Auf der Buchmesse wurde anscheinend eines ziemlich deutlich, nämlich wie sich "gestandene" Medien gegenüber Weblogs positionieren. Dies wird in dem Gespräch von Martin Röll mit Ute Miszewski, Leiterin der Unternehmenskommunikation der Spiegel-Gruppe, ziemlich deutlich. Anscheinend sehen sich die traditionellen Medien nach wie vor als funktionierenden "Informationsfilter", ob und wie ökonomische oder politische Interessen eine Rolle spielen scheint man bewusst unter den Tisch fallen zu lassen.
Ebenso interessant ist Frau Miszewskis Feststellung, dass Weblogs per se keine journalistische Funktion hätten. Diese Aussage legt den Schluss nahe, dass sie anscheinend das Tool für den Inhalt hält, und ist ein in meinen Augen höchst unprofessioneller Schluss (siehe auch die Tool-orientierte Fragestellung im BlogHaus).
Nun ja, glücklicherweise druckt ja niemand sein Weblog auf Zeitungspapier. Nur warum die New York Times auch über Weblogs nachdenkt ist eine ganz andere Frage.
Ähnliche Beobachtungen finden sich auch in einem Bericht on Sierra zur Buchmesse, ich nehme mal an im Gespräch mit derselben Person? ..."Im Zuge des 11.09 und im Irak Krieg hat Big Media NICHT versagt! (Als sie mir das in Gesicht schrie hatte sie ein klein wenig Schaum vorm Mund...)"
Buchmesse: Von Journalisten und Bloggern
14. Oktober 2003 - 10:57 Uhr - MoeKommentare werden moderiert und vor der Veröffentlichung manuell geprüft.
