproduktionsbedingungen und Perspektiven kritischer Theorie:
Gouvernementalität und Qualitätsmanagement in der Weiterbildung
07. Juni 2005 - 18:04 Uhr - Moe
Julia Franz hat ihre Diplomarbeit in Pädagogik (Erwachsenenbildung) veröffentlicht:
Franz, Julia:
Die Regierung der Qualität. Eine Rekonstruktion neoliberaler Gouvernementalität am Beispiel von Qualitätsmanagement in der Erwachsenen- und Weiterbildung (PDF, 1.096 KB).
Diplomarbeit, Universität Gießen, 2004.
Um Feedback, Anregungen und Kommentare wird gebeten: Abstract und Kommentare.
Die Arbeit liegt übrigens unter einer Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivs 2.0 Germany Lizenz vor, und darf also - gemäß den Lizenzbestimmungen - zu unkommerziellen Zwecken in unveränderter Form verbreitet, vervielfältigt oder veröffentlicht werden, wenn die Quelle genannt wird.
Tags: Gouvernementalitaet, Qualitaetsmanagement, Erwachsenenbildung, Weiterbildung
Franz, Julia:
Die Regierung der Qualität. Eine Rekonstruktion neoliberaler Gouvernementalität am Beispiel von Qualitätsmanagement in der Erwachsenen- und Weiterbildung (PDF, 1.096 KB).
Diplomarbeit, Universität Gießen, 2004.
Um Feedback, Anregungen und Kommentare wird gebeten: Abstract und Kommentare.
Die Arbeit liegt übrigens unter einer Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivs 2.0 Germany Lizenz vor, und darf also - gemäß den Lizenzbestimmungen - zu unkommerziellen Zwecken in unveränderter Form verbreitet, vervielfältigt oder veröffentlicht werden, wenn die Quelle genannt wird.
Tags: Gouvernementalitaet, Qualitaetsmanagement, Erwachsenenbildung, Weiterbildung
5000 auf der gestrigen Demo gegen Bildungsabbau in Frankfurt
03. Juni 2005 - 21:59 Uhr - Moe
Gestern haben ca. 5000 Menschen in Frankfurt am Main gegen Bildungsabbau und Studiengebühren demonstriert. Meine Fotos gibts auf Flickr und weitere Fotos von "Der Graf", ausserdem habe ich einen Bericht sowie zwei Foto-Gallerien (1, 2) auf Indymedia gefunden.

Auffallend fand ich die massive Polizeipräsenz, wobei einige Polizisten auch relativ agressiv waren. Warum es notwendig ist, auf eine friedliche Studierendendemo Videokameras, kugelsichere Westen, Helme, Schlagstöcke und Pistolen anzuschleppen, ist mir sowieso nicht so ganz klar. Einerseits wird so den Demonstrierenden gegenüber überhaupt erst ein Bedrohungsszenario geschaffen, andererseits soll der Bevölkerung signalisiert werden, dass diese DemonstrantInnen da etwas sind was erstens unerwünscht, und zweitens potentiell gefährlich ist. Dabei werden die Waffen und die Bedrohung bzw. Androhung von Gewalt überhaupt erst durch die Polizeikräfte konstruiert. Jedenfalls hatte ich für meinen Teil nun nicht den Eindruck, dass die Studierenden nun deswegen gekommen waren, um sich mit Polizisten rumzuschubsen. Man wollte sich nur nicht die Route der Demo bis ins kleinste Detail vorschreiben lassen. :-)
Supercool war es übrigens, dass ich kurz Quox aus Stuttgart getroffen habe, bzw dass er mich erkannt hat! Er macht auch eine Menge Fotos von den Protesten in Stuttgart und BaWü (siehe auch das Streikblog der Uni Stuttgart). :)
Und falls es jemand noch nicht kennt, hier mal wieder der obligatorische Hinweis auf das Weblog Gegen Studiengebühren und Bildungsabbau in Hessen.

Auffallend fand ich die massive Polizeipräsenz, wobei einige Polizisten auch relativ agressiv waren. Warum es notwendig ist, auf eine friedliche Studierendendemo Videokameras, kugelsichere Westen, Helme, Schlagstöcke und Pistolen anzuschleppen, ist mir sowieso nicht so ganz klar. Einerseits wird so den Demonstrierenden gegenüber überhaupt erst ein Bedrohungsszenario geschaffen, andererseits soll der Bevölkerung signalisiert werden, dass diese DemonstrantInnen da etwas sind was erstens unerwünscht, und zweitens potentiell gefährlich ist. Dabei werden die Waffen und die Bedrohung bzw. Androhung von Gewalt überhaupt erst durch die Polizeikräfte konstruiert. Jedenfalls hatte ich für meinen Teil nun nicht den Eindruck, dass die Studierenden nun deswegen gekommen waren, um sich mit Polizisten rumzuschubsen. Man wollte sich nur nicht die Route der Demo bis ins kleinste Detail vorschreiben lassen. :-)
Supercool war es übrigens, dass ich kurz Quox aus Stuttgart getroffen habe, bzw dass er mich erkannt hat! Er macht auch eine Menge Fotos von den Protesten in Stuttgart und BaWü (siehe auch das Streikblog der Uni Stuttgart). :)
Und falls es jemand noch nicht kennt, hier mal wieder der obligatorische Hinweis auf das Weblog Gegen Studiengebühren und Bildungsabbau in Hessen.
