Archiv: Juni 2004

Die Frage nach einem pädagogischen Grundgedankengang

28. Juni 2004 - 12:15 Uhr - Moe
Zusammenfassung:
In dem Text "Die Frage nach einem pädagogischen Grundgedankengang" beschäftigt sich der Autor Jan Masschelein damit, wie man einen pädagogischen Grundgedankengang unter postmodernen Gesichtspunkten, mit besonderer Berücksichtigung der zwischenmenschlichen Intersubjektivität formulieren kann. Hierzu problematisiert er zunächst Konzepte von Modernität, um daran eine postmoderne Kritik am "traditionell-modernen" Verständnis von Erziehung zu entwickeln (1). Anschliessend werden traditionelle Konzepte von Erziehung aufgezeigt und erläutert, warum diese in einer postmodernen, heterogenen Gesellschaft nicht mehr von Bestand sind (2). Warum Handeln und Pluralität nun intersubjektivitätsphilosophisch miteinander verknüpft werden müssen, wird im dritten Abschnitt des Textes erläutert (3). Abschliessend entwirft Masschelein einen pädagogischen Handlungsentwurf unter Rücksichtnahme auf die bereits erörterte Verschränkung von Handeln und Pluralität (4).

Inhalt:
  1. Pädagogik und Modernität
  2. Die Erziehung als "Werk"
  3. Handeln und Pluralität
  4. Erziehen als Handeln
  5. Literatur
[Weiterlesen]

RSS-Feeds des Bildungsservers

25. Juni 2004 - 12:59 Uhr - Moe
Bildungsserver.de bietet auch RSS-Feeds zu vielen verschiedenen Stichwörtern an. Das wusste ich noch gar nicht und muss mal sagen: Sehr vorbildlich :)

Probleme bei akademischen Arbeiten über Weblogs

25. Juni 2004 - 12:49 Uhr - Moe
Liz Lawley hat in dem Weblog Many 2 Many einen Beitrag über Probleme mit akademischen Arbeiten über Weblogs geschrieben: 'blog research issues'. Sie stellt die These auf, dass die Kultur des Webloggens (ich bin nicht sicher, ob es nicht eher eine Metapher ist) nur dann ausreichend beschrieben werden kann, wenn man eine entsprechende Innenperspektive annimmt, und sich selbst aktiv als BloggerIn betätigt. Weiterlesen im BildungsBlog.

Medienmanagement und Blended Learning in Schulen

25. Juni 2004 - 11:46 Uhr - Moe
Im Internet zu surfen, dort oft nur Anhaltspunkte für vermeintliche Informationen zu finden, diese Fundstücke ungeachtet der Quelle auszudrucken und meist ungelesen abzuheften – bedeutet eben nicht verstehend und strukturierend, lernend voranzukommen, sondern in der Logik einer Maschine Zusammenhangloses aufzuhäufen. [...]
Das leidenschaftlich vorgetragene Plädoyer für eine technologische Bildungsoffensive mittels Computereinsatz und Internet-Gebrauch leidet von Anfang an und bis heute an Technikgläubigkeit und unterschwelliger Arroganz gegenüber bisherigen Strategien des klassischen Wissenserwerbs – beispielweise über Print- oder AV-Medien.
Weiterlesen: BildungsBlog: Medienmanagement im Schulsystem (tut Not), von Raimond Schmahl.

Patente statt Studiengebühren?

24. Juni 2004 - 11:25 Uhr - Moe
Wenn Universitäten ihre Erfindungen gut vermarkten, sind Studiengebühren überflüssig. Sagt der Patentexperte Erich Hödl

Herr Hödl, können sich die Universitäten aus der Finanzmisere befreien, wenn sie ihre Erfindungen patentieren lassen und richtig vermarkten?

Zumindest können sie die Finanzmisere lindern. Wenn Unternehmen dafür zahlen, dass sie Erfindungen und Ideen von Professoren nutzen, kann sich das Budget einer Hochschule um bis zu fünf Prozent erhöhen. Beispiele aus den USA zeigen das.

Das wäre ein stattliches Haushaltsplus für die Universitäten.

Ja, genauso viel bringen etwa Studiengebühren: Seit deren Einführung in Österreich wird das Budget etwa der Technischen Universität Graz zu gut sechs Prozent daraus bestritten.
Weiterlesen bei DIE ZEIT: Patente Lösung. (Diesen Beitrag gibt es auch im Weblog Gegen Studiengebühren in Hessen)

Propaganda für Studiengebühren

19. Juni 2004 - 23:07 Uhr - Moe
Wie wirtschaftsnahe "Denkfabriken" die öffentliche Debatte im Sinne neoliberaler Trends manipulieren
Organisationen wie das Centrum für Hochschulentwicklung arbeiten schon seit Jahren für diesen neoliberalen Umbau des Hochschulwesens. Auch die Arbeitgeber-getragene Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft setzt sich für die Einführung von Studiengebühren ein. Die Debatte um Studiengebühren zeigt beispielhaft, wie Denkfabriken (Think Tanks) und wirtschaftsnahe Kampagnen über Jahre zielgerichtet am derzeitigen neoliberalen Trendwechsel gearbeitet haben. Dabei nutzen sie nicht nur legitime Mittel, um eine Pro-Studiengebühren-Stimmung in Medien und Politik zu erzeugen. [...] Zugleich wird die Öffentlichkeit bearbeitet - notfalls auch mit manipulativen Methoden.
FR: Stimmungsmache für Studiengebühren (siehe auch den Beitrag Studiengebühren: 'Das Handelsblatt missbraucht Umfrage zur politischen Stimmungsmache' hier im Blog).

Wissenschaftsminister Udo Corts besucht Uni Giessen

18. Juni 2004 - 11:29 Uhr - Moe
Bereiten wir dem Mann doch mal einen gebührenden Empfang! Ich werde da sein, wer noch? Am Mittwoch den 23.06.2004 wird Wissenschafts- und Studiengebührenminister Udo Corts die Uni Giessen besuchen. Gegen 11 Uhr wird er am Hauptgebaüde eintreffen und dort, nach ca. zweistündigem Gespräch mit der Universitätsleitung, die öffentliche Sitzung des Senats besuchen. Ein jede/r Motivierte/r sehe sich herzlich zum mitmachen eingeladen. Gegen einen fröhlichen Empfang durch die Studierenden der JLU wird Udo Corts sicherlich nichts einzuwenden haben.

Zum Schluß sei noch erwähnt, dass Udo Corts laut Beschluß der Vollversammlung der Studierenden der JLU immer noch Hausverbot hat!
[via ASTA der JLU Gießen]

Gebührenfreies Erststudium..? 'Die Rektoren sind gegen uns!'

18. Juni 2004 - 11:12 Uhr - Moe
Nachdem die Hochschulrektorenkonferenz beschlossen hat, sich auch für allgemeine Studiengebühren auszusprechen, hat das Aktionsbünfnis gegen Studiengebühren eine Info-Broschüre veröffentlicht: 'Die Rektoren sind gegen uns!'.
Wenn Du selbst StudentIn bist, schreib Deinem Unipräsidenten doch einfach mal eine Email oder ruf ihn an und frag ihn, wie er denn nun gestimmt hat und warum.

Hochschulrektoren fordern Studiengebühren

09. Juni 2004 - 14:32 Uhr - Moe
Zu Zeiten der Studierenden-Streiks letzten Herbst haben sich ob der Gunst der Stunde noch viele Unis selbst gegen Studiengebühren ausgesprochen. Nun, wo 'allgemeine Verwaltungsgebühren' und Studiengebühren für LangzeitstudentInnen erfolgreich etabliert wurden und in einigen unionsgeführten Ländern bereits Klagen gegen das Verbot allgemeiner Studiengebühren laufen, wendet sich die Fahne im Wind: Berlin (rpo). Die deutschen Hochschulrektoren fordern die Einführung von Studiengebühren, mit denen sie die Qualität der Ausbildung sichern wollen. "Einen Studienbeitrag von bis zu 500 Euro pro Semester halten wir für zumutbar", sagte HRK-Präsident Peter Gaehtgens am Mittwoch in Berlin.

Die Studiengebühren habe die HRK auf ihrem Treffen am Dienstag in Bonn mit großer Mehrheit beschlossen. Noch in diesem Jahr werde die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Aufhebung des Verbots von Studiengebühren erwartet. [...]

Für eine Einführung eines Studienbeitrages stimmten nach Angaben Gaehtgens rund 70 Teilnehmer der HRK, zwölf votierten dagegen und acht enthielten sich.
Weiterlesen bei RP Online. Siehe auch die Meldung der Hochschulrektorenkonferenz.

BlogWalk 2.0: Nachlese

08. Juni 2004 - 22:47 Uhr - Moe
Am 28. Mai fand der Workshop BlogWalk 2.0 zum Thema 'The role of personal Webpublishing for self-organized and informal learning' in Nürnberg statt (ich berichtete), und endlich habe ich ein paar Notizen dazu zu Papier gebracht: It has now been ten days or so since I attended the BlogWalk 2.0 collaborative workshop about weblogs and self-organized, informal learning in Nuremberg, and I still haven't jotted down my notes. Actually, I didn't even really take notes, so I'll try to sum up some of the aspects we discussed, and provide hyperlinks to other BlogWalker's blog entries on the subject. Weiterlesen: BlogWalk 2.0: Reflections.

Weitere Berichte und Fotos zu BlogWalk 2.0:
Sebastian Fiedler: BlockWalk 2.0 impressions
Ton Zijlstra: BlogWalk 2.0 in retrospect
Martin Röll: Reflections on BlogWalk 2.0
More BlogWalk 2.0 voices

Online-Initiativen für Hessen: Tage der offenen Tür

07. Juni 2004 - 09:24 Uhr - Moe
Die Aktionslinie hessen-it hat regionale hessische Online-Initiativen wie Arbeitskreise, Forschungseinrichtungen, Vereine oder Kompetenzzentren in einem Netzwerk zusammen gebracht. Mit dem Ziel eine hessenweite und flächendeckende Beratung in Sachen Internet und Multimedia, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen zu gewährleisten, werden die unterschiedlichen Kompetenzen der Initiativen im Netzwerk gebündelt.

Bei den Tagen der offenen Tür informieren die Teilnehmer und Partner des Netzwerks über Internet, E-Commerce und Neue Medien. Die Veranstaltungen finden bei Netzwerk-Teilnehmern an verschiedenen Orten in Hessen statt. Jeder Veranstaltungsort steht stellvertretend für ein Thema.
In Giessen steht am Samstag, dem 26. Juni 'Telearbeit, mobiles Büro und Kooperationen' auf dem Programm. [Hessen-it: Tage der offenen Tür, via Rhein-Main Blog]

Demo in Stuttgart: Bildung ist keine Ware

01. Juni 2004 - 19:11 Uhr - Moe
Baden-Württemberg will allgemeine Studiengebühren ab dem ersten Semester einführen. Die Gebühren sollen zunächst 500 € betragen und mit einem privatem Bildungskredit finanziert werde. Damit verabschiedet sich der Staat aus der Bildungsfinanzierung. Schüler und Studierende demonstrieren daher am 19.6.2004 in Stuttgart gegen Studiengebühren. Nachzulesen bei Indymedia.