Archiv: September 2004

Fliegen oder Demonstrieren?

30. September 2004 - 10:32 Uhr - Moe
In Kombination mit biometrischen Daten wird Videoüberwachung erst wirklich effektiv. Dann kann man mit Videoüberwachungskameras und automatischer Gesichtserkennung nicht nur Personen auf unterschiedlichen Kameras / an unterschiedlichen Orten als ein und diesselbe Person identifizieren, sondern weiss auch gleich wer das ist:
Heute hat der Bundesgrenzschutz auf dem Frankfurter Flughafen den 10.000. Teilnehmer für das Pilotprojekt zur biometrie-gestützten Grenzkontrolle registriert. [...]
Der Datenschutzbeauftragte des Bundes, Peter Schaar, hatte in dem Zusammenhang davor gewarnt, dass künftig durch digitale Fotos im Reisepass in Verbindung mit der Ausweitung der Videoüberwachung die Erstellung von umfassenden Bewegungsbildern möglich werden könnte. "Wenn man eine Demonstration filmt, ist es technisch bereits heute möglich, automatisch einzelne Personen zu identifizieren. Voraussetzung wäre allerdings, dass deren biometrische Daten in einer zentralen Datei gespeichert würden", erklärte Schaar.
[via de.internet.com: 10.000 Teilnehmer bei biometrischer Grenzkontrolle in Frankfurt]

Social Networking Plattform der Bild

30. September 2004 - 01:10 Uhr - Moe
Die Bildzeitung hat eine eigene Social-Networking-Plattform namens MeineFreunde.de gestartet, welche anscheinend auf dem im April stillgelegten Friendity.de beruht. "Der Tip kam über einen anonymen Weblog-Kommentar aus dem IP-Range des Axel-Springer-Verlags mit falscher E-Mail-Adresse." [via Martin Röll]

"Die Mechanismen der Mediendemokratie gehorchen nicht den Prinzipien einer diskursiven Argumentation"

29. September 2004 - 21:54 Uhr - Moe
"Mediendemokratien funktionieren nicht, wie es ihr schön färbendes Selbstbild will, diskursiv, sondern vermitteln nach oft höchst fragwürdigen Kriterien Sympathien und vor allem hinreichend diffuse Stimmungen.

Nicht die Rationalität des Arguments zählt primär, sondern die Erscheinung. Sympathien verteilen sich nicht nach der Qualität der Rede und der Kraft der Argumente, wie es Diskurstheoretiker seit Jürgen Habermas uns glauben machen wollen."
[via Telepolis: Rechte Diskurse]

Blogartikel von Tomorrow: "Hier bloggt die Elite"

29. September 2004 - 21:32 Uhr - Moe
Auf Antville, da sind die Blogrolls ein "Link-Syndikat der bloggenden Elite-Klasse". Und um ein Buch gehts auch noch: "Die Tonlage reflektiert das Selbstbewusstsein". Zum Schluss noch "Eine Blogroll für anspruchsvolle". Steht in der Tomorrow (Scan bei Anke Gröner), ist also wahr. [via My little Tijuana]

Weblogs: Weder Journalismus noch Tagebücher?

29. September 2004 - 20:48 Uhr - Moe
Thomas Burg schreibt in Bezug auf David Weinberger, der sich wiederum auf einen ziemlich interessanten Artikel in der New York Times ("Fear and Laptops on the Campaign Trail") bezieht: Weblogs are not about replacing journalists/media. They are maybe not even about challenging them or improving their professional conduct. The article David quotes is on blog-celebrities, their daily live, and sources of income all presented like an ethnographic study. Good stuff to read but as David is underlining: the power of weblogs is not at this fraction it's where the readership is low and the fascination is high.
Of course it seems more attractive to media to go and research where they [the bloggers? -Anm. von Moe] recognize (and project) themselves as free and passionate writers that have even a bigger audience than some massmedia outlets. It's like the dream that they dreamed before entering the business.
Die Medienwahrnehmung liegt demzufolge also auf den vielverlinkten Blogs, während doch die Innovation von der Peripherie her zu erwarten ist. Die spannenden Sachen stehen oft genug in den Blogs, die nur wenige kennen oder lesen.
Die Vorstellung, daß nun jemand weil er ein Weblog liest weniger andere Medien wahrnimmt, erscheint mir irgendwie absurd. Diese Einschätzung scheint sich öfters durch Artikel von Journalisten zum Thema Weblogs zu ziehen. Ich frage mich, woran das liegt. Vielleicht können Sie Weblogs vs Medien wirklich nur als entgegengesetzte Pole begreifen. Die einen sagen, Journalisten seien Blogger und differenzieren überhaupt nicht mehr, die andren, daß sich Journalismus und bloggen unvereinbar gegenüber ständen. Wieso eigentlich? Hierzu schrieb Danah Boyd einmal bei Many-to-Many: As i've written before, blogging is rhetorically situated between journalism and diarying. Most often, people label blogging as one or the other in order to degrade it. (s. auch "Rebecca Blood über Weblogs & Verantwortung). Und sie kommen dann aufgrund einiger weniger Blogs, welche bekannter sind als andre, zu den merkwürdigsten Schlüssen: Daß viel verlinkte Blogs mehr Meinungsmacht als andere hätten, daß sie Leser von Traditionsmedien abziehen würden, oder etwa, daß Bloggen nur für einige wenige Blogs funktionieren würde die dann eben besonders viel verlinkt werden und alle andren das nachsehen hätten. Irgendwie verstehe ich das nicht.

Die Spams im PlasticWiki

29. September 2004 - 11:06 Uhr - Moe
Werden immer schlimmer. Mittlererweile spammen mir seit Wochen jeden Tag irgendwelche Arschlöcher aus Asien wieder und wieder und wieder eine ganze Reihe von Wikiseiten zu, mit irgendwelchen langen URL-Listen. Und ich meine jetzt nicht die Referrers, sondern die Wikiseiten an sich. Klar kann man die Edits wieder rückgängig machen, aber ich komme kaum damit nach die Spams zu löschen.
Ich überlege mir, ob ich eine Zwangsregistrierung fürs Wiki einführe. Das wäre sehr ärgerlich, aber vielleicht würde es irgendwelche wildgewordenen Spambots raushalten?
Momentan haben wir im Wiki jedenfalls mehr Edits aus Spam- als aus Informationsgründen.

Video: Geschichte der Weblogs

28. September 2004 - 09:48 Uhr - Moe
Ein kleines Quicktime-Video zur Geschichte von Blogs, Teil der Blogumentation von Chuck Olsen. [via Mario Sixtus]

Fotolog: lookANDsee

27. September 2004 - 13:12 Uhr - Moe
lookANDsee ist das Foto-/Audio-blog von Gordon Smith, und ich find' es ziemlich gut. Zu jeweils einem Thema gibt es in jedem Beitrag ein paar passende Fotos mit erläuterndem Text und Audiokommentar. Und einen RSS-Feed wo auch die Fotos drin sind hats auch.

Wohnung in Augsburg gesucht

27. September 2004 - 13:00 Uhr - Moe
Mein Bruder Mike bricht in Berlin seine Zelte ab und wird demnächst in Augsburg sein Studium beginnen. Dafür sucht er ein Zimmer oder eine Wohnung in Augsburg. Tipps sind wie immer hochwillkommen! ;-)

Macht doch was Ihr wollt

26. September 2004 - 11:52 Uhr - Moe
Niedersachsen will aus der Kultusministerkonferenz aussteigen, und Bayern schafft die Lernmittelfreiheit ab. Bücher sollen zukünftig die Eltern bezahlen, und zwar komplett. Letzteres ist sicher fatal, doch wie sieht es mit dem Ausstieg aus der Kultusministerkonferenz aus? Bemerkenswert erschien mir der Schluss, da viele KMK-Mitarbeiter überfordert seien, könne man sie auch gleich ganz abschaffen.

Weblog FAQ

26. September 2004 - 11:28 Uhr - Moe
Stefan Bucher hat eine Weblog-FAQ aus 24 Fragen und Antworten erstellt, welche eigentlich alles rund um Weblogs (er)klärt. Wer mag darf obendrein diesen Button auf sein Blog pappen, um die geneigten BesucherInnen wissen zu lassen, was es damit auf sich hat.
Weblog FAQ

Furl Problemchen

25. September 2004 - 19:56 Uhr - Moe
Aus irgendeinem Grunde wird das aktuelle Popup-Bookmarklet von Furl vom Popup-Blocker in Mozilla Firefox 1.0 PR blockiert. Ich habe noch eine ältere Version davon in meinem Mozilla-Browser gefunden, bei welcher das Problem mit Firefox nicht auftritt und alles eigentlich bestens funktioniert:

Furl It (Popup)

Ausserdem scheinen momentan Umlaute im markierten Text nicht richtig übernommen zu werden. Auch das ging bei Furl eigentlich schon mal, wenn ich nicht irre.

Und in meinem RSS-Feed bei FeedBurner funktioniert momentan der Link Splicer nicht, welcher meinen Furl-Linkdump in den RSS-Feed integriert. "Moe_ is not a valid Furl id. Please try again.", heisst es da nur immer.
Update: Anscheinend hat Furl auf meine Email reagiert und das Problem gefixed :)

Ich frage mich ob die Problemchen in einem Zusammenhang dazu stehen, daß Looksmart Furl gekauft hat. Aber ich denke mal, die werden das in den Griff kriegen. Schliesslich hat das vorher alles auch schon mal funktioniert. ;-)

Videoüberwachung gegen Falschparker und Terroristen

25. September 2004 - 14:28 Uhr - Moe
Was haben Falschparker und Terroristen gemeinsam? In Chicago wird ein neues Überwachungssystem installiert. Ein Netzwerk von 2000 Kameras soll künftig per Software Falschparker und Terroristen identifizieren.
In Chicago sollen künftig 2000 Kameras in der ganzen Stadt Bilder an eine zentrale Leitstelle schicken. Dort werden sie allerdings nicht mehr von Menschen betrachtet – sondern von einer Überwachungssoftware analysiert.
Wichtig finde ich hierbei den Hinweis auf automatische Auswertung der Überwachungskameras. In der Diskussion die wir hier neulich hatten wurde ja am Rande auch bezweifelt, daß eine automatisierte Auswertung der Bilder bis hin zu Gesichtserkennung durchführbar sei.
Ziemlich grotesk erscheint mir auch, daß in den USA angeblich auch die Bürgerrechtler kein Problem damit haben sollen, da man ja lediglich den öffentlichen Raum überwache. Das kann ich überhaupt nicht nachvollziehen: Erstens ist der öffentliche Raum doch gerade der, in dem man es dann nicht mehr verhindern kann sich beobachten zu lassen. Zweitens glaube ich nicht, daß diese Bürgerrechtler Kameraüberwachung im öffentlichen Raum gutheissen, sich dann aber über eine Kamera im Fastfood-Laden oder anderen nicht-öffentlichen Räumen aufregen würden.
Chicago scheint jedenfalls eine Hochburg der Überwachung zu werden, so wird die Stadt ja sogar bereits audioüberwacht.

"Big Brothers Are Watching You!"

24. September 2004 - 13:06 Uhr - Moe
Sven Berger überwacht die Strasse per Webcam aus dem Schaufenster heraus: Wir haben nämlich beide Webcams an Rechner angeschlossen und per Überwachungssoftware die Straße fernüberwacht und Bilder gemacht, wenn sich was bewegt hat. [...] Macht Spaß. Ich hatte ein Bild von einen Typen in einem Regencape, das wie ein Ganzkörperkondom aussah (fleischfarben, gummiartig, durchsichtig - ich hätte sowas nicht freiwillig angezogen, auch wenns regnet) Wie heisst eigentlich das besagte Computergeschäft in Kassel, welches nicht nur seine Kunden sondern auch den öffentlichen Raum filmt? [via #de:blogs]

Kommunikationsguerilla in Gießen

22. September 2004 - 17:38 Uhr - Moe
Eigentlich nicht so mein Fall, aber diesmal musste ich wirklich laut lachen. 8-)
Folgendes gefaktes Schreiben mit Briefkopf der SPD Gießen wurde anscheinend in Haushalten rund um das Arbeitsamt in die Briefkästen geworfen: "Sehr geehrte Damen und Herren", beginnt das Schreiben, "als Gießener örtliche Gliederung unserer Partei möchten wir die Politik unserer Bundesregierung auch praktisch unterstützen." Zusammen mit dem Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen werde eine Freiwilligengruppe aufgebaut, die mithelfen solle, die "Agenda 2010" sowie die Hartz-Beschlüsse umzusetzen. "Wir suchen Menschen, die in der Nähe der wichtigen Reformeinrichtung 'Bundesagentur für Arbeit' (früher: Arbeitsamt) wohnen und bereit sind, mit ihrer Aufmerksamkeit den Bau zu schützen." Leider sei es zu Anschlägen auf das Arbeitsamt gekommen wie Farbschmierereien oder Glasbruch. Feste Gruppen sollten nun vor allem in den späten Abend- und Nachtstunden das Gebäude bewachen. Umsonst soll das niemand tun: "Alle erhalten aus unserer Parteikasse eine Entlohnung von 1 Euro/Stunde." [via Gießener Anzeiger]

Die SPD fand das natürlich derbe geschmacklos, da sich daraufhin anscheinend einige Leute bereitwillig für diese Aufgabe gemeldet haben. Ohne Worte. Die Hesse komme.

Wer sich generell für das Thema interessiert sollte auf jeden Fall in der BlogChronik der Kommunikationsguerilla reinschauen, welche schon lange zu meinen daily reads gehört. Allerdings nur per RSS, um die Augen zu schonen.

Golem.de: Trackback im Beta-Test

22. September 2004 - 12:38 Uhr - Moe
Golem.de war fix und hat bereits heute die Trackback-Funktion für die Artikel freigeschaltet (ich berichtete gestern). Momentan befindet sich Trackback im Beta-Test.
Ich bin sehr gespannt ob es sich durchsetzt, und ob andere Publikationen dem guten Beispiel folgen werden.

Berliner Literaturkritik zu "readme.txt"

21. September 2004 - 16:03 Uhr - Moe
Martin Falbe hat sich - aus welchen Gründen auch immer - für die Berliner Literaturkritik das Buch "readme.txt" (Books on Demand GmbH) angesehen, welches Beiträge und Kommentare aus twoday-Blogs enthält (ich berichtete). Ich glaub irgendwo ist da auch ein Kommentar von mir drin. Welch Frevel eigentlich, daß niemand vor mir, ob der mit Sicherheit ungeahnten Schöpfungshöhe meines umgangssprachlichen Satzes, einen roten Teppich ausgerollt, und mich gefragt hat. Meine 2,7 cents Zeilengeld dafür hab ich auch nie gesehen. Aber darum gehts hier gar nicht, ich schweife schon wieder ab bevor ich auch nur lesen kann, was ich sagen will. Oder so.
Jedenfalls lernen wir in besagter Kritik, daß Blogs in Büchern erstmal keinen besonderen Sinn per se haben. Das ist nichts neues. Wenn ein Blog als Buch besser als als Blog funktioniert, oder aber wenn Texte in einem Buch abgedruckt werden eben weil sie vorher in einem Blog standen könnte man sich schon fragen "Wozu eigentlich?"
Wobei ja auch nicht alles einen guten Grund haben muss, wo kämen wir da denn auch hin. Als readme.txt rauskaum wirkte das für mich wie ein kleines Extra für die twoday-Community, nicht mehr und nicht weniger. Und da gibts aus meiner Warte überhaupt nix gegen zu sagen. Der Anspruch Literatur zu betreiben wird hier doch auch gar nicht geäussert, oder etwa doch? Ich hab es leider nicht gelesen. Aber ich würde mich sehr wundern, wenn die Twoday-BloggerInnen da als Stars verkauft würden, oder sich selbst so wahrnehmen.
Spannend jedenfalls fand ich dann noch den darauffolgenden Hinweis auf die ungeahnten Möglichkeiten von RSS: Zum einem: Bloggs sind ein Computerdingsbums. Direkt Blogginhalte auf Papier zu drucken und zwischen Buchdeckel zu pressen funktioniert nicht. Bloggs funktionieren nicht sequentiell von links nach rechts wie eine Buchzeile. Ein besonderes Gimmick ist der automatische Eintrag von anderen Bloggs in das eigene mittels RSS-Feed. Also die Möglichkeit, die Meldung eines anderen im eigenen Blogg live und in Farbe zu kommentieren. Berliner Literaturkritik: Lies mich? Blogg mich?

Golem.de nimmt Trackbacks an

21. September 2004 - 15:03 Uhr - Moe
Das ist mal interessant: Sascha Carlin weist darauf hin, daß die Artikel bei Golem.de im Quellcode Daten zur Trackback-Autodiscovery enthalten. Wer sich auf einen Artikel bei Golem bezieht kann den also anpingen und ein Trackback hinschicken, vorausgesetzt sein/ihr Weblog-System unterstützt Trackback-Autodiscovery oder er/sie sieht im Quellcode nach. Ob Golem die Trackbacks irgendwann auch veröffentlichen wird oder sie nur als interne Info verwendet ist mir nicht bekannt. Woher auch?
Update: Jens Ihlenfeld wies mich darauf hin, daß die Trackbacks in den nächsten Tagen auf den Seiten von Golem.de eingebunden werden.

Weblogs: Subjektivierte Revanche?

21. September 2004 - 14:45 Uhr - Moe
An einem anderen Schauplatz, tiefer im Gewerk der Gesellschaft, wird das Weblog als Alternative zum überkommenen Journalismus gefürchtet bzw. hoffnungsvoll identifiziert. Weblogs seien die authentische, subjektivierte Revanche der massenmedial versklavten BürgerInnen (siehe oben). Weblogs bzw. deren AutorInnen schreiben in manchen (beileibe nicht allen Fällen) gegen die interessengeleitete Berichterstattung der Medienhäuser, die ihrerseits in politische und ökonomische Zwänge eingebunden sind. Der/die BloggerIn ist (scheinbar) frei von diesen Zwängen und bringt sich als Individuum ein. Thomas N. Burg: Social Software - eine Emanzipation? (Entwurf) [via randgaenge.net]

Weblog-Award "The Bobs": Aufruf?

21. September 2004 - 14:37 Uhr - Moe
Als Jury-Mitglied bin ich ja neutral, aber Ihr da draußen könntet zum Beispiel xxxxxx als bestes deutsches journalistisches Blog vorschlagen. Er hat es verdient. [via Der Schockwellenreiter]
[Update: Im Original editiert und auch hier]

Internet für Juristen

21. September 2004 - 13:53 Uhr - Moe
Neu ist die Site nicht aber ich glaube ich hatte sie hier noch nicht erwähnt: Bei DauFAQ.de kann man nachlesen, wie uns Juristen das Internet erklären: F: Warum verwirrt das Internet insbesondere Juristen?

A: Es antwortet Kuner, Christoph, Internet für Juristen - Zugang, Recherche, Kommunikation, Sicherheit, Informationsquellen, 2. Auflage, 1999, Seite 4:
Juristen sind von Berufs wegen an hierarchische Strukturen gewöhnt. Das Internet stellt jedoch eine neuartige Struktur dar, da es nicht hierarchisch aufgebaut ist, [...]

Heute hacken wir rechte (Nazi?)Websites

21. September 2004 - 11:31 Uhr - Moe
Morgen verbrennen wir dann deren Bücher. Ja nee iss klar.
Free Speech Online

Suchen mit A9

21. September 2004 - 09:30 Uhr - Moe
A9.com heisst die neue Suchmaschine von Amazon. Scheint auf Google zu basieren, kann aber auch nach Büchern, Filmen, Lexikon-Artikeln usw suchen, ausserdem gibt's wenn man sich anmeldet eine personalisierbare Suche. Es scheint wohl auch so eine Art Diary zu geben, mit dem man wenn man eine Seite besucht zu dieser Seite Notizen hinterlassen kann. Allerdings ist dafür anscheinend eine Anmeldung sowie die A9-Toolbar (bislang nur IE) notwendig. Mehr Infos zur Suchmaschine gibt's hier: Why use A9.com?

Giessen People 1992

18. September 2004 - 20:11 Uhr - Moe
Axel G. aka SmilingDevil hat mir per ICQ diese Gallery von Roland P. zukommen lassen, welche einige Fotos aus unserer Schulzeit im Jahr 1992 enthält.
Das, das und das bin ich. 8-)

Zitate

18. September 2004 - 19:56 Uhr - Moe
Rochus Wolff zitiert Praschl und outrage setzt Zeichen.

Tipp: RSS-Reader für Windows

17. September 2004 - 17:39 Uhr - Moe
RSS-Info: Abilon scheint nach einem ersten Test ein ziemlich guter RSS-Reader für Windows-Systeme zu sein. Der Reader unterstützt nicht nur alle gängigen RSS-Formate sondern auch Atom-Feeds, hat einiges an Options und ausserdem ein eingebautes Blogging-Tool, mit welchem man Beiträge direkt in das eigene Blog übernehmen kann. Leider wird hier zwar der Text bzw das HTML der Beiträge übernommen, aber es gibt anscheinend keine Möglichkeit eine Maske zu definieren die den Inhalt beispielsweise als cite oder blockquote kennzeichnet und automatisch einen Link zur Quelle setzt. Dafür kann man aber auch w.bloggar als externen Weblog-Editor in den Reader einbinden. Alles in allem scheint das ein vielversprechendes Programm zu sein, wenn man RSS-Feeds auf dem Desktop lesen möchte Zum Beispiel um sie später offline auf dem Notebook zu lesen, im Fall von Full Content Feeds. Aber wer abonniert schon abgekürzte Feeds? ;-) [via Dr. Web Weblog]

Erkenntnistheorie und Zitat

17. September 2004 - 16:40 Uhr - Moe
Huflaikhan über "Konstellation, Montage, Komposition, Zitat": Die Transformation von Wissen in Rechts- und Wirtschaftsgüter hat nun auch die Gutmeinenden erfasst und dadurch wird die Maskerade von einer Gesellschaft, die sich als Gemeinschaft gegenseitiger Partizipation aus dem Bereich der bürgerlichen Öffentlichkeit entwickelte, zur Eigentumsindustrie genau gespiegelt. Was bedenklicher noch scheint, ist, dass abweichende Erkenntniswege sich am Gesetz zu orientieren haben. Diese leben von der Fixierung in Konventionen und Definitionen. Es wird also definiert, wann ein Zitat ein Zitat ist. Definitionen spiegeln jedoch einer Objektivität vor, die sie nicht haben. Definitionen stellen Prozesse kalt. [via Haltungsturnen - Klopfzeichen aus der Wirklichkeit]

Best of the Blogs 2004

17. September 2004 - 14:11 Uhr - Moe
The BOBs - BEST OF THE BLOGS - Deutsche Welle International Weblog Awards 2004Der Bobs 2004 Award der Deutschen Welle hat begonnen: Unter dem Titel "The BOBs - Best Of The Blogs" werden Weblog-Champions in elf verschiedenen Kategorien ausgezeichnet: Best Weblog, Best Topic, Best Design, Best Weblog Innovation und Best Journalistic Weblog. Die Auszeichnung für das “Best Journalistic Weblog“ wird jeweils in sieben Sprachen vergeben. Ab heute können bis zum 17. Oktober Weblogs nominiert werden.

Blogger Presseschau

17. September 2004 - 13:30 Uhr - Moe
Unkommentierte Artikel aus ARD, Tagesschau, Spiegel, Zeit und vielen anderen gibt es im Volltext bei erzaehler.blogger.de.
(Die Startseite ist anscheinend statisch, die Artikel findet man dann unter "letzte Änderungen")

Fragen zu den deutschen Creative Commons-Lizenzen

16. September 2004 - 17:43 Uhr - Moe
Es gibt bereits eine Vielzahl von deutschsprachigen Websites (und auch anderen Medien), welche die Creative Commons-Lizenzen einsetzen. Das ist eine prima Sache: Die Websites stellen durch diese Lizenzen sämtliche Inhalte - mit bestimmten Einschränkungen - zur freien Verfügung.

Andere Rechte sind wie beispielsweise das Zitatrecht sind soweit mir bekannt ist davon nicht betroffen (ich sprach das gestern in dem Beitrag "News": Weblogs in der Zeitung bereits an, wenn auch in einem anderen Kontext). In der CC-Lizenz heisst es: "Your fair use and other rights are in no way affected by the above.". Zum Thema Fair Use siehe auch Stanford Copyright & Fair Use - Copyright Protection: What It Is, How It Works: When can I use a work without the author's permission?
Inwieweit das irgendeinen Effekt auf deutsche Rechtsprechung hat weiss ich nicht, aber der Hinweis auf Fair Use steht so auch in der deutschsprachigen CC-Lizenz. Ich bin an dieser Stelle etwas unsicher. Im ausführlichen Lizenztext welcher dann auf deutsch ist heisst es: 2. Schranken des Urheberrechts. Diese Lizenz lässt sämtliche Befugnisse unberührt, die sich aus den Schranken des Urheberrechts,aus dem Erschöpfungsgrundsatz oder anderen Beschränkungen der Ausschließlichkeitsrechte des Rechtsinhabers ergeben.
Grundsätzlich steht in jeder CC-Lizenz "You are free: to copy, distribute, display, and perform the work", dann kommen die Einschränkungen. Im Falle einer Webseite, also auch eines Blogs, stellt sich mir hier die Frage was denn nun das Work ist. Da es nicht genauer expliziert wird gehe ich davon aus, dass es sich auf die gesamte Seite bezieht. Das wären dann also nicht nur Text, sondern auch Grafiken sowie Designs welche unter den genannten Lizenzbedingungen ungefragt weiterverwendet werden, wenn ich das richtig verstehe.

Im Falle einer Seite mit einer CC-Lizenz kann also der Besucher davon ausgehen, sämtliche Inhalte unter den genannten Einschränkungen der jeweiligen Lizenz weiterverwenden zu dürfen. Der Lizenzinhaber bestätigt durch die Lizenz also, die Rechte an allen Inhalten der betreffenden Seite zu haben und steht im Zweifelsfall dafür auch gerade, oder sehe ich das falsch?

Zum Thema Gewährleistung steht in der CC-Lizenz: 5. Gewährleistung. Sofern dies von den Vertragsparteien nicht anderweitig schriftlich vereinbart,, bietet der Lizenzgeber keine Gewährleistung für die erteilten Rechte, außer für den Fall, dass Mängel arglistig verschwiegen wurden. Für Mängel anderer Art, insbesondere bei der mangelhaften Lieferung von Verkörperungen des Schutzgegenstandes, richtet sich die Gewährleistung nach der Regelung, die die Person, die Ihnen den Schutzgegenstand zur Verfügung stellt, mit Ihnen außerhalb dieser Lizenz vereinbart, oder - wenn eine solche Regelung nicht getroffen wurde - nach den gesetzlichen Vorschriften. Und spätestens da verstehe ich kein Wort mehr. Und angenommen der Lizenzgeber muss nicht dafür gerade stehen, kann es dann den Lizenznehmer erwischen, der sich auf die CC-Lizenz der Inhalte die er kopiert hat verlassen hat?

Zum momentanen Zeitpunkt verstehe ich einfach immer noch zu wenig von Creative Commons um zu wissen, ob und unter welchen Umständen ich ein Weblog, in dem nicht sämtlicher Text von mir selbst verfasst wurde, unter einer Creative Commons Lizenz anbieten kann, ohne in Teufels Küche zu kommen. Unklar ist mir auch, ob sich im Fall eines Weblogs eine CC-Lizenz nicht auch auf sämtliche Kommentare bezieht, und ob ich, falls dem so ist, die User also explizit beim Kommentarformular darauf hinweisen müsste.
Bei anderen Medien ist das irgendwie einfach: So sind zB einige meiner Fotos bei Flickr mit einer CC-Lizenz versehen, da ich sie ja selbst gemacht habe und mir hier also meiner Rechte sicher sein kann. Doch auch dort wird es in dem Moment, wo andere Personen auf den Fotos sind schon wieder insofern schwierig, dass ich die ja wohl fragen müsste. Weiterhin meine ich mich zu erinnern dass absurderweise irgendwie auch Bauwerke ein Copyright insofern haben können, dass man nicht davon Fotos machen und diese kommerziell verteiben darf, ohne dem Architekten dafür zu zahlen. Oder war das nur ein schlechter Traum? Denn in dem Fall dürfte ich ein Foto eines Bauwerks bei dem ich mir nicht sicher bin ja maximal unter einer Creative-Commons-Lizenz veröffentlichen, welche lediglich die unkommerzielle Verwendung vorsieht.
Ich kann nur sagen, ich finde CC-Lizenzen sind eine sehr gute Sache. Aber es gibt noch viel zu viele offene Fragen - oder ich bin zu schlecht informiert. Wer weiss weiter?

Creative Commons für Entwicklungsländer

16. September 2004 - 13:57 Uhr - Moe
Die Creative Commons-Lizenz gibt es nun in einer weiteren Form speziell für Entwicklungsländer. Damit kann man angeben, dass der Content nur in Entwicklungsländern frei weiterverwendet werden darf und für alle anderen weiterhin dem normalen Copyright unterliegt. Ich hab keine Ahung was man davon halten soll. Ich glaube es ist ne ganz gute Sache, aber irgendwo in der Ferne hör' ich ganz leise Alarmglöcken klingeln. [via Joi Ito]

Lügendetektoren

16. September 2004 - 13:43 Uhr - Moe
... sind gefragt wie nie. [via Martin Röll]

Hessen: Neues von der Operation Sichere Zukunft

16. September 2004 - 12:27 Uhr - Moe
Neues von der Sparfront der hessischen CDU: Hessen droht abermals ein verfassungswidriger Etat. Und die CDU muß 21 Millionen Euro Strafe zahlen da die Hessen-CDU 1998 immerhin 9,3 Mio.€ heimlich ins Ausland geschafft hat.
Ach ja ich erwähnte bereits, daß Hessen das höchste Steueraufkommen je Einwohner (3774 Euro), das größte Bruttoinlandsprodukt je Einwohner (30 385 Euro) und die höchste Arbeitsproduktivität je Erwerbstätiger (62 140 Euro) hat.

Da fällt mir zur "Sanierung" der hessischen Finanzen noch ein: Auf eine Antwort der Uni hinsichtlich der Langzeit-Studiengebühren die ich zahlen soll und meines vor ca. einem halben Jahr eingereichten Widerspruchs warte ich immer noch. Am 30.9. läuft mein Semesterticket aus und ich gehe davon aus bis dahin immer noch keine Erlaubnis mich rückmelden zu dürfen erhalten zu haben. Wohlgemerkt hat die Uni Giessen von über 20000 StudentInnen jeweils 50€ zusätzliche "Verwaltungsgebühr" erhalten. Wo das Geld hingegangen ist wüsst' ich schon mal gerne. Aber ich schweife ab.

Gratis-Tool um PDF zu erstellen - gibts auch PFD-to-HTML?

16. September 2004 - 10:30 Uhr - Moe
Vor ein paar Tagen hat Lia das kostenlose Windows-Tool Free PDF XP vorgestellt, welches ich danach auch bereits in meinem Linkdump erwähnte. Free PDF XP richtet einen virtuellen Drucker ein, und nun kann man aus jeder Anwendung die drucken kann ein Dokument in PDF umwandeln, indem man es an den virtuellen Drucker schickt.
Meine Frage ist, gibts auch Tools um das Rückwärts zu machen? Ich würde gerne PDF-Dateien in HTML, txt oder whatever umwandeln. Hat da jemand einen Tipp?

TU Wien: "Weblogs für alle!"

15. September 2004 - 20:56 Uhr - Moe
Wien (TU). - Lange Zeit wurden Weblogs mit "Tagebüchern im Internet" gleichgesetzt. Weblogs können jedoch viel mehr sein, wie ein nun gestartetes Projekt an der Technischen Universität (TU) Wien zeigt. Mit Beginn dieses Wintersemesters können über 15.000 StudentInnen und 2.500 MitarbeiterInnen Weblogs (kurz: Blogs) auf Basis der Softwareplattform twoday.net führen. In seiner Größenordnung und durch die tiefe Integration in die Infrastruktur der TU ist dieses Projekt international richtungsweisend. Eine Begleitung und Weiterentwicklung auf Basis angewandter Forschung ist geplant. Initiiert wurde dieses Projekt der TU Wien vom Zentralen Informatikdienst (ZID) und der Agentur Knallgrau, die auch Betreiber der Weblog Plattform http://www.twoday.net ist. Weiterlesen bei der TU Wien. [via Sierralog]

Die Frankfurter Rundschau zitiert

15. September 2004 - 19:25 Uhr - Moe
... einige Blogger, die sich zum Thema Zitieren von Weblogs äussern:
"Zeitungsautor wider Willen".

"News": Weblogs in der Zeitung

15. September 2004 - 13:05 Uhr - Moe
News ist der Name einer gestern in Frankfurt gestarteten Tabloid-Zeitung. In dieser wird es zunächst täglich eine Blogschau geben, welche kurze Zitate aus Weblogs zu ausgewählten Themen präsentiert, die man anschliessend in einem Weblog nachlesen kann. Alles in allem ist es einfach mal ein Versuch Weblogs und Printnachrichten zu verbinden.
Wie ich sehe wird das Thema in manchen Weblogs bereits rege diskutiert - teils erstaunt mich das in seinem Umfang, teilweise nicht da in manchem Fall sowohl die Form wie auch die Argumentation mehr als absehbar waren. Dort ist dann eine sachliche Diskussion weder möglich noch erwünscht.
Deswegen nehme ich mir hier mal die Zeit, allen anderen kurz meine Sicht der Dinge darzustellen. Ich weiss zwar nicht ob ich das muss oder soll (es ist ja nicht so dass irgendjemand mich gefragt hätte), aber das hier ist nun meine subjektive Meinung dazu.

Nico Wilfer hatte mir vor ein paar Wochen von diesem Projekt erzählt und mich gefragt ob ich Lust habe mitzumachen. Naürlich hat Nico dabei sein Projekt myblog.de im Rücken, welches unheimlich vielen Leuten eine eigene Stimme im Web bietet, und darum geht's (mir) beim Bloggen letzten Endes ja auch.
Ich habe zunächst gezögert da ich einer kommerziellen Verwendung von Weblog-Content grundsätzlich skeptisch gegenüber stehe. Letztendlich hat man in so einer Situation das Problem, daß man schlecht entscheiden kann wo eine kommerzielle Verwendung beginnt, was zulässig ist und was nicht, und ob alle Blogger das nun gut finden oder nicht. Man kann jetzt natürlich einfach eine der beiden Positionen vereinnahmen und glauben man spräche hier nun für alle Blogger und ein Zitat von wenigen hundert Zeichen sei Diebstahl. Das ist natürlich ebenso unkonstruktiv wie anmassend. Da die Weblogs sehr kurz zu einem Thema zitiert werden (1-3 Sätze) und die Quellen angegeben werden sah ich hierbei kein Problem. Ungefähr so wie nur wenige Blogger ein Problem darin sehen, ein kurzes Zitat aus den Internetseiten einer Zeitschrift in ihr Weblog zu kopieren, auch wenn der Verlag irgendwo angibt dass der Nachdruck, auch auszugsweise und/oder in elektronischen Medien, der Genehmigung bedarf. Aber das geht in eine andere Richtung, also zurück zum Thema: Mein Eindruck war, daß es eine gute Chance ist hier Weblogs in die Zeitung zu bringen und somit die Themen nicht mehr auf das eine oder andere Format zu beschränken. Ich denke es ist eine gute Gelegenheit, Weblogs und Blogger mehr in Diskurse über gesellschaftliche Themen einzubringen. Und wenn der eine oder andere News-Leser sich da durchklickt und vielleicht einige Weblogs kennen und schätzen lernt so denke ich das wäre eine prima Sache.
An der Art und Weise wie zitiert wird kann ich nichts problematisches erkennen was die Länge des Zitats sowie die Angabe der Quelle angeht. Natürlich bin ich kein Jurist und auch kein Journalist (beides habe ich auch nie behauptet), dazu gibt es ja die Redaktion.
Im Falle der Weblogs welche eine Creative Commons Lizenz beinhalten war ich der Ansicht, die Lizenzen können eine Weiterverwendung der geschützten Dokumente gegenüber dem Normalfall in dem keine Lizenz angegeben ist nur explizit erweitern, aber nicht einschränken. Will sagen, den Schutz vor einem Plagiat oder eines unerlaubten Abdrucks hat man doch immer, selbst wenn man überhaupt keine Lizenz angibt. Die Non-Commercial Lizenz sagt aus, dass man etwas explizit und ungeachtet der üblichen Regeln weitergeben darf solange das unkommerziell bleibt, richtig? Daraus ging für mich nicht hervor, dass ein reguläres Zitat (und nicht etwa ein Vollabdruck), welches ja sonst nicht verboten ist, hierdurch nicht mehr gebracht werden darf. Das ist aber zunächst auch nur meine Meiung als Laie. Ich denke daß man diese Frage auf einem vernünftigen Wege klären kann und wird.

Grundsätzlich haben Weblogs für mich etwas mit Durchlässigkeit und Offenheit zu tun. Genauso wie sie durchlässig gegenüber anderen Medienformen sind welche sie zitieren, verarbeiten und kommentieren. Ich denke diese Durchlässigkeit gilt es zu fördern, damit Weblogs eine informationsdemokratische Plattform sind und bleiben. Auch und gerade wenn manche wieder und wieder gezielt versuchen, das Niveau von Diskussionen in der Blogosphäre ins Bodenlose absinken zu lassen. Die Art und Weise wie an manchen Orten nicht die Frage nach der Beurteilung der Blogschau oder von Zitaten generell, sondern nach Lyssas, Nicos und meiner Person gestellt - und beantwortet - wird lässt jegliche Gürtellinie und jeglichen Respekt vermissen. Also ich meine jetzt mal so von Mensch zu Mensch, völlig egal ob man sich gegenseitig schätzt oder nicht. Ansonsten unterhalten sich noch sonstwo eine Menge Leute mit denen ich nichts zu tun habe und die mich sonst auch mit dem Arsch nicht ansehen über meine "credibility" oder warum ich ein neoliberaler Schuft sei. Interessant. Wenn man gerade aber sonst auch wirklich so gar nix zu tun hat.

Naja, zum Glück wird das Thema anderswo ein wenig sachlicher angegangen.

Meine Absicht ist es jedenfalls sicher nicht, hier irgendwen durch ein Zitat in der News zu dissen, ganz im Gegenteil. Als ich mich so durch die Weblogs gewühlt habe habe ich zwar festgestellt dass unheimlich viele Leute einfach nur immer Spiegel, Telepolis und FAZ kopieren und die Abschnitte - oft unkommentiert - in ihr Blog stellen. Andererseits war ich aber auch positiv überrascht wieviele Meinungen, wieviel lustiges, ernstes, nachdenliches... man in manchen Blogs findet von denen man vorher überhaupt nichts mitbekommen hat. Einfach nur weil sie nicht über das Bloggen an sich bloggen und nicht die üblichen Verdächtigen in ihrer Blogroll haben. Ich möchte, dass diese öffentlichen Meinungen auch gehört werden können. Ob das so falsch ist weiss ich nicht.

Update: Nico Wilfer äussert sich auch zum Thema:
Zur aktuellen Debatte um die NEWS-"Blogschau".

Nucleus Demo Site

13. September 2004 - 20:54 Uhr - Moe
Das Weblog-CMS Nucleus welches ich hier auch einsetze hat nun eine Demo-Site. Dort kann man sich auch in der Admin-Area einloggen (user: admin, pass: admin) und sich in Ruhe mal umsehen, wenn man auf der Suche nach einem geeigneten Weblog-System ist. [via Nucleus News]

Überwachungskameras im Bus

13. September 2004 - 15:36 Uhr - moblog
Gibts in Giessen anscheinend nicht nur in der Stadtbuslinie 800 sondern auch in dem kleinen Dorfbus nach Leihgestern. Wie üblich ohne Hinweisschild und wahrscheinlich auch sonst ohne Datenschutz. Morgen gehen mal Emails an die Datenschützer und die beiden Busbetreiber raus.

Videoüberwachung auf der Wiesn: Watching the Watchers

13. September 2004 - 11:53 Uhr - Moe
Der Überwachungsstaat rüstet sich für das Oktoberfest: Statt wie bisher sieben wird es zukünftig zwölf Überwachungskameras geben, und um weiteren Eskalationen polizeilicher Willkür zu begegnen werden diesmal auch die Polizisten der "Wiesnwache" im "Servicezentrum" von einer Kamera überwacht.
Die Süddeutsche titelt "Mit Big Brother gegen die Angst", aber das ist offensichtlich bullshit. Natürlich soll ein Klima latenter Angst geschaffen werden, man fühlt sich von den Ordnungskräften beobachtet und ist angehalten sich somit norm-konformer zu verhalten, um einen reibungslosen Ablauf des Geschäfts zu ermöglichen. Die berechnete Gewinnmaximierung des Oktoberfestes ist ja bekannt, man denke nur an die Skandälchen um Biergläser die dann 5% weniger gefüllt werden als erlaubt aber das eben ein paar tausend mal, und so weiter. Die Bier-Dealer stehen da ja schliesslich nicht zum Spass oder aus Liebe zum Oktoberfest, sondern weil man zu dieser Gelegenheit das Bier teuerer verkaufen kann als irgendwo sonst. Oder aber das Oktoberfest ist einfach wirklich ein so gefährlicher Ort, daß man fast doppelt soviele Kameras wie im letzten Jahr braucht. Dann stellt sich die Frage wieso man an einem Ort feiern sollte von dem selbst die Veranstalter sagen, er sei hochgefährlich*. Na denn Prost.

*Dieser Ansicht ist übrigens auch der Betreiber der McDonald's Restaurants in Gießen und Linden, welcher seinen Lokalen eine besonders hohe Gefahr bewaffneter Überfälle einräumt. Warum der gute Mann zur "Prävention" allerdings seine Gäste filmt ist nicht bekannt. Vielleicht schaut er den Mädels einfach gerne auf die Brüste oder so. Aber ich schweife ab.

Bloggerweisheit des Tages

13. September 2004 - 11:11 Uhr - Moe

[via Treehuggin' pussy]

Kurzgeschichte

13. September 2004 - 11:07 Uhr - Moe
Gregi hat eine Kurzgeschichte geschrieben die mir sehr gut gefällt: "Dramatische Entwicklungen im Frankfurter Bankenzentrum".

Waffen für alle

13. September 2004 - 10:33 Uhr - Moe
Die US-Regierung hat entschieden, automatische Waffen wie Uzis oder Kalaschnikovs wieder auf dem Markt zuzulassen, so dass sie sich jeder Amerikaner im Waffengeschäft kaufen kann (siehe Telepolis). Ich denke das ist ganz praktisch, denn wahre Demokratie kann nur durch die Aufhebung des Gewaltmonopols des Staates entstehen. Für beispielweise den nahen Osten empfehle ich, der gesamten Bevölkerung Neutronenbomben frei zugänglich zu machen. Und auch hier in Deutschland sollte man mit dem Raketenwerfer auf der Schulter einkaufen gehen können. Ausserdem fänd ich es ultraspannend all die Suffköppe und Druffis in den hessischen Diskos mit Pistolen am Gürtel zu sehen. Dann wär endlich mal Schluss mit den Kneipenschlägerein. Evolution, Baby!

Newsfeeds per Javascript einbinden mit FeedSweep

12. September 2004 - 20:32 Uhr - Moe
RSS-Info: FeedSweep ist ein Dienst mit welchem man RSS- oder auch Atom-Feeds per Javascript auf der eigenen Website einbinden kann. Ähnliche Dienste die es schon eine Weile gibt sind beispielsweise Feedroll.com oder der JavaScript RSS-Box Viewer. Das Besondere an FeedSweep ist aber dass es eben auch Atom-Feeds liest, man mehrere Feeds in einer Newsbox kombinieren kann, und ansonsten auch ziemlich viele Optionen bezüglich der Darstellung der News-Items sowie des Layouts hat. So kann man nicht nur alle Schriftarten und Farben definieren, sondern auch wählen ob man eine HTML-Tabelle oder ein CSS-Layout haben will. Prima Sache. [via Furl - Latest blogging Headlines]

Schweizer Bloggertreffen im Oktober?

10. September 2004 - 15:06 Uhr - Moe
Anfang Oktober (9.10.?) wird es ein Bloggertreffen in der Schweiz (Zürich) geben, alles weitere dazu findet man im Blogshop.

Emails wegen Flash Gamez

10. September 2004 - 14:48 Uhr - Moe
Über Emails mit neuen Link-Tipps für das Flash Gamez Weblog freue ich micht sehr, aber ich kann sie nicht alle beantworten. Wenn ich auf eine Email nicht antworte heisst das entweder das ich das Spiel noch irgendwann bringen werde, oder aber das ich es für Flash Gamez nicht so geeignet halte. Da diese Entscheidung nach einem kurzen Testspiel eher intuitiv abläuft und es keinen Kriterienkatalog oder so gibt antworte ich nur auf diejenigen Link-Tipps welche ich im Flash Gamez Weblog dann auch veröffentliche.
Einerseits geht es so einfach schneller, andererseits kann und will ich nicht in jedem Fall begründen wieso ich ein Spiel ablehne bzw nicht im Weblog veröffentliche. Ich glaube auch nicht, dass das gut rüberkäme.
Dazu kommt noch, dass manchmal auch die Designer oder Agenturen welche das Spiel erstellt haben es selber als Link-Tipp einreichen. Das ist natürlich OK, aber die Motivation ist eine andere als wenn das jemand einschickt weil er es einfach gut findet.
Grundsätzlich ist es jedenfalls nicht notwendig einen Link-Tipp nochmals einzusenden weil man bislang keine Antwort bekommen hat.
Das mag alles eher suboptimal sein aber mir fällt gerade nichts besseres ein wie man das regeln könnte daher bitte ich um Verständnis. Vielleicht werde ich für die Email-Adresse von Flash Gamez einfach mal einen Auto-Responder einrichten der das nochmal erklärt oder so.

Seit einer Woche oder so hat Flash Gamez auch relativ viel Traffic, was ziemlich viele Kommentarspams nach sich zieht. Daher kümmere ich mich momentan mehr um die Kommentare als um die Mails. Ein interessantes Detail am Rande ist, dass diesen Monat anscheinend knapp 13% unserer BesucherInnen aus Israel kommen(?). An dieser Stelle möchte auch nochmal darauf hinweisen, dass ich hebräische Kommentare genauso wie alle anderen Kommentare die nicht auf deutsch oder englisch sind löschen werde - ganz einfach weil ich sie nicht verstehe.

Google Pagerank Einführung

10. September 2004 - 14:27 Uhr - Moe
Oliver Wagner erklärt in Der Google PageRank im Detail wie man seinen Pagerank ausrechnet: PR(A) = (1-d) + d(PR(t1)/C(t1) + ... + PR(tn)/C(tn))

Aber Spass beiseite, wer einen Einstieg in das Thema sucht ist meiner Ansicht nach mit dem Artikel und den Tipps am Ende gut bedient. Ob das jetzt wirklich "im Detail" ist vermag ich allerdings nicht zu beurteilen, die Tipps kamen mir eher allgemein vor.

Six Apart goes Nokia?

08. September 2004 - 21:57 Uhr - Moe
Vielleicht wird ja doch noch was gescheites aus Nokias Lifeblog - so ist in der Computerwoche zu lesen: [...] Unabhängig davon gab Nokia eine Kooperation mit der kalifornischen Weblog-Startup Six Apart bekannt. Die für das vierte Quartal geplante Nokia-Software "Lifeblog" für ausgewählte "Series-60"-Handys ab dem "7610" soll mit deren Hosting-Service "TypePad" integriert werden. Nutzer können dann direkt von ihrem Mobiltelefon aus "mobloggen" und Fotos, Videos, Text- oder Multimedianachrichten direkt an ihren TypePad-Account schicken.

Noch ein deutscher BloggerChat

08. September 2004 - 14:36 Uhr - Moe
Bei bwolf habe ich gelesen dass noch ein deutscher Bloggerchat gestartet wurde, nämmlich #blogs.de, auch auf irc.freenode.net.
Die Gründe dafür sind mir nicht wirklich klar und ich finde das eher unglücklich: Der Channel #de:blogs wird somit gespalten, der neue Channel braucht anscheinend hierarchische Struktur (Operators), und wem die Domain blogs.de gehört oder welchen Nutzen die Aktion haben soll weiss ich nicht. War der bisherige Channel denn so ungemütlich? Also das da jeder rein durfte und eigentlich auch alles sagen konnte weils eh keine Ops gab fand ich eigentlich gut.

thebobs.de: 401 Authorization required?

06. September 2004 - 13:39 Uhr - Moe
Am Samstag habe ich hier über die "Deutsche Welle International Weblog Awards 2004" berichtet, was entsprechende Artikel in einigen anderen Weblogs nach sich zog. Gerade stelle ich fest, dass die Seite thebobs.de nun passwortgeschützt wurde, und frage mich ob ich da nicht etwas voreilig war. Andererseits hatte ich den Link zur Site einfach irgendwo auf den Seiten der Deutschen Welle gefunden, ich glaube hier: "Bestes Weblog gesucht" vom 31. August. Ich mein' ja nur.

Deutsche Welle International Weblog Awards 2004

04. September 2004 - 10:05 Uhr - Moe
DW-WORLD.DE, the online portal of German international broadcaster Deutsche Welle, is looking for the best online diarists. With "The BOBs - Best of the Blogs" awards, we plan to honor the best Weblogs in 11 different categories, including Best Weblog, Best Topic, Best Design, Best Weblog Innovation and Best Journalistic Weblog. A total of seven of the Best Journalism prizes will be awarded -- one in each of our competition languages. Weblogs from all over the world can be nominated for the awards, provided they have been written in English, German, Spanish, Portuguese, Russian, Chinese or Arabic. You can nominate your favorite sites or even your own blog during the open suggestion phase from Sept. 17-Oct. 17, 2004. http://www.thebobs.de/

Lesestoff für Blogger

03. September 2004 - 09:10 Uhr - Moe
Aus der Reihe PC-Booklets gibt es nun auch eines über Weblogs, kost gerade mal 5€, ist 90 Seiten lang und Ralle hats gelesen.

Die Stadt Giessen *muss* sicherer werden

03. September 2004 - 09:00 Uhr - Moe
In Giessen hat jetzt zwar sogar das Ordnungsamt schöne neue Sreifenwagen um mit den in Giessen patrouillierenden Polizisten, Zivilpolizisten, der "Wachpolizei", dem freiwilligen Polizeidienst und den Stadthelfern konkurrieren zu können (Hab ich wen vergessen?).



Diese Sicherheist ist aber eine reine Farce, also fordere ich Wachtürme mit bewaffneten (wobei, hier tragen die Polizisten ja sogar auf Demos Schusswaffen) Polizisten darauf, damit sich solche skandalösen Szenen nie mehr wiederholen werden: Gießen: Heute (02.09.04), gegen 11.20 Uhr, wurde eine Gruppe Kinder an der Bushaltestelle im Wartweg von einem Raben angegriffen. Der Vogel sei immer wieder auf die Gruppe zugeflogen, so ein Zeuge. Nachdem sich dort eine andere Gruppe dort aufhielt, sei der Rabe einem Jungen ins Genick geflogen und habe Körperkontakt gehabt. Verletzt wurde aber niemand. Das Tier konnte verscheucht werden. [Polizeimeldung im Presseportal]

Giessen: Teure Demos

01. September 2004 - 12:46 Uhr - Moe
Der hessische Innenminister Bouffier (auch ein Giessener) ist mit seinem Plan, unliebsame Demonstrationen doch einfach mit einer "Verwaltungsgebühr" zu bestrafen nachdem sie sowieso schon verboten wurden anscheinend durchgekommen. So letzten Montag bei der Hartz-Demo in Giessen: Michael Janitzki, Fraktionschef der PDS im Stadtparlament, ist "sauer" auf die Stadt, denn sie habe für einen Demonstrationszug von wenigen 100 Metern vom Kirchenplatz zum Arbeitsamt gleich 100 Euro Verwaltungsgebühr verlangt. "Das können doch die Betroffenen gar nicht bezahlen, das ist schlicht Verhinderungspolitik", schimpfte er. In Marburg habe man sich in einem ähnlichen Fall mit 25 Euro begnügt. "Das ist ein weiterer trauriger Rekord für Gießen, der Heimatstadt des Innenministers." [via Giessener Anzeiger]

Ich frage mich, durch welche Verwaltung denn Gebühren in Höhe von 100€ entstehen können sollen. Wieviele SachbearbeiterInnen sollen dann bitteschön wielange daran gearbeitet haben? Also diese dümmliche Plumpheit mit der in letzter Zeit immer wieder Begriffe pervertiert werden empfinde ich als beleidigend. Es ist eine Strafe, keine Gebühr. Es geht nicht darum Kosten zu decken sondern darum Demonstrationen zu verhindern und trotzdem abzukassieren. Das wird aus den Aussagen des Innenministeriums auch recht deutlich, denn so beschwichtigt man, dass ja nur die nach Meinung der Regierung unliebsamen DemonstrantInnen betroffen sind und das deswegen ja kein Problem sei: "Gebühren werden nur fällig, wenn Auflagen gemacht werden. Wenn es Auflagen gibt, liegt das meist daran, daß der Anmelder nicht kooperieren will und auf bestimmten Dingen besteht", schiebt Michael Bußer, der Pressesprecher des Innenministeriums den schwarzen Peter "ungebührlichen" Demonstranten zu. [junge welt: Gebührenpflichtige Demokratie]

Ging diese Nachricht eigentlich auch durch irgendwelche Mainstream-Medien, und hat die Landesregierung selbst darüber informiert? Irgendwie habe ich da gar nichts von mitbekommen.
Dass die hessische CDU gezielt versucht studentische Demokratie zu zerstören hatte ich hier ja schon einmal berichtet. Und ausserdem ist es in den hessischen Unis ja auch ohne Probleme möglich von "Verwaltungsgebühren" zu sprechen welche überhaupt nicht belegt werden können. Vielleicht fiel ja der Protest der Studierenden insgesamt so gering aus dass die Jungs gemerkt haben, dass man das durchaus auch mit der hessischen Allgemeinbevölkerung machen kann ohne allzuviel Widerstand zu ernten. Die gucken wohl lieber Olympiade oder die Alm als sich an sowas zu stören, nehme ich an. Aber ich schweife ab.