Marco Sommer hat das von mir administrierte BildungsBlog analysiert (welches übrigens auf keinerlei Weise zur Uni Augsburg gehört!) und stellt unter anderem fest: Die gänzlich fehlende inhaltliche Strukturierung des Blogs führt zu einer sehr unübersichtlichen Website. Als einzige Art von "Ordnung" bei den erfassten Beiträgen ist deren chronologische Reihenfolge der Erfassung. [...]
Finden fachliche Diskussionen statt, welche einen Informationsgewinn ermöglichen oder werden diese Online-Tagebücher zur Selbstinszenierung genutzt?
Weder noch. Meines Erachtens wird ein Informationsgewinn ermöglicht, OHNE eine fachliche Diskussion.
Leider geht aus dem Blog weder hevor um was für eine Lehrveranstaltung es sich handelt, noch wer die anderen Teilnehmer sind. Ich meine aber schonmal ein paar davon in den Refs gehabt zu haben, mal schaun..
Archiv: August 2004
Analyse des BildungsBlogs...
18. August 2004 - 12:51 Uhr - MoeFrau Buhlman und die Studiengebühren: Nicht mehr tragbar
10. August 2004 - 12:00 Uhr - Moe
Frau Buhlman, die Debatte um Studiengebühren und ihr Fähnchen im Wind:
Netzeitung vom 2. August: Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) ist weiter entschieden gegen Studiengebühren. Ein kostenpflichtiges Studium würde «Studierende vom Studium abschrecken», sagte die Ministerin der Berliner Zeitung. Der Union warf sie Inkonsequenz vor: Sie fordere Studiengebühren, kürze aber gleichzeitig die Etats für Hochschulen, so wie es gerade in Bayern geschehe.
Die Welt vom 10. August: Im Streit um die Einführung von Studiengebühren will die SPD gemeinsam mit denen von ihr regieten Ländern ein neues Modell vorlegen. Das kündigte Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn in einem "Focus"-Interview an. Geplant sei dabei, Langzeitstudenten und Studierende aus Nicht-EU-Ländern zur Kasse zu bitten.
Frau Buhlman hat sich hiermit entschieden, den letzten sozialen SPD-Wählern welche sich noch nicht verhartzen liessen einen guten Grund zu geben, dieser Partei den Rücken zu kehren. Das beziehe ich noch nicht mal auf die Position an sich, sondern auf den Populismus mit dem sich diese wandelt.
Siehe auch Schade: "Edelgard Bulmahn hintertreibt ihre eigene Strategie." im Weblog gegen Studiengebühren und Bildungsabbau in Hessen.
Netzeitung vom 2. August: Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) ist weiter entschieden gegen Studiengebühren. Ein kostenpflichtiges Studium würde «Studierende vom Studium abschrecken», sagte die Ministerin der Berliner Zeitung. Der Union warf sie Inkonsequenz vor: Sie fordere Studiengebühren, kürze aber gleichzeitig die Etats für Hochschulen, so wie es gerade in Bayern geschehe.
Die Welt vom 10. August: Im Streit um die Einführung von Studiengebühren will die SPD gemeinsam mit denen von ihr regieten Ländern ein neues Modell vorlegen. Das kündigte Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn in einem "Focus"-Interview an. Geplant sei dabei, Langzeitstudenten und Studierende aus Nicht-EU-Ländern zur Kasse zu bitten.
Frau Buhlman hat sich hiermit entschieden, den letzten sozialen SPD-Wählern welche sich noch nicht verhartzen liessen einen guten Grund zu geben, dieser Partei den Rücken zu kehren. Das beziehe ich noch nicht mal auf die Position an sich, sondern auf den Populismus mit dem sich diese wandelt.
Siehe auch Schade: "Edelgard Bulmahn hintertreibt ihre eigene Strategie." im Weblog gegen Studiengebühren und Bildungsabbau in Hessen.
Welche Rechtschreibung in akademischen Abschlussarbeiten?
09. August 2004 - 21:34 Uhr - jurabilis
Die gegenwärtig wieder mal aufschäumende Verwirrung um das Schicksal der Rechtschreibreform erfasst auch den gemeinen Student. In welcher Rechtschreibung möchte die geschätzte Hochschule wohl die Abschlussarbeit?
Ich lasse mich - ganz Demokrat - von der Mehrheit der LeserInnen leiten und habe die Frage zur Abstimmung gestellt.
Alexander
Ich lasse mich - ganz Demokrat - von der Mehrheit der LeserInnen leiten und habe die Frage zur Abstimmung gestellt.
Alexander
Fehlerhaft berechnete Studienguthaben (nicht nur?) an der Uni Frankfurt
08. August 2004 - 12:55 Uhr - Moe
Studienguthaben für LangzeitstudentInnen werden anscheinend aufgrund der Inkompetenz der GebühreneintreiberInnen und -verwalterInnen mehr oder minder willkürlich festgesetzt, man spricht dann von einem "Datenbankfehler": Das Referat für Studenguthaben, das die zeitlichen Boni und Mali der Studenten verwaltet, will 500 Euro Bummelantenstrafe von mir. Im März hieß es noch, ich dürfte bis 2006 gebührenfrei studieren, und jetzt das. Was soll denn das bitte?
Natürlich hab ich das mit 2006 auch schriftlich. Hab ich gleich durchgefaxt (ans Telefon gehen die ja aus Prinzip nicht), mit dem freundlichen Hinweis, den internen Fehler doch bitte zu beheben. Antwort gab's keine, dafür rief der studentische Senator meines Vertrauens an. Er wolle der Sache mal auf den Grund gehen und sich umhören, ob das noch mehr Leuten passiert sei.
Ist es. Etwa 500 Studenten erhielten eine Zahlungsaufforderung mit Fristsetzung bis zum 1. September, danach Verlängerungsfrist mit 15 Euro Säumniszuschlag. Weiterlesen: natürlich ist mal wieder die datenbank schuld.
Siehe auch in der taz: Hessens Langzeitgebühren beweisen: Viele Studis zahlen zu Unrecht - und das Geld holt sich der klamme Staat.
Sowie schon etwas älter: Gebühren-Chaos: Uni Marburg verschickt fehlerhafte Gebührenbescheide.
Ich für meinen Teil warte immer noch mal überhaupt auf eine Antwort der Uni Giessen, welches es anscheinend seit einem Vierteljahr nicht für nötig hält, auf meinen Einspruch auch nur auf irgendeine Art und Weise zu reagieren.
(Diesen Beitrag gibt es auch im Weblog Gegen Studiengebühren in Hessen)
Natürlich hab ich das mit 2006 auch schriftlich. Hab ich gleich durchgefaxt (ans Telefon gehen die ja aus Prinzip nicht), mit dem freundlichen Hinweis, den internen Fehler doch bitte zu beheben. Antwort gab's keine, dafür rief der studentische Senator meines Vertrauens an. Er wolle der Sache mal auf den Grund gehen und sich umhören, ob das noch mehr Leuten passiert sei.
Ist es. Etwa 500 Studenten erhielten eine Zahlungsaufforderung mit Fristsetzung bis zum 1. September, danach Verlängerungsfrist mit 15 Euro Säumniszuschlag. Weiterlesen: natürlich ist mal wieder die datenbank schuld.
Siehe auch in der taz: Hessens Langzeitgebühren beweisen: Viele Studis zahlen zu Unrecht - und das Geld holt sich der klamme Staat.
Sowie schon etwas älter: Gebühren-Chaos: Uni Marburg verschickt fehlerhafte Gebührenbescheide.
Ich für meinen Teil warte immer noch mal überhaupt auf eine Antwort der Uni Giessen, welches es anscheinend seit einem Vierteljahr nicht für nötig hält, auf meinen Einspruch auch nur auf irgendeine Art und Weise zu reagieren.
(Diesen Beitrag gibt es auch im Weblog Gegen Studiengebühren in Hessen)
Studiengebühren in Deutschland: Übersicht und aktuelle Entwicklungen
04. August 2004 - 15:18 Uhr - Moe
Eine Übersicht über die Höhe und Art der jeweiligen Studiengebühren an deutschen Hochschulen in den verschiedenen Bundesländern findet sich bei Studis Online. Zudem gibt es weitere Informationen zum Stand der Dinge sowie zur Entwicklung allgemein und in den jeweiligen Ländern.
Zum Artikel: Erst zahlen, dann studieren - Studiengebühren in Deutschland.
Mehr zum Thema wie immer im Weblog gegen Studiengebühren.
Zum Artikel: Erst zahlen, dann studieren - Studiengebühren in Deutschland.
Mehr zum Thema wie immer im Weblog gegen Studiengebühren.
Hochschulrektoren fordern Studiengebühren II
03. August 2004 - 15:18 Uhr - Moe
Die Hochschulrektorenkonferenz fordert zum wiederholten Male Studiengebühren, die hessischen Grünen hängen sich munter dran, und sie liefern die durchgeknallteste Erklärung die ich in dieser Debatte bislang gehört habe: Die Hochschulrektorenkonferenz hat davor gewarnt, Studiengebühren nur in unionsgeführten Bundesländern einzuführen. Grünen-Staatssekretär Berninger forderte, ein Konzept für die Erhebung zu entwickeln.
Die Pläne mehrerer unionsgeführter Bundesländer zur Einführung von Studiengebühren sind von der Hochschulrektorenkonferenz skeptisch beurteilt worden. Sollten nur in diesen Ländern Beiträge erhoben werden, würde dies zu "fatalen Wettbewerbsverzerrungen in der Hochschullandschaft" führen, sagten Vize-Präsident Erhard Mielenhausen und Generalsekretärin Christiane Ebel-Gabriel in der "Neuen Osnabrücker Zeitung". [via Netzeitung]
Sowohl die Opposition der Grünen in Hessen, welche letzten Herbst selbst noch sogar Langzeitstudiengebühren ablehnten, als auch die wohlwollende Toleranz der meisten Hochschulrektoren während der Proteste stellen sich als reine Farce heraus. Darüber, dass sie alle mitkassieren wollen sind sie sich einig. Es scheint nur noch eine Frage der Verteilungskämpfe zu sein. Währenddessen werden hier an der Uni Giessen immer mehr Fächer geschlossen, zuletzt war es Philosophie, glaube ich. Alles, was nicht direkt ökonomisch verwertbar ist, kann gehen. Das scheint mir ein hochgefährlicher Begriff von Wissenschaft und akademischer Bildung zu sein.

Siehe auch: Kommende Landtagswahlen: Entscheidung pro oder contra Studiengebühren im Weblog gegen Studiengebühren und Bildungsabbau in Hessen.
Die Pläne mehrerer unionsgeführter Bundesländer zur Einführung von Studiengebühren sind von der Hochschulrektorenkonferenz skeptisch beurteilt worden. Sollten nur in diesen Ländern Beiträge erhoben werden, würde dies zu "fatalen Wettbewerbsverzerrungen in der Hochschullandschaft" führen, sagten Vize-Präsident Erhard Mielenhausen und Generalsekretärin Christiane Ebel-Gabriel in der "Neuen Osnabrücker Zeitung". [via Netzeitung]
Sowohl die Opposition der Grünen in Hessen, welche letzten Herbst selbst noch sogar Langzeitstudiengebühren ablehnten, als auch die wohlwollende Toleranz der meisten Hochschulrektoren während der Proteste stellen sich als reine Farce heraus. Darüber, dass sie alle mitkassieren wollen sind sie sich einig. Es scheint nur noch eine Frage der Verteilungskämpfe zu sein. Währenddessen werden hier an der Uni Giessen immer mehr Fächer geschlossen, zuletzt war es Philosophie, glaube ich. Alles, was nicht direkt ökonomisch verwertbar ist, kann gehen. Das scheint mir ein hochgefährlicher Begriff von Wissenschaft und akademischer Bildung zu sein.

Siehe auch: Kommende Landtagswahlen: Entscheidung pro oder contra Studiengebühren im Weblog gegen Studiengebühren und Bildungsabbau in Hessen.
